Leer. „Wie wir uns betten, so liegen wir“, sagt ein altes Sprichwort. Also, die Art und Weise, wie wir uns betten, entscheidet über die Qualität unseres Schlafes. Auf unsere nach oder noch mit COVID-19 Zukunft bezogen heißt das, unser tägliches Handeln bestimmt maßgeblich das, was wir in der Zukunft erleben. Wann, wenn nicht jetzt sollten wir unsere Gestaltungskraft und -möglichkeiten nutzen? Welche Fragen sollten wir uns stellen, damit es kein „zurück“ gibt? Was ist jetzt in der Führung wichtig?  

 

Mehr Führung

Wir brauchen mehr Führung nicht weniger. Dafür muss nichts Neues erfunden werden, es muss nur das umgesetzt werden, was sowieso wichtig ist: Eine gute Beziehung zu den Mitarbeitenden zu pflegen, damit ich als Führungskraft sinnvoll stärken- und ergebnisorientiert begleiten kann. Also, jetzt erst recht mit jedem Mitarbeiter/in  1 x die Woche das Gespräch suchen, auch als Videocall oder übers Telefon:

 

Welche Ideen sind da?

Kenne ich die Stärken des Mitarbeiters?

Wie kann ich ihn/sie in seinem aktuellen Vorhaben unterstützen?

Was braucht er/sie von mir und vom Team?

Sicherheit und Vertrauen
In meiner seit März kostenlosen C-Sprechstunde mit Führungskräften und Mitarbeitern hat sich vor allem eins gezeigt: Das Gefühl der Sicherheit ist massiv gestört und Unsicherheit führt zur emotionalen Instabilität. Mitarbeitende brauchen deshalb jetzt kein klassisches Change-Management sondern vor allem ergebnisoffene Unterstützung, um diese emotionale Unsicherheit zu meistern. Zum Beispiel:

– Gefühle zulassen, Verständnis zeigen

– Verbundenheit stärken mit „Wie geht’s euch-Runden“ im Meeting. Soviel offene Gespräche führen, wie möglich.

– Ausprobieren statt planen: Was sollte ich mit meinem Team einfach mal ausprobieren? Bin ich als Führungskraft offen für neue, kleine (Übergangs)-Ziele, neue Ideen und Lösungen?

– Zügig den Blick nach vorne richten und auf das lenken, was gut läuft. Machen wir ohnehin viel zu wenig. Jetzt wäre also der richtige Zeitpunkt und das heißt:  Die kleinen täglichen Erfolge sichtbar machen und loben, loben, loben … z. B. im wöchentlichen Meeting: Was lief gut? Was haben wir gemeinsam, der Einzelne gut hinbekommen? Anerkennung und Wertschätzung sind jetzt die entscheidenden Führungskompetenzen!

Loslassen und gestalten

Lösen Sie sich von überholten unternehmerischen Grundannahmen und Plänen. Verwenden Sie mit Ihrem Team/Abteilung Ihre Energie lieber in die Gestaltung der nahen Zukunft und geben Sie sich dafür einen neuen Rahmen:

– Was wollen wir beibehalten?

– Was wollen wir ersatzlos streichen?

– Was machen wir ab sofort anders, und zwar …“

Jetzt ist Zeit, sich Gedanken zur Zukunft zu machen. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, was das für Sie bedeutet.