„Stadt und Region haben gute touristische Potenziale“

Rund 200 Gäste beim 18. Unternehmertreffen „Position“ des AWV

Von Désirée Warntjen
Wilhelmshaven. Unternehmern und Wirtschaftsvertretern aus der Region Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund hat der Arbeitsgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV) im September wieder Gelegenheit gegeben, Stellung zu beziehen: Zum 18. Mal richteten der Verband in Kooperation mit Nordmetall seine jährliche Veranstaltung „Position“ aus, bei der diesmal das Thema „Aufbruch Tourismus“ im Mittelpunkt stand.

AWV-Hauptgeschäftsführer Jasper Strauß wies darauf hin, dass der Tourismus besonders für die mittelständischen Unternehmen in der Jade-Region eine immer wichtigere Rolle spiele. An der von Alexander Luckow, Sprecher von Nordmetall in Hamburg, moderierten Diskussionsrunde, die das traditionelle Herzstück der „Position“ bildet, beteiligten sich Frieslands Landrat Sven Ambrosy als Vorsitzender des Tourismmusverbundes Nordsee, Carina Balow, Consultant der Projekt- und Beratungsgesellschaft Destination Lab GmbH Berlin, und Göran Sell, Geschäftsführer Nordseeheilbad Borkum GmbH.

Jens Sroka, geschäftsführender Gesellschafter der Sroka Beteiligungs-GmbH, musste seine geplante Teilnahme aufgrund von Flugverzögerungen kurzfristig absagen. Dem Investor, der sich noch auf der Rückreise von Florida befand, ist der diesjährige Veranstaltungsort die „Position“ in den Minenlagerhäusern an der Schleusenstraße in Wilhelmshaven zu verdanken: Sroka plant, die beiden Gebäude in unverbaubarer Lage am Deich zu einem Vier-Sterne-Hotel umzubauen. Der von der Sroka Beteiligungs-GmbH für dieses Projekt beauftragte Architekt Thomas Ladehoff von der „Architekturwerkstatt Ladehoff“ im schleswig-holsteinischen Hardebeck stellte das Konzept des Hotelbaus vor, dessen Investitionsvolumen rund 20 Millionen Euro betragen soll. Vorgesehen sind 80 Hotelzimmer und 43 Suiten sowie ein Innen- und Außenpool. Die denkmalgeschützten Lagerhäuser sollen mit einem Mittelbau für den Hotelkomplex komplettiert werden.

Seitens des Verbandes begrüßte AWV-Präsident Tom Nietiedt das Vorhaben und zeigte sich beeindruckt vom Konzept. Er warb dafür, den Tourismus in der Region neben der Industrie und der Marine als weiteren wichtigen Wirtschaftszweig wahrzunehmen und zu stärken.

Die Teilnehmer der Expertenrunden bescheinigten Wilhelmshaven und Friesland gutes Potenzial im Tourismusbereich, das genutzt werden müsse. Bereits jetzt liegt laut Sven Ambrosy die Wertschöpfung durch den Tourismus allein für den Landkreis Friesland bei 478 Millionen Euro.

Carina Balow sieht die Jade-Region touristisch noch am Anfang, was aber Vorteile berge: Mit einer gemeinsamen Leitlinie und gebündelten Kräften könnten die Stadt und die Region hinsichtlich ihrer touristischen Attraktivität in naher Zukunft durchaus an touristisch bereits fertig entwickelten Regionen vorbeiziehen.

Göran Sell legte allen Beteiligten ans Herz, identitätsstiftende Merkmale der Region bewusst und werbewirksam sowohl für das touristische Marketing als auch für lokale Verbundenheit einzusetzen.

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