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Ein schwieriger Herbst für Gläubiger?

Von Edith Decker-Fischbeck

Im April 2020 wurden Unternehmen für ein halbes Jahr von der Pflicht entbunden, ihre Insolvenz bei Gericht anzuzeigen, insbesondere soweit die Gründe in der Pandemie lagen. So gut und sinnvoll für die eine Seite, liegt darin aber auch eine Gefahr für andere Marktteilnehmer, dass sie mit einem bereits zahlungsunfähigen Unternehmen Geschäfte machen. Im Juli 2020 wurde in der großen Koalition über eine Verlängerung der coronabedingten Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, die am 30.09.20 auslaufen würde, diskutiert. Eine Entscheidung steht noch aus. Gibt es keine Verlängerung, wird eine Antragswelle ab Oktober 2020 befürchtet.

Die EU-Richtline 2019/1023 über Restrukturierung und Insolvenz schreibt vor, dass unternehmerisch tätige Personen Zugang zu einem Verfahren haben müssen, dass es ihnen ermöglicht, sich innerhalb von 3 Jahren zu entschulden (bisher in Deutschland i. d. R. 6 Jahre). Die Umsetzung in nationales Recht hat bis zum 17.07.21 zu erfolgen. Der Regierungsentwurf dazu wurde im Febr. 20, die Überarbeitung Anfang Juli 20 vorgelegt.  Vorgesehen darin ist die Halbierung der Entschuldungsdauer auch für den gesamten Bereich der reinen Verbraucherinsolvenzen und soll gelten für alle Insolvenzverfahren, die ab dem 01.10.2020 beantragt werden.  Für Insolvenzverfahren, die ab dem 17.12.19 beantragt wurden, soll das derzeit sechsjährige Verfahren monatsweise verkürzt werden.

Ob die offenbar geplante schnelle Beschlussfassung zum 01.10.2020 gehalten werden kann, ist fraglich. Es gibt weiteren Regelungs- und Klarstellungsbedarf. Auch sind technische Voraussetzungen zu schaffen.

Schon heute hält diese Schuldnergruppe Insolvenzanträge zurück, um am 01.10.20 von der Halbierung der Verfahrensdauer profitieren zu können.

 

In Kombination mit den ohnehin noch nicht vollständig sichtbaren wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und auch den Folgen aus den erweiterten Leistungsverweigerungsrechten und der Überprüfung der Verwendung von öffentlichen Geldern, ist u. E. mit einer Insolvenzantragswelle zu rechnen.

 

Den Gläubigern obliegt auch unter diesen Gesichtspunkten eine sorgfältige Prüfung ihres Forderungsbestandes und dem Treffen von Vorkehrungen.

 

 

Verkaufstipp von Oliver Schumacher

Achtung! Preisgespräche sind im Anmarsch!

Nicht jeder Kunde feilscht um den letzten Cent. Das ist auch gut so. Denn wo kämen wir auch hin, wenn wirklich immer nur der Preis für den Kauf ausschlaggebend wäre? Viele Kunden wissen, dass Qualität, Image, Sicherheit usw. einfach ihren Preis bzw. Wert haben. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass zunehmend auch gute Kunden, die bisher anstandslos Ihre Preise akzeptierten, in die (nächste) Preisverhandlung mit Ihnen gehen. Und die, die schon immer beim Preis gerne Daumenschrauben anlegten, sowieso.

Corona sorgt für härtere Preisverhandlungen

Das Coronavirus hat die komplette Wirtschaft auf den Kopf gestellt. Viele Unternehmen kommen unter massiven Kosten- und Liquiditätsdruck, weil sie ihre Absatzpläne nicht mehr realisieren. Automatisch hinterfragen viele ihre Beziehungen zu ihren bisherigen Lieferanten kritisch. Einige Ihrer Kunden werden daher versuchen, noch bessere Preise bei Ihnen zu erzielen. Andere werden möglicherweise zukünftig bei Ihren Mitbewerbern kaufen. Denn wer weiß schon genau, wie zwingend Ihre Mitbewerber Liquidität und Auslastung benötigen – und daher vorschnell beim Preis einknicken (müssen)? Das bedeutet für Sie: Nicht nur Ihre Gewinne sind in Gefahr, sondern Ihre gesamte Unternehmung. Falls Sie aktuell gut aufgestellt sind – was mich sehr freuen würde – können Sie ja dennoch sicherheitshalber mal Ihre Unternehmenskennziffern unter folgender Fragestellung berechnen: „Wie steht mein Unternehmen da, wenn ich meine 3 besten Kunden verliere?“ 3 Kunden verliert man nämlich heutzutage schnell: Einer geht in die Insolvenz, der andere wechselt zum Mitbewerber und der dritte darf nicht mehr bei Ihnen einkaufen, weil dieser selbst aufgekauft wurde – und jetzt andere Einkaufsrichtlinien gelten.

Seien Sie auf Preisgespräche perfekt vorbereitet!

Tödlich wäre es, wenn Sie sich nicht auf Preisgespräche systematisch vorbereiten. So manche Einkäufer kommen mit Argumenten um die Ecke, bei denen einem selbst die Spucke wegbleibt, da sie teilweise hoch emotional sind – und manchmal auch absurd. So argumentierte erst kürzlich ein Einkaufsgremium bei einem Kunden von mir mit „Laut Bundesanzeiger machen sie einen fünfmal höheren Gewinn im Vergleich zu uns. Das verstehen wir nicht unter partnerschaftlicher Zusammenarbeit.“

Nicht alle Kunden setzen Ihnen die Pistole auf die Brust

Zum Glück gibt es auch in Zeiten von Corona faire Geschäftspartner, die Ihnen beim Preis nicht die Pistole auf die Brust setzen. Dennoch müssen Sie spätestens jetzt die Flucht nach vorne ergreifen: Suchen Sie verstärkt neue Kunden und Märkte, um im Zweifelsfalle auch Kunden ziehen lassen zu können, wenn diese unangemessene Preisvorstellungen haben. Üben Sie aber auch unbedingt Preisgespräche. Denn Einkäufer trainieren auch. Und da haben Sie hoffentlich die besseren Argumente und Strategien.

 

Unternehmenserfolg im Internet

Teil 5: „Eine moderne Internetseite mit Mehrwert“

Eine erfolgreiche Internetseite besitzt nicht nur alle technischen Anforderungen für eine gute Auffindbarkeit bei Google & Co. , sie muss vor allen Dingen auch ansprechend, vertrauenswürdig und interessant erstellt werden, um drei wichtige Ziele zu erreichen:

 

  1. Das Interesse zu wecken
  2. Zu einer Aktion bringen

3.Den Kontakt erhalten

Gehen wir näher auf die drei Ziele ein.

Das Interesse zu wecken und zu überzeugen

Nur über das Content Design einer modernen erfolgreichen Internetseite werden die Erwartungen und Bedürfnisse des Users erfüllt und gesetzte Unternehmensziele erreicht. Und die große Frage stellt sich nun, was man unter einem guten Content und Design versteht?

Die Lösung ist einfach, die Umsetzung aber anspruchsvoll und kreativ! Es geht um eine zielgerichtete und nutzerzentrierte User-Strategie. Und das unabhängig wofür die Internetseite entwickelt wird – ob zur Unternehmenspräsentation und Markenbildung, als Online-Shop für den Verkauf oder als sonstige Anwendung – der Köder muss dem Fisch schmecken. Ein strategisches Internetkonzept das dem User gefällt, hat Erfolg.

Unter Fachexperten wird es auch als UI/UX-Design (User-Interface und User Experience Design) bearbeitet. Man versteht darunter, dass die Webseite und alle Anwendungen ein besonderes Nutzerlebnis mit einer guten Benutzerfreundlichkeit im ansprechendem Design, wie u.a. mit professionellen Bildern und passenden Texten mit einer hohen Wiedererkennung zum Produkt oder Leistung programmiert wird, um die Verweildauer auf der Internetseite zu erhöhen und die Ziele zu erreichen. Der UI/UX-Designer analysiert die richtigen Wege und Maßnahmen zur Entwicklung der Internetseite durch die User-Brille. Von der Navigation bis zur Anwendung wird dadurch möglichst verständlich und vertrauensvoll mit einer hohen Usability die Webseite erstellt. In diesem Konzept fließen auch die Mitwettbewerberanalyse und aktuelle Nutzerstudien zum Surfverhalten der User mit ein, wie u.a. die Parameter zur Zielgruppe, Alter und Geschlecht, sowie das aktuelle Informations- und Shoppingverhalten, damit einzigartige Alleinstellungsmerkmal zur Internetseite entwickelt werden. Zum UI/UX-Design sehen Sie hier ein Beispiel in Perfektion: https://www.ifly50.com/

Zu einer Aktion bringen

Eine Internetseite ohne Aktivitäten und Interaktionen wird sehr schnell uninteressant. Die Chance, dass der User auf der Seite gebunden wird und Anwendungen auch nutzt, ist um ein vielfaches höher, wenn Aktivitäten auf der Webseite angeboten werden. Die UI/UX Design-Strategie kommt ohne dem gar nicht aus. Dabei ist hier die Usability wieder entscheidend. Einfache logische Aktivitäten haben vor komplexe Möglichkeiten Vorrang. Z.B. Parallax Scrolling (stehende Bilder oder Videos beim Scrollen im Hintergrund) und kleine Animationen und Micro-Interaktionen sind viel erfolgreicher als lange Videofilme.

Sie machen das Surfen zum Erlebnis und regen zur Interaktion an um Marke, Produkte oder Leistungen dem User nahezubringen. Das Markenbranding und ihre Werbebotschaften entfalten sich insbesondere durch die Kraft von Emotionen. Daher sollten Interaktionen verführerisch sein, dass der User nicht widerstehen kann, sie zu sehen und zu nutzen. Z.B. könnte Witz und Humor als Grundlage dafür dienen. Siehe ein gutes Beispiel einer Rechtsanwaltkanzlei: https://www.wirth-rae.de/

Den Kontakt erhalten

Die Chance, dass letztendlich ein neuer Kontakt über die Webseite entsteht, steigt deutlich an, wenn der User sich mit dem visuellen Spirit zur Marke und Internetseite identifizieren kann und er Bedarf an Produkt und Leistung hat. Man sollte unbedingt den Fehler vermeiden, lange Kontaktformulare mit vielen  Angaben zum Erstkontakt einzufordern. Auch das haben repräsentative Studien gezeigt, dass bis zu 50% der User vorzeitig das Formular verlassen oder eine Bestellung abbrechen, wenn die Angaben zu komplex werden. Daher lautet hier das Motto: „joy of use – Mache es dem User leicht und Reduzierung der Angaben zum ersten Kontakt, die wirklich notwendig sind“.

Hier geht es zum Blog und den Teilen 1 bis 4 sowie zu allen Links der Quellennachweisen, repräsentativen Nutzerstudien zum Server-Verhalten und weitere Beispielen zu entwickelten UI/UX-Design Internetseiten https://www.wp-marketing.de/wp-news-blog

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe: Teil 6: SEO-Optimierung der Internetseite

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