Der Kaisersaal mit den Veranden Luise & Wilhelmine

Restaurant Palee im Strandhotel Hohenzollern jetzt in neuem „Look“

Borkum. In nur zweimonatiger Bauzeit wurde unter der Leitung des niederländischen Innendesigners Addie Rozema von der Firma Zoingericht in Zusammenarbeit mit größtenteils Borkumer Firmen das Restaurant PALÈE im Strandhotel Hohenzollern von anno 1898 am Borkumer Hauptstrand renoviert. „Vor 16 Jahren haben wir das Strandhotel Hohenzollern eröffnet, und im letzten Jahr sind alle 22 Suiten und Zimmer neu ausgestattet. Nun ist das Restaurant komplett renoviert worden“, informiert Bauunternehmer Günter Terfehr aus Rhede, der auch geschäftsführender Gesellschafter des Hotels ist.

Wir haben das Restaurant mit dem Kaisersaal und den beiden Veranden Luise und Wilhelmine Anfang März wiedereröffnet“, sagt Sonja Eden, Hotelleiterin im Strandhotel Hohenzollern. Es gibt nur wenige Häuser auf der Insel im Hochseeklima, die über so viel Geschichte verfügen wie das Strandhotel Hohenzollern. „Bei der Renovierung war uns wichtig, die Historie des Hauses zu unterstreichen. Diesbezüglich war uns Klaas Bakker vom Heimatverein sehr behilflich und hat uns Bildmaterial aus dem Archiv herausgesucht“, so Sonja Eden, die das 4-Sterne-Hotel mit einem Team von rund 25 Beschäftigten leitet.

Nachdem das Restaurant teils entkernt wurde, erhielt der Parkett-Fußboden einen neuen Schiff und das Mobiliar auf den beiden Veranden, wo jeweils 30 Gäste mit Meerblick speisen können, ist neu. Die Bestuhlung in beige und die Tische in hellen Holztönen passen zu dem historischen Hotel.

Der „Kaisersaal“ bietet für rund 50 Gäste Platz und dort wurde eine feste Buffet-Straße für das Frühstück montiert. „Zudem habe wir jetzt auch die Möglichkeit, den Gästen auch Show-Cooking mit Zubereitung der Speisen oder Themenbuffets anzubieten“, so Eden weiter. Dazu kann die Cocktailbar, beispielsweise für Eierspeisen in den Morgenstunden, einfach umgebaut werden.

Außer komplett installierter LED-Beleuchtung wurde die Bestuhlung im „Kaisersaal“ neu bezogen und die historischen Säulen sind nun weiß. Etwas Besonderes sind die drei großen Fotoleinwände vom Heimatverein Borkum. An langen Tischen und mit Kellnern in schwarz-weißen Anzügen wurden schon zu Kaiserzeiten große Feste gefeiert. „Rechts an der Wand sehen wir eine Strandepisode und den Musikpavilion, dort finden nachwievor die Kurkonzerte statt.“ Darüber hinaus wird der Platz gegenüber dem neuen Buffet jetzt als Lounge-Ecke mit senffarbenen Sofas genutzt.

Von den Gästen und Borkumern haben wir eine gute Resonanz bekommen. Außerdem wird das neue Restaurant, in dem wir insgesamt knapp 120 Gäste platzieren können, auch gerne für Familienfeiern, Hochzeiten oder Geburtstage genutzt“, informiert die Hotelleiterin. Und für die kleinen Gäste gibt es eine Indoorspielanlage, während die Erwachsenen am Tisch im Restaurant sitzen.

Für dieses Jahr möchten wir noch freie Ausbildungsplätze im Hotelfach und als Koch vergeben“, so Eden. Denn: Die Ausbildung junger Menschen wird im Strandhotel Hohenzollern mit insgesamt 80 Betten auf vier Etagen großgeschrieben. „Zurzeit bilden wir Hotelfachleute und einen Koch aus. Es gehört zu unserem Anspruch, gut qualifiziertes Personal selber auszubilden.“ Auf der Insel gibt es nur noch vereinzelt Betriebe, die im Hotelfach ausbilden. Mehr Informationen auch im Internet unter www.strandhotel-hohenzollern.com.

 

40 Jahre „Müll-Kompostwerk“

5.MKW Aktionstage in Großefehn erneut ein voller Erfolg

Mittegroßefehn. Seit 2012 locken die MKW-Aktionstage in Großefehn alle zwei Jahre bis zu 10.000 Besucher an. Auch in diesem Jahr waren trotz 2-jähriger pandemiebedingter Pause wieder 10.000 Besucher in Großefehn. Mit der 5. Veranstaltung wurde gleichzeitig das 40-jährige Firmenjubiläum des Materialkreislauf- und Kompostwirtschaft GmbH & Co. KG gefeiert.

Grußworte überbrachte Aurichs Landrat Olaf Meinen und Bürgermeister Erwin Adams. Adams hob die offene Informations- und Kommunikationspolitik der MKW hervor. Das Unternehmen sei ein moderner Dienstleister. Auch wenn nicht alles ohne Lärm und Gerüche ginge, so sei alles „in einem Maß, mit dem man leben kann“. MKW sei stets um Lösungen bemüht, wenn es Probleme gebe. „Der Rat steht hinter dem Unternehmen“, so Adams.

Hans-Hermann Dörnath gab in seiner Ansprache einen Einblick in die Historie des Unternehmens. Ursprünglich wurde MKW 1982 als Tochterunternehmen des Landkreises Aurich gegründet, mit dem Ziel ein Kompostwerk aufzubauen und die Mülldeponie in Großefehn zu betreiben. Die Abkürzung MKW stand damals noch für „Müll-Kompostwerk“. Die Geschichte der MKW sei seitdem bewegt gewesen und von Wandel geprägt. Ursprünglich ging es um die Abfallbeseitigung auf Deponien, heute geht es um die Kompostierung organischer Abfallanteile und ständiger Innovation in der Abfallwirtschaft mit neuesten technischen Möglichkeiten.

Bereits früh zeigte sich das Unternehmen als Vorreiter in vielen Bereichen, auch im rechtzeitigen Erfüllen gesetzlicher Anforderungen. Aus dem ursprünglichen MKW für „Müll-Kompostwerk“ wurde die heutige Abkürzung für „Materialkreislauf- und Kompostwirtschaft GmbH & Co. KG“. Der Betrieb ist ein kommunaler Eigenbetrieb des Landkreises der von 11 Mitarbeiter im Jahr 1990 auf heute 150 Mitarbeiter bauen kann. Waren es im Jahr 1992 noch 500.000 DM Kapital, sind es heute zehn Millonen Euro Kapital, bei einem Umsatz von 18,5 Millionen Euro.

Zahlreiche Aktionen, Gewerbestände, Dienstleister, Künstler, Chöre oder Vereine waren an zwei Tagen im Mai auf einer der größten Open-Air-Veranstaltung vor Ort. Unter dem Motto „Regional, Nachhaltig, Großartig“ war für jeden Besucher etwas dabei. Zu den Ausstellern vor Ort gehörten viele Firmen: zum Beispiel Hinrich Goes, Dellentechnik Schmidt, Rudolf Bohlje Kraftfahrzeug GmbH, Lanfer Energie, Fahrschule Sven Hattermann, Heykes Kräne und weitere Unternehmen.

Bildunterschrift

Großefehns Bürgermeister Erwin Adams, Landrat Olaf Meinen und MKW-Geschäftsführer Hans-Hermann Dörnath begrüßen die Gäste zum Jubiläum im Festzelt.

Fotos: Ute Müller

Erfolgreiche Personaldienstleistungen seit 26 Jahren

 

Aus der Abiant Gruppe Deutschland wird die Rensel Gruppe 

Moormerland-Neermoor. Seit 26 Jahren arbeitet die Diplom-Ökonomin Ute Erfeling-Veldmann erfolgreich in der Zeitarbeitsbranche, zuletzt über ein Jahrzehnt als Geschäftsführerin für die Abiant Gruppe in Deutschland, deren Holding ihren Sitz in Groningen hat. Mit dem Kauf und der damit einhergehenden Umbenennung in Rensel wurden alle 450 Beschäftigte von der Abiant Gruppe Deutschland übernommen. „Wir arbeiten seit 26 Jahren erfolgreich mit unseren Geschäftspartnern zusammen. Diesen Erfolgskurs setzen wir gemeinsam unter dem neuen Namen Rensel fort und freuen uns auf die zukünftigen Herausforderungen“, sagt Ute Erfeling-Veldmann, die sich mit den Niederländern beim Kauf der Abiant Gruppe Deutschland einig wurde.

Die Rensel Gruppe besteht aus den Geschäftsfeldern „Personaldienstleistungen“, „Projektarbeiten im Werkvertrag“ und „Agrardienstleistungen“. Diese drei Standbeine spiegeln sich auch in den Hausfarben der Rensel Gruppe wider: „Das Blau steht für die Metallbranche und den Schiffbau, das Grau für das produzierende Gewerbe und die Logistikbranche und das Grün für die Sparte Agrar“, informiert Ute Erfeling-Veldmann.

Darüber hinaus übernimmt das Team der Rensel Gruppe Festaufträge, insbesondere Werkverträge im Werftgeschäft. „Zurzeit bauen wir die Sparte Pflege auf mit Fachkräften auf sowie Helferinnen und Helfern“, informiert die alte und neue Chefin, die nachwievor am Verwaltungssitz im Gewerbegebiet Neermoor an der Autobahn A 31 regelmäßig Kaufleute für Bürokommunikation und auch Personalkaufleute ausbildet.

Als wir im Jahr 2008 hier in das neue Verwaltungsgebäude eingezogen sind, waren wir rund fünf Mitarbeiter. Nun beschäftigen wir 14 Verwaltungsleute und legen dabei viel Wert auf eine gute Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung“, hebt Erfeling-Veldmann hervor. Seit dem Start der neuen Firma Rensel am 1. April dieses Jahres wird wie gewohnt tariflich gezahlt und auch berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung wird seitens der Geschäftsleitung unterstützt. Die Neermoorer sind u.a. Mitglied im Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ).

Einzugsgebiet ist ganz Niedersachsen

Das bewährte Team mit insgesamt 20 Disponenten und Projektmitarbeitern ist in ganz Niedersachsen und auch in Bremen / Bremerhaven tätig“, so Erfeling-Veldmann, die während der Verkaufsverhandlungen das Team 100prozentig hinter sich hatte. Von den Standorten in Bremerhaven, Zeven, Cloppenburg, Dörpen, Papenburg und Lemwerder werden die Beschäftigten mit sämtlichen Arbeitsmitteln und Bekleidung ausgestattet und disponiert. Der Fokus liegt auf Mitarbeitergewinnung, hierbei werden regelmäßig Bewerber- und Informationstage veranstaltet. „Als Dienstleistungsfirma sind unsere fachlich gut ausgebildeten Beschäftigten das A und O in der Branche. Das schätzen die Firmenkunden und mit vielen arbeiten wir seit Jahrzehnten zusammen“, betont Ute Erfeling-Veldmann abschließend.

Umzug in ein historisches Gebäude

Scan-Service Centrum Nord-West bezieht neue Räumlichkeiten in Weener

Weener. Die Firma Scan-Service Centrum Nord-West zog Ende April diesen Jahres an den neuen Standort in die Norderstraße 19 in Weener ein. „Meine Frau und ich leben jetzt seit zehn Jahren in Ostfriesland und wir freuen uns, dass wir in Weener bleiben und in diese historischen Räume einziehen konnten“, sagt Joachim Wenke, Geschäftsführer der Firma Scan-Service Centrum Nord-West.

Vor acht Jahren machten sich Joachim und Andrea Wenke sowie Dennis Skibba mit der Dienstleistung Aktenarchivierung und Digitalisierung in Weener selbstständig. „Wir sind gut durch die Corona-Krise gekommen, aber es war auch eine große Herausforderung für uns. Nicht jeden Beschäftigten haben wir halten können. Da kam der plötzliche Umzug für uns zur Unzeit. Doch das Glück war wieder mit uns, und wir konnten in das historische „Fronehaus“ einziehen – ein Haus mit einer über 360-jährigen Geschichte“, sagt Joachim Wenke, der gerade seinen 60-igsten Geburtstag feierte und über eine 40-jährige Berufserfahrung in der Branche verfügt.

Der neue Standort von Scan-Service Centrum verfügt über großzügige Lager- und Archivräume, sowie Scan-Räume für die unterschiedlichsten Scannersysteme, wie zum Beispiel Hochleistungsscanner, Zeichnungs- und Filmscanner sowie einen neuen Buchscanner. „Ein Schmuckstück ist der Besucherraum im Erdgeschoss, den wir auch als Besprechungszimmer nutzen“, fügt Wenke hinzu. Vor drei Jahren ist das denkmalgeschützte Gebäude saniert worden und verfügt somit über eine hervorragende IT-Infrastruktur. Weitere Räumlichkeiten für Verwaltung und IT befinden sich im Obergeschoss. Überdies stehen Parkplätze am Bürohaus zur Verfügung.

Zum bundesweiten Kundenstamm zählen sowohl kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als auch Global Player, Unternehmen der Energie- und Metallbranche, aus der Fertigungsindustrie, als auch Kommunen, caritative Einrichtungen und Stiftungen. „Online-Beratungen und –Präsentationen haben gerade in der Corona-Zeit zugenommen, und wir werden dies auch vom neuen Standort weiter anbieten.“, so der IT-Leiter Dennis Skibba.

Darüber hinaus ist das Dienstleistungsunternehmen Mitglied in mehreren unternehmerischen Netzwerken. „Wir werden, wo immer wir es für sinnvoll erachten, wieder bei Messen und Veranstaltungen, wie zum Beispiel bei der Ems-Achse, präsent und aktiv dabei sein“, hebt Wenke abschließend hervor.

Mehr Informationen unter www.scanservicecentrum.de.

Emden ist High-Tech Standort für Elektromobilität

One of the first ID.4 to be built on the
assembly line in Emden.

Produktion des vollelektronischen ID.4 startete in der Emder Fabrik

Emden. Volkswagen treibt die Ausrichtung seiner Werke in Richtung Elektromobilität voran. Mit dem Produktionsstart des vollelektrischen ID.4 in Emden erweitert VW sein globales Produktionsnetzwerk für E-Autos. Nach Zwickau und den chinesischen Werken in Anting und Foshan folgt Emden nun als zweiter deutscher E-Standort.

Noch dieses Jahr gehen auch Chattanooga (ID.4) und Hannover an den Start. Damit schafft Volkswagen bereits 2022 die Voraussetzungen dafür, perspektivisch an ihren Standorten in Europa, USA und China 1,2 Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf MEB-Basis zu bauen. In Emden hat Volkswagen rund eine Milliarde Euro in den Umbau des Werks mit seinen 8.000 Beschäftigen investiert. Emden ist damit der erste High-Tech-Standort für Elektromobilität in Niedersachsen. Bis 2026 investiert der Volkswagen Konzern insgesamt 21 Milliarden Euro im Bundesland und macht Niedersachsen zu Deutschlands Zentrum für Elektromobilität.

Der zügige Ausbau der Fertigungskapazitäten für unser Erfolgsmodell ID.4 ist ein wichtiger Baustein unser ACCELERATE Strategie. Wir beschleunigen damit die Transformation in Richtung CO2-freier Mobilität und schaffen weitere Kapazitäten, um die hohe Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu bedienen“, sagte Volkswagen CEO Ralf Brandstätter. „Mit unserem klaren Bekenntnis zum Standort wollen wir zeigen, dass Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit in der Region nicht nur möglich sind, sondern wir diese auch nachhaltig steigern können.“

Dazu Christian Vollmer, Produktions- und Logistikvorstand der Marke Volkswagen: „Der konsequente Ausbau des Produktionsnetzwerkes ist entscheidend für den Erfolg unserer globalen E-Offensive. Mit den Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir in Emden gesammelt haben, können wir die Transformation auch in weiteren Werken schnell und effizient vorantreiben. Grundlage dafür sind innovative Produktionskonzepte und hochqualifizierte Teams. So machen wir mit unserer ACCELERATE Strategie Tempo – weltweit, in Deutschland und hier in Niedersachsen.“

Der Produktionsstart des ersten vollelektrischen Modells am Standort markiert einen unvergleichlichen Meilenstein für das gesamte Emder Team. Wir haben uns in den vergangenen zwei Jahren intensiv auf die Produktion des ID.4 vorbereitet und dem heutigen Moment entgegengefiebert. Zu erleben, wie jetzt der ID.4 in Emden vom Band rollt, erfüllt uns mit Stolz. Stolz darauf, die E-Strategie von Volkswagen aus Emden heraus zu beschleunigen. Mit dieser grandiosen Mannschaftsleistung erweitern wir unsere langjährige Produktionstradition erfolgreich“, so Uwe Schwartz, Leiter der Emder Fabrik. Und Manfred Wulff, Betriebsratsvorsitzender Werk Emden, ergänzt: „Der Betriebsrat hat sich für Investitionen in die Elektromobilität in Emden stark gemacht. Dann haben wir in Ostfriesland bewiesen, dass Volkswagen innerhalb von zwei Jahren eine Fabrik auf Elektromobilität umrüsten kann. Der ID.4 ist unser erfolgreicher Start in die elektrische Mobilität. Folgen wird im nächsten und übernächsten Jahr der AERO B als Limousine und Variant. Emden spielt nun ganz vorne mit bei der Elektromobilität. So sichern wir nachhaltig Arbeitsplätze in unserer Region mit drei vollelektrischen Autos aus ostfriesischer Produktion. Mein Dank gilt der großartigen Mannschaft, die alles erfolgreich vorbereitet und umgesetzt hat.“

Trotz der globalen Herausforderungen während der zweijährigen Umbauphase startet der Anlauf des Fahrzeugs im Zeitplan. Die maximale Produktions-Kapazität in Emden wird Ende 2022 – abhängig von der Versorgungslage – bei bis zu 800 ID.4 pro Werktag liegen.

Im Zuge des Werkumbaus sind sechs neue Fertigungshallen und Logistikgebäudesowie fünf neue Förderbrücken mit insgesamt rund 125.000 Quadratmetern entstanden. Grundstein für die gelungene Transformation ist das Qualifizierungskonzept am Standort Emden, das aus fertigungsnahen und virtuellen Trainings am Produkt sowie dem Austausch mit dem Volkswagen Standort Zwickau besteht. Seit dem Frühjahr 2020 waren mehr als 400 Mitarbeitende aus Emden in Zwickau im Einsatz, um sich auf die Fertigung von E-Fahrzeugen vorzubereiten.

Viele Neukunden aus allen Branchen

 

Neue Halle für weitere 950 Container bei der Firma Lager 3000 GmbH

Wiefelstede. Die neue rund 5.000 Quadratmeter große Halle der Firma Lager 3000 GmbH mit einer Investitionssumme in einstelliger Millionenhöhe in Wiefelstede ist weitgehend fertiggestellt. „Zur Jahresmitte 2020 inmitten von Corona sind wir angefangen und nun ist der Neubau trotz Lieferengpässe beim Material weitgehend fertiggestellt geworden“, informiert Oliver Riemer, geschäftsführender Gesellschafter der Lager 3000 GmbH.

Die Vorgespräche fanden allerdings schon im Jahr 2019 statt. Zudem haben wir ein angrenzendes rund 3000 Quadratmeter großes Grundstück dazu gekauft“, informiert Oliver Riemer, der rund 100 Festangestellte und regelmäßig zehn studentische Aushilfen beschäftigt. Zurzeit sind rund 2.500 Container in Wiefelstede eingelagert und in der rund 5.000 Quadratmeter großen Halle passen zusätzlich 950 Container.

Die neue Lagerhalle verfügt über ein Meisterbüro. Eine Mitarbeiterin legt gerade den Meistertitel für Lagerlogistik ab und wird das Büro zukünftig leiten“, erklärt Diplom-Kaufmann Florian Stascheit, Prokurist bei Lager 3000. Regelmäßig bildet das mittelständische Unternehmen in Büro- und Lagerberufen aus, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden.

Der Datenschutz an sich muss wegen Corona eigentlich neu aufgestellt werden, denn so etwas wie Home-Office und dergleichen hat es ja noch nie gegeben. Als Dienstleistungsunternehmen scannen und archivieren wir die Papierakten für unsere Kunden und stellen diese digitalisierten Daten auf Kundenabruf zur Verfügung“, erklärten Riemer und Stascheit. Mit der Beschleunigung der Digitalisierung hat auch das Geschäft bei Lager 3000 an Fahrt aufgenommen. „Wir konnten Neukunden in der Pandemie dazu gewinnen und zwar quer durch alle Branchen“, so Oliver Riemer, dessen Firma es schon seit über 22 Jahren gibt, und die vom Vater Heinz Riemer gegründet wurde.

Rund 500 Kunden vertrauen auf den Komplettservice der Ammerländer, darunter zum Beispiel Banken, Versicherungen, Wirtschaftskanzleien sowie Gerichte und Pharmakonzerne. Dafür stehen von Hybrid- bis zur digitalen Aktenarchivierung große, temperierte Hallen zur Verfügung, in dem die Originalakten lagern. Alle Scan-Arbeitsplätze sind technisch auf den neuesten Stand und die Fachkräfte werden größtenteils selber ausgebildet.

Ob das Archivmanagement, das Einscannen des täglichen Posteingangs bis hin zur Bereitstellung der Akten – ein Gesamtpaket „Alles aus einer Hand“. „Wir sind ein Gesamtdienstleister und erledigen nicht nur Teilaufträge. Gerade in der Pandemie, wo sehr viele Beschäftigte einen Heimarbeitsplatz vorgezogen haben, kam die hochwertige Qualität unserer Dienstleistung mit sofortigem Zugriff auf die Daten zum Tragen“, erklärt Stascheit. Außerdem gehören zum Unternehmen die Speditionen Walter Bötticher, Willi Richter und Uhe mit Sitz in Wilhelmshaven, so dass selbst große „Aktenberge“ bundesweit mit dem eigenen Hol- und Bringdienst archiviert werden können. Mehr Informationen unter www.lager3000.de.

Stadterlebnis im grünen Paradies

Interview mit Ingo Leffers und Talke Schneider zur Rhodo 2023

Westerstede. Zum 15. Mal fanden die Rhododendron-Festtage, kurz RHODO, im Jahr 2018 in der Kreisstadt Westerstede mit rund 24.000 Einwohnern statt. Immer im vierjährigen Rhythmus sollte die Fachschau der grünen Branche mit gekoppelter Verbraucherausstellung eigentlich wieder in diesem Jahr stattfinden. Doch ein großes Ereignis steht im nächsten Jahr an: Das 900-jährige Stadtjubiläum findet gleichzeitig mit der RHODO vom 13.-21. Mai 2023 statt.

In dem folgenden Interview geben die Organisatoren einen Einblick in die Planungen.

1) In ungefähr elf Monaten findet das „Ereignis ohne Grenzen“ statt. Haben Sie die Planung für das Stadtjubiläum & RHODO schon abgeschlossen oder sind Sie noch bei der Feinjustierung?

Die 16. RHODO verfügt über ein anderes Konzept, also keine reine Pflanzenausstellung mit Pagodenzelten, wo Produkte und Dienstleistungen angeboten werden, sondern eine barrierefreie RHODO zum Entdecken. Auf einer Fläche von rund 24.000 qm zeigt die Bepflanzung den Weg auf und wir nehmen keinen Eintritt, insofern muss auch nicht abgesperrt werden.

Dabei stellen wir bewusst Ecken in der Kreisstadt in den Fokus, die von Gästen und Besuchern nicht so oft frequentiert werden, beispielsweise unser Park Thalenweide mit Wasserteich am Turmcafé ist ein Juwel, welches viele Besucher aus den Nachbargemeinden oftmals nicht kennen. Mitten in der Stadt findet also bis zur Bäckerei Hoppmann und Juwelier Schmidt in der Fußgängerzone eine RHODO statt, die mit Verkaufs- und Infoständen rund um das Thema Garten, Kunsthandwerk oder Kulturangebote gestaltet wird. Der Rahmen für die Großveranstaltung mit derzeit 40 eingebundenen Baumschulen, Garten- und Landschaftsbauern, Wirtschaftsforum Westerstede, Planern und vielen anderen Akteuren steht fest. Auch das Logo ist bereits modernisiert worden.

2) 1972 gab es die erste RHODO in der „Rhododendronstadt im Grünen“. Seit der Zeit wurde die überregional bekannte Ausstellung stetig ausgebaut.

Werden sich bei der 16. Ausstellung wieder Wiesmoorer Betriebe sowie Firmen aus dem ostfriesisch-oldenburgischen Raum präsentieren?

Die RHODO ist eine Leuchtturm-Veranstaltung im Jubiläumsjahr, auf der die Wiesmoorer Firmen, Betriebe aus dem Ammerland, Oldenburg und Ostfriesland sowie der Bund deutscher Baumschulen e.V. immer vertreten waren. Auch in der Projektsteuerungsgruppe, die nun wieder am 22. Juni tagt, gehen wir davon aus, dass die Wiesmoorer Firmen uns wieder unterstützen. Es wird ja eine Ausstellung in der Stadtmitte sein, die teils erst am Ende des Stadtjubiläums zum Jahresende abgebaut wird, insbesondere die Dauerbeete.

3) Sonst lag der Eintrittspreis immer so knapp über zehn Euro pro Erwachsener.

Wie machen Sie das mit den Kosten, wenn Sie keinen Eintritt erheben?

Gewisse Kosten, beispielsweise für die Absperrung, Beschallung, Sicherheitskräfte, Zeltaufbau, das große Pflanzenzelt wird es nicht mehr geben, oder Kassenhäuschen fallen weg. Dennoch haben wir eine Kostenaufstellung gemacht und planen circa 250.000 Euro in unseren Haushalt ein. Zudem gibt es zahlreiche Sponsoren aus Handel, Handwerk und Gastronomie. Für uns als Stadt sind RHODO und Stadtjubiläum ein Teil der Wirtschaftsförderung.

4) Mit wie vielen Gästen aus Deutschland und den Niederlanden rechnen Sie und wer übernimmt die Schirmherrschaft?

In der Regel dauerte die RHODO immer von Himmelfahrt bis Pfingsten und rund 80.000 Besucher aus ganz Deutschland und den Niederlanden kamen nach Westerstede. Nun rechnen wir mit rund 60.000 Besuchern. Die Gespräche über die Schirmherrschaft übernimmt Bürgermeister Michael Rösner selber. Es ist richtig, dass beispielsweise schon Ex-Umweltminister Klaus Töpfer und auch der ammerländer Astronaut Thomas Reiter die Aufgabe der Schirmherrschaft übernommen hat. Auch dieses Mal wird es wieder eine prominente Person sein.

Zur Eröffnung am 13. Mai wird es ein Konzert geben mit einem Künstler der deutschen Popmusik. Auf dem Albert-Post-Platz bei der EWE-Geschäftsstelle wird eine Bühne aufgebaut und wir rechnen mit rund 5.000 Besuchern zur RHODO-Eröffnung. Es wird ein kostenpflichtiges Open-Air Konzert sein.

5) Wann eröffnen Sie das Stadtjubiläum und welche Gäste werden im Jubiläumsjahr 2023 erwartet?

Die Eröffnung des 900-jährigen Stadtjubiläums wird am 22. Februar mit einem kirchlichen Festakt in der Sankt-Petri Kirche sein. Urkundlich wurde die Kirche am Marktplatz auch vor 900 Jahren erwähnt. Neben Veranstaltungen auf der EWE-Bühne und der Freilichtbühne wird es eine Fotoausstellung geben und viele andere regelmäßige Veranstaltungen. Zum Stadtjubiläum unter dem Motto `900 Jahre Westerstede – das Stadterlebnis` rechnen wir eher mit Tagesgästen aus der Region.

Die RHODO ist eher touristisch ausgelegt und viele Gäste verbinden das mit ein paar Urlaubstagen. Dafür stehen acht Hotels zur Verfügung, die zu dieser Zeit immer gut ausgelastet waren.

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