Fokus auf Gewerbeschau 2019 und Ortsentwicklung

Rund 70 Gäste beim 5. Wirtschaftsforum der Stadt Wiesmoor

Von Désirée Warntjen

Wiesmoor. Große Ereignisse werfen in der Stadt Wiesmoor ihre Schatten voraus: Hinsichtlich der Ortsentwicklung im Bereich des ehemaligen Gärtnereigeländes, das 200 Hektar umfasst, und die am 17. und 18. August stattfindende Gewerbeschau 2019 mit ihrer zeitlich näheren Realisierung einen kürzeren Schatten bildet. Sowohl der neu geplante neue Ortsteil Wiesmoor-Südwest als auch die Gewerbeschau standen Ende März im Mittelpunkt des 5. Wirtschaftsforums der Stadt Wiesmoor.

Die Organisation der Gewerbeschau liegt in den Händen des Wittmunder Marketing- und Eventdienstleisters ME Management, über viele Jahre geführt von Trientje Rohden, die die Geschäftsleitung jetzt an Marco und Karin Thies übergeben hatte (das Wirtschaftsecho berichtete). Unterstützend steht Trientje Rohden dem Ehepaar noch weiterhin zur Seite und begleitet insbesondere die Vorbereitungen zur diesjährigen Gewerbeschau. Seitens der Stadt ist der Wirtschaftsförderer Hinrich Beekmann in die Organisation mit eingebunden.

Den rund 70 Gästen des Wirtschaftsforums stellte Karin Thies den aktuellen Stand vor: Bereits Ende März waren rund zweidrittel der Standplätze fest gebucht und ein erheblicher weiterer Teil in den drei Messezelten sowie auf dem großzügigen Freigelände am Hopelser Weg reserviert. „Die Gewerbeschau präsentiert Bewährtes ebenso wie Innovatives“, erläuterte Karin Thies. Die Stadt beteiligt sich mit einem kulturellen und sportlichen Angebot. „Wir setzen ebenso auf Quantität wie auf Qualität und geben den Ausstellern sowohl räumlich als auch hinsichtlich des Programms gute Möglichkeiten, um mit den Besuchern bzw. Verbrauchern ins Gespräch zu kommen.“ Thies betonte, dass persönliche Kundenkontakte eine maßgebliche Grundlage für den Erfolg der Wirtschaft in der Region bilde.

Gestaltung des „Sahnestücks“

Klaus Großpietsch vom Planungsbüro Sweco in Bremen informierte die Gäste über den aktuellen Planungsstand für die Entwicklung des neuen Stadtteils Wiesmoor-Südwest. Als Projektleiter gehört der Planer zum Team für den Rahmenplan. Sowohl die Stadt als auch das Planungsbüro setzen auf eine hohe Bürgerbeteiligung. So sind inzwischen auch zahlreiche Ideen und Vorschläge für die Gestaltung des Geländes eingegangen „und wir haben gezielte Gespräche mit Vertretern des Gewerbes und Einzelhandels und auch der Jugendpflege sowie mit Trägern öffentlicher Belange geführt“, sagte Großpietsch. Er betonte, dass „keine Konkurrenzsituationen geschaffen werden. Wir wollen die bestehenden Strukturen der Stadt schützen und diese ergänzen.“ Einen wichtigen Punkt bilde die soziale Infrastruktur. So soll der Marktplatz besser in die Stadtlandschaft eingebaut und das Potenzial des Kanals insbesondere für verschiedene touristische Attraktionen genutzt werden. „Auch soll sich der Mischcharakter der Hauptstraße auf der Seite des Gärtnereigeländes fortsetzen“, sagte Großpietsch.

Neben viel Grünfläche könne sich das Planungsteam verdichtete Wohnbauformen auf einem Teil des Geländes vorstellen. Die Lage des neu entstehenden Stadtteil bezeichnete der Planer als prädestiniert für verschiedene Unternehmen, die entweder die Nähe zur Stadt brauchen oder aber die Randlage zur Ansiedlung favorisieren. Ein großer Teil des Landschaftsraumes soll im inneren Bereich erhalten bleiben.

Wiesmoors Bürgermeister Friedrich Völler ist sich sicher, „dass die Neugestaltung der früheren Gärtnereiflächen der Stadt gute Zukunftschancen in der städtebaulichen Entwicklung bieten.“ Finanzielle Unterstützung erhofft sich die Stadt aus Programmen der Städtebauförderung. „Hier geht es um Millionen. Deshalb versuchen wir, bereits in die Förderung 2020 hineinzukommen und viele finanzielle Möglichkeiten zu akquirieren, um unter anderem auch gute Verkehrsanbindungen zu schaffen.“

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