Schaubäckerei und Frühstücksbuffet

Bäckerei & Café Musswessels in Bunde im neuen Design

Von Ilka Himstedt

Bunde. Monatelang waren die Umbauarbeiten hinter einer grauen Pappwand verborgen und die Kunden wurden von einem Verkaufswagen mit leckeren Backwaren versorgt. Doch jetzt wurde das Geheimnis gelüftet: Das neugestaltete Bäckerfachgeschäft Musswessels im Bunder Combi-Verbrauchermarkt wurde eröffnet.

 

Die Rheiderländer sind begeistert von dem stylischen Ambiente – und das sowohl beim modernen Café mit der gemütlichen Außenterrasse als auch bei dem großzügigen Tresen und dem darin präsentierten Angebot an wohlschmeckenden Spezialitäten. Besonders gut kommt die Schaubäckerei und der Brothumidor, der die Teige der Traditionsbäckerei auf stilvolle Art in Szene setzt und am Reifeverfahren teilhaben lässt, an. Denn ein junger Teig braucht Ruhe, um Aromen voll und ganz zu entwickeln.

 

Apropos Aromen – bei dem 1868 gegründeten Familienunternehmen aus Rhede mit über 70 Fachgeschäften werden auch in vierter Generation ausschließlich reine, naturbelassene Rohstoffe verwendet und nach traditionellen Rezepten und Handwerk verarbeitet. Schließlich ist der Leitspruch der Bäckerei und Konditorei Musswessels nicht von ungefähr „Die Kunst des Backens“. Und diese Kunst gibt es in Bunde, durch einen separaten Eingang, jetzt auch immer sonntags von 7 bis 17 Uhr. Als kleinen Vorgeschmack für die köstliche Vielfalt aus dem Hause Musswessels gab es zur Eröffnung in Bunde Gutscheine für eine gemischte Brötchentüte geschenkt.

 

Bildunterschriften

BILD ZWEISP.

Foto Cafe:      In dem schicken neuen Café gibt es ab Dezember ein reichhaltiges Frühstücks- sowie Kuchenbuffet.                                             Foto: Himstedt

 

 

Gründerin setzt auf „ostfriesischen Glückskeks“

Vera Buschmann eröffnete ihr Geschäft „plattgemacht“ in Leer

Leer. Die gelernte Kauffrau im Groß- und Einzelhandel, Vera Buschmann, eröffnete in der Altstadt von Leer ihr Geschäft „plattgemacht“ Mitte Oktober. „Der kleine Laden mit den schönen Sprossenfenstern ist das ideale Zuhause für unsere plattdeutschen Geschenkideen. Nachdem das Konzept und unser Hauptprodukt plattkeks®, ein Glückskeks mit Neujahrskuchengeschmack, der plattdeutsche Weisheiten beinhaltet feststand, konnte ich das Produktdesign und den Onlineshop umsetzen“, erklärt die junge Gründerin, die sich bereits vor zwei Jahren in der Online Marketing-Branche selbstständig machte.

Der plattkeks® ist wohl der ostfriesischste Keks aller Zeiten. „Beim Produzieren der Glückkekse haben wir stark auf Nachhaltigkeit und beste Lebensmittelqualität geachtet. Unser Hersteller im süddeutschen Gondelsheim hat sogar eine eigene Mühle für die Produktion ihrer Backwaren“, so die 29-jährige Jungunternehmerin, die von ihrem Lebensgefährten Lauritz Hinrichs unterstützt wird. „Meine Großeltern haben im Frühjahr nochmal einige Neujahrskuchen zur Geschmacksorientierung gebacken, welche ich dann in die Glückskeks-Bäckerei geschickt habe. Nach einigen Wochen stand die Rezeptur des plattkeks® fest“, so Vera Buschmann.

„Anfangs haben die Kunden im Internet bestellt. Mittlerweile kommen die Keks-Liebhaber aus ganz Ostfriesland nach Leer und kaufen stationär im Geschäft“, so Buschmann weiter. Aufgrund der zahlreichen Zeitungsartikel, der Radiobeiträge und des starken Zuspruchs in den sozialen Netzwerken lief die Neugründung sehr gut an und es gehen täglich viele Pakete raus. „Rund 300 Pakete haben wir im ersten Monat über unseren Onlineshop verschickt. Aktuell gehen einige Aufträge von hiesigen Firmen ein, die unseren plattkeks® zu Weihnachten an Mitarbeiter und Kunden verschenken. Die Banderolen unserer Geschenkkartons gestalte ich nach Wunsch mit Firmenlogo und Weihnachtsgrüßen. Ab einer Bestellung von 5.000 können sogar die Folien der Einzelkekse individuell bedruckt werden“, so die Ostfriesin, die auch in Leer wohnt.

Aber nicht nur als individuelles Firmenpräsent eignet sich die Erfindung, sondern: auf den Kopfkissen einiger Hotels und Ferienwohnungen, in der Gastronomie als Dankeschön, für betriebliche Empfangs- und Besprechungsräume, ja sogar auf den Inselfähren nach Norderney und Juist wird der originelle Glückskeks verteilt. Darüber hinaus wird das Neuprodukt bereits bei den Multi Verbrauchermärkten, bei einigen Edeka- und MARKANT-Märkten und weiteren Einzelhandelsgeschäften verkauft. „Ich wünsche mir, dass die Menschen durch unseren plattkeks® wieder mehr Plattdeutsch sprechen. Die Sprache darf unter keinen Umständen aussterben!“, so die kreative Jungunternehmerin. Mehr Informationen auch im Internet unter www.plattgemacht.de.

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Vera Buschmann ist mit der Geschäftsgründung „plattgemacht“ sehr zufrieden.

Foto: Inge Meyer

 

 

Neu: Abteilung für Arbeitsschutz & Berufsbekleidung

Neubau der ASK Kloska GmbH wird im Frühjahr 2021 eröffnet

Emden. Die Kloska Group verfügt über 18 Standorte von Antwerpen und Rotterdam, in allen Hafenstädten an der Nord- und Ostsee und bis nach Polen. Die neue Halle der ASK Kloska GmbH in Emden im Gewerbegebiet „Am Dollart-Center“ (DOC) startete im Mai dieses Jahr und kommt gut voran. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Emden und der Wirtschaftsförderung war sehr gut und dieser zentrale Standort mit der Autobahnanbindung ist ideal“, betont Uwe Kloska, Firmengründer und Seniorchef bei einem Gespräch auf der Baustelle.

„Auch die Zusammenarbeit mit den Beschäftigten vom Bauamt Emden lief hervorragend“, fügt Bauunternehmer Torsten Thümler hinzu, Generalbauunternehmer aus Rastede. Anfangs musste auf dem rund 6.000 qm großen Gelände Erde ausgekoffert werden, da rund 100 Pfähle gerammt wurden. Danach ging es sehr zügig mit der neuen rund 2.000 qm großen Halle voran, die in der markanten „Kloska-Hausfarbe“ blau schon von weitem zu sehen ist.

Wenn der Kunde den neuen Standort betritt, befindet er sich im Verkaufs- und Ausstellungsraum und kann direkt ins Lager schauen, da das Lager dahinter durch Glasscheiben getrennt ist. „Mit der offenen Bauweise ist angedacht, dass der Kunde direkt ins Lager geht und sich die Artikel aussucht“, erklärt Uwe Kloska, der rund 900 Beschäftige in der Firmengruppe beschäftigt. Die beiden Abteilungen „Technischer Großhandel“ und „Windenergie-Offshore“ sind in den Büroräumen links und rechts im Verkaufsraum getrennt platziert und ebenfalls einsehbar.

Der Neubau verfügt über neueste Technik, ist mit Fußbodenheizung und Klimaanlagen für die Büros sowie Lichtbänder im Hallendach ausgestattet. Neu ist die große Abteilung für Arbeitsschutz und Berufsbekleidung mit Umkleidekabinen im Obergeschoss. „Wir bieten das komplette Sortiment an Arbeitsschutz an und es kann alles mit dem Logo des Kunden bestickt und bedruckt werden“, so Kloska, der gebürtig aus der Stadt Weener kommt. Zudem befindet sich ein Schulungsraum im Obergeschoss, der mit modernster Technik ausgestattet ist.

„Trotz Corona liegen wir mit der Bauzeit im Plan und werden voraussichtlich zur Jahresmitte nächsten Jahres einziehen. Dann geben wir die angemieteten Räume an der Nesserlander Straße auf“, so Kloska weiter. „Mit den Innenausbauarbeiten sind wir bereits angefangen und es läuft gut mit“, bestätigt der Bauunternehmer Thümler. Außerdem ist es möglich, die Halle zu einem späteren Zeitpunkt zu erweitern, wenn dies erforderlich ist. Auch Parkplätze gibt es ausreichend am neuen Standort.

„Wir würden gerne einen Tag der offenen Tür zur Eröffnung veranstalten, aber bislang ist alles abgesagt worden. Auch die Windenergy und die SMM, auf denen wir immer stark vertreten waren, gab es in diesem Jahr nicht“, sagt Uwe Kloska abschließend. Mehr Informationen auch im Internet unter www.kloska.com

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Im Obergeschoss der Halle kommt die neue Abteilung für Arbeitsschutz.

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Kloska-Seniorchef und Firmengründer Uwe Kloska (links) ließ sich von Bauunternehmer Torsten Thümler über den Baufortschritt der neuen Halle informieren.

Mit „Sicherheit“ gegen Corona auftreten

Erstes Webinar für Selbstständige in Moormerland

Moormerland. Erstmals veranstaltete die Gemeinde Moormerland Anfang November ein Webinar zu dem Thema „Weiche Faktoren in Krisenzeiten“ mit der Referentin Christine Warnke aus Oldenburg. Rund 16 Selbstständige nahmen an dem Vortrag teil, in dem zahlreiche Hilfestellungen in Corona-Zeiten gegeben wurden.

Zum einen setzt sich die Identität als Arbeitgeber und auch als Arbeitnehmer wie folgt zusammen: über meine Arbeitsleistung, Körper & Gesundheit, materielle Sicherheit sowie soziale Beziehungen und Werte & Normen. Wenn ich nun an Corona erkranke, geht es mit der Gesundheit bergab, ich kann nicht arbeiten, die materielle Sicherheit bröckelt auch und soziale Beziehungen bleiben ohnehin mit dieser Krankheit auf der Strecke. „Wenn beispielsweise meine Gesundheit eingeschränkt ist, ich aber ein gutes finanzielles Polster habe, kann sich das ausgleichen“, machte die Organisationsberaterin klar.

Zum andern kann ich die Krise als Chef meistern, in dem diese vier Phasen durchlaufen werden: Erst kommt der Schock, dass es jetzt diese Krankheit gibt, dann kommt die Realisation, denn Corona bleibt und wir müssen damit leben und arbeiten und dann geht es ganz schnell an die Bearbeitung. „Wenn sie als Kapitän den Kurs nicht wissen, laufen sie nicht in den richtigen Hafen ein und erst recht nicht ihre Beschäftigten“, brachte es Warnke auf den Punkt. Es muss ein Krisenplan her, in diesem Fall oft ein Hygieneplan und Mitarbeiter-Notfallplan, und es muss in der vierten Phase dingfest gemacht werden, ob ich mich als Chef mit meiner Firma neu orientieren muss. Klassisches Beispiel hier: Ein Internetshop als Alternative zum stationären Handel.

Die Referentin beantwortete einige Fragen: Wie kann ich mit den übertriebenen Ängsten meiner Beschäftigten umgehen, die Angst vor Kurzarbeit, Jobverlust und Überschuldung haben sowie vor der Erkrankung überhaupt? „Wichtig ist, dass sie als Arbeitgeber Sicherheit und Besonnenheit ausstrahlen. Denn wenn sie nicht sicher sind, sind es ihre Beschäftigten auch nicht.“ Um diese Sicherheit zu finden, sollte man sich externe Hilfe holen, da der Zeitfaktor eine Rolle spielt, und nicht beratungsresistent sein. Wenn es beispielsweis zur Neuorientierung in einem Unternehmen kommt, haben die Mitarbeiter davor in der Regel auch Angst, denn Veränderungen sind nicht immer gemütlich. Ein Tipp hier: „Nehmen sie diejenigen gut mit, die mitgehen möchten!“

Seit fünf Jahren in Leer ansässig

Diplom-Ingenieurin Elke Heine ist auf „digitales Bauen“ spezialisiert

Leer. Die Bauingenieurin Elke Heine eröffnete vor fünf Jahren ihr Ingenieurbüro auf der Nesse-Halbinsel in Leer und ist mit der Auftragslage sehr zufrieden. „Trotz Corona haben wir weitergearbeitet. Mittlerweile zählen zum Beispiel einige Bauunternehmen, Kommunen sowie Immobilienbüros und natürlich KMU-Betriebe zu unseren Kunden“, sagt Diplom-Ingenieurin Elke Heine, die sich auf „Digitalisierung im Bau“ spezialisiert hat.

Auch in der Baubranche haben „digitale Arbeitsprozesse“ längst Einzug erhalten. Das Ingenieurbüro Elke Heine bietet Beratung und Leistungen von der Planungs- über die Bauphase bis hin zur energiesparenden Bewirtschaftung an. „Wir beraten verschiedene Branchen, zum Beispiel Bauunternehmen, Kommunen, die Industrie und das bundesweit“, erklärt die Bauingenieurin, die über eine zwanzigjährige Berufserfahrung verfügt.

Passgenaue digitale Daten für Bestandsgebäude erstellen die Unternehmerin und ihr Team mittels eines 3D-Laserscans, aus dessen Daten ein 3D-Modell angefertigt wird. Das 3D-Modell dient als Grundlage für weitere Leistungen in den Bereichen Planen, Bauen und Bewirtschaften.

Oft nutzt das Büro das 3D-Modell zur Erstellung von Energetischen Sanierungsfahrplänen für kommunale Liegenschaften. Hier werden vom Bund über die BAFA Fördermittel zur Verfügung gestellt, die über das Büro beantragt werden können. Auch für die geförderte Energieberatung im Mittelstand und für Großbetriebe, hier ist das Energieaudit verpflichtend, ist Elke Heine als Beraterin eingetragen.

„In der Planung von Baumaßnahmen nutzen wir 3D-Modelle in der Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM).“ Diese Arbeitsmethode soll Standard in der Baubranche werden. Das Ingenieurbüro Elke Heine arbeitet bereits seit fünf Jahren mit dieser Methode. „Für Immobilienbüros haben wir mittels der 3D-Modelle Videos zur Visualisierung von Immobilien erstellt“, so Heine weiter. Die Visualisierung dient zur effektiven Vermarktung von noch nicht errichteten Gebäuden.

Sogar Bauanträge für Kleinkraftwindanlagen, die sich schon an einigen Firmenstandorten drehen, hat die Ingenieurin und gelernte Maurerin fast ein Dutzend Anträge in der fünfjährigen Selbstständigkeit bearbeitet.

Mittlerweile gehören Auftraggeber aus dem ganzen Weser-Ems Gebiet zum Ingenieurbüro von Elke Heine. „Für Energieaudits und 3D-Visualisierung haben wir auch bundesweit Firmenkunden“, so die Spezialistin, die bis ins Neue Jahr 2021 über eine gute Auftragslage verfügt. Mehr Informationen auch im Internet unter www.ingenieurbuero-heine.de.

Bildunterschrift: Bauingenieurin Elke Heine hat sich vor fünf Jahren in Leer selbstständig gemacht.

Pandemie ist eine Herausforderung

Wirtschaftsförderkreis Harlingerland geht neue Wege

Von Ilka Himstedt

Wittmund. „Es war ein anderer Sommer. Es war ein anderes Jahr“- so klingen die ersten Zeilen aus dem aktuellen Song der Band „Silbermond“. Und genau diese Zeilen treffen für 2020 auch auf das Wirken des Wirtschaftsförderkreises Harlingerland zu.

 

Denn auch hier wirbelte Corona alles durcheinander und zwang die Verantwortlichen des Vereins zu neuen Wegen. Und die wurden vor allem digital beschritten. So gab es den Existenzgründersprechtag und diverse Vorträge etwa über Marketing-Strategien für Soloselbständige im Onlineformat. Auch das traditionelle Neujahrsgespräch soll dieses Mal statt im Kreishaus im Internet stattfinden. Darüber hinaus bestand wegen Covid-19 ein großer Beratungsbedarf. Über Festnetz zu den Geschäftszeiten und nach Dienstschluss über das Handy, über facebook oder per Mail informierten sich viele Gewerbetreibende über Förderungen und suchten Rat bei Existenzgefährdung.

„Das war oft sehr emotional. Wir konnten oft, aber leider nicht immer helfen, aber mental unterstützen und Orientierung geben“, so Geschäftsführer Frank Happe, dem seine Erfahrung als ehemaliger Berater für Restrukturierung und Coach bei dieser besonderen Herausforderung sehr zu Gute kam. Viele Projekte konnten in die Tat umgesetzt werden, beispielsweise zu den Themen mobiler Wochenmarkt oder Onlinehandel.

Hauptaufgabe blieb natürlich auch in Corona-Zeiten die regelmäßige Telefonkonferenz mit der NBank und als Multiplikator die Weitergabe der aktuellen Informationen in die Fläche. Aber die Pandemie forderte auch seine Opfer. So musste der Jobbulli seinen Dienst vorübergehend einstellen, und die für den 2. November geplante Mitgliederversammlung musste abgesagt werden. Auch hier wäre eine Online-Version denkbar gewesen, aber der Wirtschaftsförderkreis har sich dagegen entschieden und hofft die Versammlung im kommenden Jahr live durchführen zu können.

Online mittels Zoom wird es dagegen das nächste Netzwerktreffen geben. Aufgrund der aktuellen Situation wurden allerdings die Schwerpunkte etwas angepasst. Termin ist der 23. November um 19.00 Uhr mit den Themen Überbrückungshilfen und Nothilfeprogramme, Umsatzsteuersatzänderungen, Bundeszuschüsse, Liquiditätskredite, und AN-Bonus sowie Steueränderungen durch CORONA und Kassenführung / TSE.

Bildunterschrift:

Von links: Geschäftsführer Frank Happe, Anke Behrend und Detlef Ommen von der Wittmunder Geschäftsstelle mussten im Corona-Krisenjahr neue Wege gehen.

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