Unternehmensnachfolge

Die Zukunft fest im Blick: „Unternehmensnachfolge – einfach machen!“

„Tag der Unternehmensnachfolge“ am 16. Mai im Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg

Von Désirée Warntjen
Oldenburg. Die Zukunft des Unternehmens im Blick haben und rechtzeitig die Weichen für den anhaltenden Erfolg stellen: Diese Prämisse gilt insbesondere auch für die Nachfolge. So unterschiedlich, wie sich die Unternehmenssituationen darstellen, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, ein Unternehmensschiff auf Kurs zu halten. Deshalb veranstaltet die Mittelstandsberatung Meiners-Hagen GmbH & Co. KG zum sechsten Mal den „Tag der Unternehmensnachfolge“ am 16. Mai von 15 bis 20 Uhr im Technologie- und Gründerzentrum (TGO) in der Marie-Curie-Straße 1 in Oldenburg.

Das sogenannte Nachfolgenetzwerk entstand 2013 und besteht aus Spezialisten, die sich intensiv mit der Materie befassen. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Unternehmer, die einen Nachfolger suchen und finden wollen, und Gründer, die eine Geschäftsübernahme als Alternative zur Neugründung erwägen, als auch an Unternehmen, die durch den Kauf eines Unternehmens wachsen wollen.

„Mit uns werden die Teilnehmer die Herausforderung Nachfolgersuche meistern“, sagt Gertrud Meiners-Hagen, Initiatorin der Veranstaltung und Fachberaterin Unternehmensnachfolge von der Mittelstandsberatung Meiners-Hagen. „Uns ist ein breites Themenspektrum wichtig und ein guter Überblick über die vielen Aspekte der Unternehmensnachfolge. Wir bieten beim ‚Tag der Unternehmensnachfolge‘ die Gelegenheit, das für den Mittelstand eminent wichtige Thema Unternehmensnachfolge vor Ort zu diskutieren und damit weitere Gesprächsprozesse anzustoßen.“

Die Referenten verfügen über weitreichende praktische Erfahrungen und behandeln steuer-, erbrechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte ebenso wie die weichen Faktoren, zum Beispiel die Frage „Entscheiden Gefühle über die Nachfolge?“

Carsten Steenken von der Steenken & Krogmann Steuerberatungskanzlei Saterland und Westerstede-Ocholt erläutert die Möglichkeiten, mit Pensionsrückstellungen steueroptimal umzugehen. Gertrud Meiners-Hagen befasst sich mit den Vor- und Nachteilen von Nachfolgebörsen im Internet. Ralf Terheyden von der Terheyden Revision und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Cloppenburg zeigt, wie man den richtigen Preis für das eigene Unternehmen ermitteln kann. Welche Rechtsform die Richtige ist und wie man am besten gute Kaufverträge verhandelt, erläutern Helmut Müller und Dr. Steffen König von der Rechtsanwalts- und Notarkanzlei Vogt und Partner in Oldenburg. Zum Kreis der Referenten gehören auch die Organisationsberaterin und Mediatorin BM Christine Warnke, Business Coach in Oldenburg, sowie Heinrich Winter, Atlantique Automatisierungstechnik GmbH in Ihlow-Riepe. Heinrich Winter wird als Seniorunternehmer sprechen.

Die Organisatoren erwarten rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Anmeldungen sind noch bis zum 10. Mai bei Gertrud Meiners-Hagen unter der Telefonnummer 0441 / 36116371 oder per E-Mail: info@mittelstandsberatung-ol.de möglich.

Für Notfall und Nachfolge ausrüsten

Wenn der Chef wegen Unfall oder Krankheit länger ausfällt…

Ostfriesland. Der Chef ist ausgefallen – was nun? Diese Frage stellt sich häufig das erste Mal, wenn es bereits zu spät ist, und der Betriebsinhaber wegen Unfall oder Krankheit längere Zeit ausfällt. Wenn der Inhaber für eine gewisse Zeit erkrankt oder sogar stirbt, hat das oft auch das Ende des Unternehmens und den Verlust der Arbeitsplätze zur Folge.

Ob Autounfall, Burnout, Bandscheibenvorfall, Schlaganfall oder Herzinfarkt – generell kann es jeden treffen. Oft könnten schon Kleinigkeiten den Betrieb lahm legen. Beispielsweise hätten Handwerker vor verschlossenen Türen gestanden, weil keiner wusste, wer den Zweitschlüssel hat. Das Gute: ein wenig personelle und organisatorische Planung reicht oft, um den Betrieb am Laufen zu halten. „Das Wichtigste sind Strukturen.“ Ein Betrieb muss die Organisation im Büro und in der Werkstatt oder auf der Baustelle klar gliedern, damit neben dem Inhaber auch verschiedene Mitarbeiter über einzelne Bereiche informiert sind und sich zur Not auch schnell zurechtfinden. Vier Dinge sollten im Fokus stehen: hinsichtlich der betrieblichen Organisation, den Vollmachten, die ein Betrieb vergibt, der persönlichen Vorsorge und der Anlage eines Notfallordners.

Die Pflege des Ordners ist dabei besonders wichtig. Hierin sollten alle wichtigen Informationen wie Passwörter, Vertretungsregelungen, Aufbewahrungsorte und Vollmachten aufgeführt sein. Aber auch Kontakte zu Versicherungen, Banken und Kunden. Dabei nützt es nichts, den Ordner im Safe wegzuschließen und kein Mitarbeiter kommt daran. Ein Stellvertreter sollte darauf Zugriff haben, der frühzeitig und systematisch aufgebaut werde und auch explizit für alle Mitarbeiter und Externen diese Position innehält.

Wichtig ist auch, eine Vorsorgevollmacht oder zumindest eine Betreuungsverfügung abzufassen. Dies verhindere, dass im Notfall vom Gericht ein fremder Betreuer bestellt werde. Bei der Betreuungsverfügung kann der Betroffene gegenüber dem Vormundschaftsrichter einen Betreuer ernennen. Besseren Handlungsspielraum und schnellere Wirksamkeit beinhalte jedoch die sogenannte Generalvollmacht. Die Generalvollmacht erlaubt das Öffnen der Post und reicht bis zum Bankgeschäft. Entsprechende Formular-Muster sollten auch im Notfallordner hinterlegt werden.

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