SocialNetwork mit Augenkontakt auf Promotiedagen

Auch Oldenburger und Ostfriesen beim Unternehmertreffen in Groningen

Von Ilka Himstedt

Groningen. Man merkte es gleich beim Eintreten in die Halle: Man ist in Holland! Und das fiel nicht nur wegen des niederländischen Stimmengewirrs auf, sondern durch die sehr lockere Atmosphäre, die bei deutschen Messen oder Gewerbeschauen in dieser Form eher selten zu finden ist.

Denn überall in der Martiniplaza bei den Promotiedagen am 6. und 7. November standen kleine Menschengruppen mit einem Glas oder einer Tasse Kaffee in der Hand im unverbindlichen Gespräch zusammen und schnell wurde man einfach dazu geholt – die Stände waren bunt, fröhlich und luden nur so zum Verweilen ein. Das galt auch für die Präsentation ostfriesischer Unternehmen auf dem „Ostfriesland-Plein“ und Oldenburger Wirtschaftsbetriebe auf dem „Oldenburg-Plein“. Beide Gemeinschaftsstände wurden am ersten Tag des Groninger Unternehmertreffen mit geladenen Gästen beiderseits der Grenze eröffnet.

Den Anfang machten dabei die Ostfriesen. Und bei seiner Begrüßungsrede verdeutlichte Joachim Wenke vom Scan-Service Centrum Nord-West in Weener die Unterschiede vom niederländischen „Netwerkborrel“ und dem deutschem „Netzwerken“: „Die Art der niederländischen Kommunikation ist einfach genial. Hier führt man sehr unbeschwerte Gespräche mit völlig fremden Menschen. Das Netzwerken, das wir hier in Groningen ermöglicht bekommen, kann uns kein SocialNetwork bieten… hier trifft man sich Aug in Aug.“

Das bestätigte auch Peter den Ousten, Bürgermeister der Gemeente Groningen, in Bezug auf die deutsch-niederländischen Wirtschaftsbeziehungen: Hier wird nicht nur sachlich agiert, sondern als Freunde.“ Und wie die Ostfriesen kämen auch die Oldenburger immer gern auf die Promotiedagen, wie Klaus Wegling von der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg betonte. Seit mehr als 20 Jahren gibt es eine Städtepartnerschaft mit Groningen, und seit 12 Jahren sind Betriebe aus Oldenburg auf den Promotiedagen vertreten. Maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt war und ist unter anderem Bettina Fabich, die mit ihrer Agentur „Denies“ für grenzüberschreitende Projekte oder Strategieberatung den Oldenburg-Plein mit ins Leben gerufen hat.

In diesem Jahr stellten sich 12 Oldenburger Unternehmen, Institutionen und Projekte unter dem Motto „Technology crafted in Oldenburg“ in Groningen vor und präsentierten ihre Stärken aus Wissenschaft und Technik. Darunter auch das grenzüberschreitende Bahn-Projekt „Wunderline“. Aus Ostfriesland waren es sogar 28 Betriebe.

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