Kommentar

Wilhelmshaven auf Kurs

Von Thomas Klaus

Dass Wilhelmshaven 2019 sein 150-jähriges Stadtjubiläum feiern kann und im August sogar die maritimen Gäste des Niedersächsischen Hafentags zu Gast hat, ist kein Zufall. Die Hafen- und Werftanlagen hätten auch ein paar Jahre früher oder später auf den Namen „Wilhelmshaven“ getauft werden können. Aber dieser besondere Geburtstag kommt 2019 exakt zur richtigen Zeit. Denn er kann der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt am Jadebusen zusätzlichen Schwung geben.

Grund: Ein Standort mit einem eher schlechten Image; ein Standort, den auch viele seiner Bürgerinnen und Bürger kritisch und negativ sehen – er entfaltet nun seine Anziehungskraft innerhalb der ganzen Region. Potenzielle Investoren können sehr sensibel sein und registrieren das genau. Ein solcher Standort bleibt unter seinen Möglichkeiten, kann seine Potenziale nicht komplett abschöpfen. Wilhelmshaven gehört in diese Kategorie, diese Imageprobleme sind vorbei.

Wer aufmerksam durch Wilhelmshaven geht, merkt und spürt, dass sich die Menschen zunehmend mit ihrer Stadt identifizieren können und das dann ausstrahlen. Der Stolz wächst erkennbar.

Insbesondere die Erfolge rund um den JadeWeserPort tun nicht nur der Wirtschaft gut, sondern auch den Bürgerinnen und Bürgern. Erst vor kurzem wurde auf 40.000 Quadratmetern das von Imperial Logistics betriebene VW-Logistikzentrum eingeweiht. Und kurze Zeit später bekundete China Logistics, im Güterverkehrszentrum auf 20 Hektar bauen zu wollen. Zwei gute Nachrichten von diversen aus der jüngeren Zeit!

Mit steigender Tendenz sehen die Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener im JWP „ihren“ Hafen. Das ist höchst erfreulich, weil es das Erscheinungsbild der gesamten Stadt erheblich aufhübscht. Und von sensiblen, potenziellen Investoren war ja schon die Rede.
Allerdings: Es besteht noch Luft nach oben. Wilhelmshaven hat nicht nur in Sachen „Deutschlands einziger Tiefwasserhafen“ eine Menge zu bieten, sondern auch touristisch und kulturell. Das bedeutet: Die Menschen in dieser Stadt dürfen ihre Köpfe durchaus noch höher tragen, so dass das die sensiblen, potenziellen Investoren auf keinen Fall mehr übersehen werden können.

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