Autor: Joachim Teubner

Großbatteriespeicher in Lingen eingeweiht

Batteriespeicher mit 2.507,9 Kilowatt Leistung für die Energiewende

Lingen. Seit dem Ende vergangenen Jahres ist ein Großbatteriespeicher im Netz, der Anfang Juni mit Vertreterinnen und Vertreter der Gesellschafter Quantum GmbH in Lingen offiziell eröffnet wurde. Außer der Besichtigung des Speichers fand auch die Gesellschafterversammlung statt.

Dass die feierliche Einweihung erst nach der Inbetriebnahme stattfand, folgt einer klaren Linie: Die Technik sollte sich zunächst im Alltag bewähren. Über mehrere Monate lief der Speicher stabil, bevor der offizielle Start gefeiert wurde. Die Stadtwerke Lingen sind als Gesellschafter der Energiebeschaffungs-Kooperation Quantum sowohl am Unternehmen als auch direkt am Projekt beteiligt

Für Lingen ist der Batteriespeicher ein konkreter Beitrag zur Energiewende. Die Anlage speichert Strom dann, wenn er im Markt günstig verfügbar ist, und stellt ihn wieder bereit, wenn Bedarf besteht. Dadurch trägt der Speicher zur Flexibilisierung des Energiesystems bei und unterstützt eine stabile Versorgung auf kommunaler Ebene. Ausgelegt ist die Anlage ausdrücklich auf lokale Anforderungen, flexibel einsetzbar und fest in der Region verankert. „Wir sehen im laufenden Betrieb, wie wichtig Speicher für ein stabiles Energiesystem sind“, sagt Thorsten Schlamann, Geschäftsführer der Stadtwerke Lingen. „Mit dieser Anlage schaffen wir Infrastruktur, die direkt auf die Anforderungen der Energiewende abgestimmt ist.“

Der Großbatteriespeicher basiert auf einem Containersystem des Herstellers Alpha ESS. Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

-Leistung: 2.507,9 Kilowatt

-Speicherkapazität: 5.015,9 Kilowattstunden

-Speicherdauer: rund 2 Stunden bei voller Leistung

-Batterietechnologie: Lithium-Eisenphosphat (LFP)

-Bauweise: 20-Fuß-Containerlösung

Konkret bedeutet das: Die Anlage kann mehr als 5.000 Kilowattstunden elektrische Energie speichern. Sie ist in der Lage, diese Energie mit einer Leistung von rund 2,5 Megawatt aufzunehmen oder wieder ins Netz abzugeben. Bei Betrieb mit voller Leistung reicht die gespeicherte Energie für etwa zwei Stunden.

Für Quantum ist der Standort Lingen dabei kein Einzelprojekt. „Der Speicher hier ist für uns ein Ausgangspunkt, kein Abschluss“, sagen Dirk Hardt und Andreas Benz, Geschäftsführer der Quantum GmbH. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Gesellschaftern weitere Projekte umsetzen und Batteriespeicher als festen Bestandteil eines erneuerbaren Energiesystems etablieren.“ Weitere Infos zum Batteriespeicher:https://www.stadtwerke-lingen.de/fuer-das-klima/batteriespeicher-in-lingen

Stüwe bezieht neuen Standort

Familienunternehmen investiert in Zukunft, Nachhaltigkeit & Wachstum

Lingen. Das Unternehmen Elektro Stüwe hat seinen neuen Betriebsstandort im Gewerbegebiet Biene an der B 70 bezogen. Bereits vor der offiziellen Neueröffnung mit Tag der offenen Tür besichtigten Oberbürgermeister Dieter Krone, Ortsbürgermeisterin Katharina Mehring, der stellvertretende Vorsitzende des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses Stefan Wittler sowie Dietmar Lager von der Wirtschaftsförderung den Neubau und gratulierten Geschäftsführer Bodo Stüwe zum erfolgreichen Umzug.

Mit Elektro Stüwe hat sich ein leistungsstarkes Unternehmen bewusst für den Wirtschaftsstandort Lingen entschieden. Die Investition in den neuen Standort zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsorientiert und nachhaltig sich das Unternehmen aufstellt“, betonte Oberbürgermeister Dieter Krone. Besonders erfreulich sei, dass mit dem Neubau zugleich ein modernes Arbeitsumfeld geschaffen wurde.

Geschäftsführer Bodo Stüwe zeigte sich mit der Standortwahl sehr zufrieden: „Der Standort hat sich schon jetzt absolut bewährt. Ich bin genau da, wo ich hin wollte.“ Zwar habe es mehrere gute Optionen gegeben, „aber dieser Standort hatte am Ende das gewisse i-Tüpfelchen.“ Besonders die gute Erreichbarkeit sowohl aus Richtung Geeste als auch aus Richtung Lingen sei ein großer Vorteil – für Kunden ebenso wie für die Mitarbeitenden.

Der Umzug selbst wurde innerhalb von nur zwei Tagen umgesetzt. „Da haben wirklich alle mit angepackt“, berichtet Stüwe. Mit mehr als 30 Bullis seien Material und Ausstattung transportiert worden. „Ein großes Lob an alle Mitarbeiter – alle haben mitgezogen, das hat richtig Spaß gemacht.“

Auf dem rund 8.500 Quadratmeter großen Grundstück an der Meppener Straße entstand eine moderne Betriebsstätte mit großzügiger Montage- und Lagerhalle sowie einem vorgelagerten Bürokomplex. Die neue Halle bietet optimale Bedingungen für Lagerung und Beladung, während die Außenflächen ausreichend Platz für den Fuhrpark, Container und Bauwagen schaffen. Zum Unternehmen gehören derzeit rund 60 Mitarbeitende. Etwa zehn im Büro und rund 50 auf den Baustellen, ergänzt durch Subunternehmer und Helfer. Auch die Ausbildung spielt weiterhin eine wichtige Rolle: Aktuell beschäftigt Elektro Stüwe acht Auszubildende, fünf weitere starten im Sommer.

 

Von links: Stellvertretender Vorsitzende des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses Stefan Wittler, Dietmar Lager von der Wirtschaftsförderung, Oberbürgermeister Dieter Krone, Geschäftsführer Bodo Stüwe und Ortsbürgermeisterin Katharina Mehring.

Foto: privat

 

Jubiläumsgartenschau im Jahr 2032

Park der Gärten in Bad Zwischenahn erhält Zuschlag

Bad Zwischenahn. Großartige Nachrichten für die Gartenkultur im Ammerland: 30 Jahre nach der ersten Landesgartenschau in Niedersachsen kehrt die renommierte Veranstaltung im Jahr 2032 nach Bad Zwischenahn zurück. Das Land Niedersachsen würdigte die hervorragende Machbarkeitsstudie der Gemeinde und hat damit erstmals in der Geschichte des Landes eine Landesgartenschau ein zweites Mal an denselben Ort vergeben.

Für die Gemeinde Bad Zwischenahn bedeutet die Landesgartenschau 2032 die Chance, mit den fünf verschiedenen Kulissen wie der Entwicklung des Seeparks, einer neuen Siedlungsstruktur „Gartenstadt“ in Rostrup und einer Entdeckertour für Fahrradfahrer und Fußgänger (Fahrradroute – Weg) zwischen Rostrup und Bad Zwischenahn sowie einer neuen Kulturhalle im Kurpark eine nachhaltige Gemeindeentwicklung zu fördern als auch den regionalen Gartenbau insbesondere mit der Weiterentwicklung des Park der Gärten in Szene zu setzen. Für den Park der Gärten schließt sich damit ein historischer Kreis. Die erste Landesgartenschau im Jahr 2002 legte einst den Grundstein für Deutschlands größte Mustergartenanlage. Nun wird die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Im Zuge der Landesgartenschau 2032 steht dem Park eine bedeutende Weiterentwicklung bevor. Geplant sind umfangreiche Veränderungen: Neben einzelnen neuen innovativen Mustergärten, interaktiven Ausstellungsflächen, soll insbesondere der hintere Parkbereich einschließlich Rhododendronpark umgestaltet werden, um die Anlage als führendes Zentrum für moderne und nachhaltige Gartenkultur zu stärken.

Diese wegweisende Entwicklung fällt in eine Zeit des personellen Wechsels an der Spitze des Parks. Lennart Böhlje, der zum 1. Juli 2026 die Geschäftsführung von Christian Wandscher übernimmt, blickt mit großer Begeisterung auf die kommenden Jahre: „Die Entscheidung des Landes ist ein Meilenstein für die gesamte Region und eine fantastische Bestätigung unserer gärtnerischen Kompetenz, die dieses Schaufenster des niedersächsischen Gartenbaus seit über 20 Jahren antreibt. Ich freue mich persönlich außerordentlich auf diese spannende Aufgabe und die Entwicklung, die wir gemeinsam mit unserem Team, der Gemeinde, den Akteuren der Region und dem regionalen Gartenbau anstoßen dürfen. Den Park der Gärten pünktlich zum 30-jährigen Bestehen in ein so bedeutendes Großereignis zu führen, ist eine wunderbare Herausforderung.“ Weitere Informationen unter: www.lgs2032.de

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