Kategorie: Thema

Weltleitmesse für On- und Offshore

 

Die WindEnergy Hamburg findet vom 1-4. Dezember 2020 statt

Hamburg. Das weltweit führende Windenergie-Event, die WindEnergy Fachmesse, bringt die wichtigsten Vertreter aus Politik, Industrie und Forschung zu einem unverzichtbaren globalen Treffen zusammen. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Hamburger Weltleitmesse 2020, die eigentlich jetzt im September stattfinden sollte, in der Zeit vom 1.-4. Dezember verschoben.

Die WindEnergy Hamburg gilt als globaler Treffpunkt für die Onshore- und Offshore-Windenergiebranche. Erstmals bietet der Messerveranstalter unter dem Motto #climatefirst ein offenes Konferenz-Konzept für alle Besucher: Drei Bühnen mitten in den Messehallen werden für Keynotes und Diskussionsrunden mit internationalen Experten zur Verfügung stehen.

Die WindEnergy Hamburg spiegelt die Dynamik der Windindustrie in all ihren Facetten und über die gesamte Wertschöpfungskette wider. Ob Planer, Hersteller, Zulieferer, Finanzierer, Betreiber oder Dienstleister – onshore und offshore – hier treffen sich führende Branchenvertreter, junge innovative Unternehmen und branchennahe Größen zu einem internationalen Marktplatz der Windbranche. Mit hohem Innovationspotenzial und echtem Pioniergeist.

Zweitgrößter Windenergiemarkt Asiens

Indien ist als Schwerpunktthema auf der WindEnergy Hamburg 2020. Dem GWEC-Jahresbericht zufolge ist der Subkontinent der viertgrößte Onshore-Windmarkt der Welt mit einer installierten Gesamtleistung von 37,5 GW. Das Beratungsunternehmen Wood Mackenzie nennt zwei wesentliche Triebkräfte für ein nachhaltiges Wachstum des Windmarkts: steigender Energiebedarf und politischer Wille.

Der Energiebedarf Indiens wird sich während des kommenden Jahrzehnts voraussichtlich verdoppeln. Die indische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die installierte Gesamtleistung bis 2022 auf 60 GW zu steigern, und bis 2030 auf 140 GW. Während des Jahres 2019 war Indien mit 2,4 GW an neuer installierter Leistung Asiens zweitgrößter Windmarkt; auf dem Onshore-Markt erreichte das Land mit 3,9 Prozent aller Neuinstallationen weltweit den vierten Platz.

Das Beratungsunternehmen Wood Mackenzie prognostizierte am 4. Juni allerdings nur noch Neuinstallationen mit einer Gesamtnennleistung von 2,5 GW für das Jahr 2020, während frühere Vorhersagen noch von 3,5 GW ausgegangen waren. Dem gegenüber weist die Statistik von Mercom India für das erste Quartal 2020 nur eine am Netz angeschlossene Zusatzleistung von 189 MW aus. Davon entfielen auf den Bundesstaat Tamil Nadu allein 25 Prozent. Auch für den Rest des Jahres 2020 sind die Fachleute nicht sonderlich optimistisch, weil aufgrund der COVID-19-Ausgangssperren mindestens zwei für Windturbineninstallationen wichtige Monate verloren gegangen sind. Die beginnende Monsunzeit eignet sich nicht gut für die Umsetzung von Projekten. Auf der positiven Seite sehen indische Insider derzeit einen Boom beim Export wichtiger Komponenten wie z.B. Getriebe zur Belieferung großer Windmärkte, insbesondere in den USA. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China gilt als weiterer Faktor, der indischen Unternehmen zugute kommt.

Nicht weniger ermutigend ist nach einem GWEC-Bericht die Ankündigung eines Konjunkturpakets durch die indische Regierung in Höhe von etwa 10 Prozent des indischen Bruttoinlandsprodukts zur Wiederbelebung der von der COVID-19-Pandemie gebeutelten Volkswirtschaft. Auch der Energiesektor wird von dieser Liquiditätsspritze profitieren. Darüber hinaus dürfte sich der angekündigte Wegfall von Angebotsobergrenzen bei zukünftigen Ausschreibungen des indischen Ministeriums für Neue und Erneuerbare Energien (MNRE) Bauträgern zufolge als Win-Win-Situation auswirken. Man geht davon aus, dass die Umorientierung weg von festgelegten Angebotsobergrenzen und hin zu reinen marktorientierten Ausschreibungsverfahren ohne künstliche Beschränkungen und mit mutmaßlich besseren Preisen eine weitere Stärkung der Bauträger-Nachfrage mit sich bringen wird.

 

 

 

Neukunden in Krisenzeiten

29.04.2020, Emsbüren, Atem-Schutzmasken gespendet
Die Firma Schmidt aus Emsbüren hat der Gemeinde 5000 Atem-Schutzmasken gespendet.
Foto: Mike Röser

Viele Neukunden bei Schmidt Kunststoffverarbeitung Emsbüren GmbH & Co.KG

Von Inge Meyer

Emsbüren. Die Firma Schmidt Kunststoffverarbeitung GmbH & Co.KG spürte die Corona-Krise schon zu Anfang des Jahres und stellte Anfang März kurzfristig auf den Vertrieb von Einwegmasken um. „Da wir unsere Spritzgusswerkzeuge zu einem Großteil aus China beziehen und dort mit rund einem Dutzend Lieferanten langjährig zusammenarbeiten, merkten wir schnell, dass Corona auch bald Deutschland betrifft“, sagt Carsten Czilwa, Geschäftsführer der Schmidt Kunststoffverarbeitung.

Als der Shutdown in Deutschland Mitte März kam, meldete auch die Emsbürener Firma Kurzarbeit für rund 30 Prozent der Beschäftigten an. Rund 40 Mitarbeiter arbeiten in dem kunststoffverarbeitenden Produktionsbetrieb, darunter sieben Auszubildende für den Beruf zum Verfahrensmechaniker und eine kaufmännische Auszubildende. „Wir würden gerne noch drei weitere freie Ausbildungsstellen zum Verfahrensmechaniker besetzen. Die Bewerber können spätestens bis zum 15. Oktober starten“, betont Carsten Czilwa, der die Corona-Wirtschaftskrise nutzte, um Neukunden zu gewinnen.

Bis zum 18. Mai arbeiteten die Emsbürener in Kurzarbeit und importierten rund eine Million Einwegmasken, um die Krise zu überstehen. „Zu Beginn der Pandemie rechnete sich der Import dieser Masken. Erst als andere Firmen in Deutschland die Produktion starteten, war die Wirtschaftlichkeit weg“, sagt Sigrid Wulkotte, die für das Marketing zuständig ist. Von A wie Ärzte, Kassenärztliche Vereinigungen bis Z wie Zoohandlungen erhielten Einwegmasken aus Emsbüren.

Zusätzlich kümmerten sich die Emsländer ganz gezielt um Neukunden in der flauen Zeit und hatten damit Erfolg. „Durch Neukunden erzielen wir jetzt ein Umsatzplus in Höhe von 15 Prozent und haben antizyklisch in neue Technologien investiert“, betont der Geschäftsführer Carsten Czilwa, der das Unternehmen vor drei Jahren übernahm. So wurde in eine 5-Achsen-CNC-Maschine investiert, um das kundenspezifische Angebot zu erweitern und das vorhandene Know-How zu nutzen.

Seit Mitte Mai wird bei der Schmidt Kunststoffverarbeitung wieder in normalen Schichten gearbeitet. Zu den Neukunden gehört ebenfalls eine Norder Traditionsfirma, für die sämtliche Gehäuse für Leitungsschutzschalter produziert werden. „Die Firma ist auf uns zugekommen, und wir haben den Zuschlag bekommen“, so Czilwa.

Denn außer Know-how, langjährige Erfahrung und einen hochmodernen Maschinenpark zeichnet sich die Emsbürener Firma durch Flexibilität aus, um auf spezifische Kundenwünsche aus den verschiedensten Branchen eingehen zu können: von A wie Automotive, L wie Lüftungs- und Klimatechnik, über S wie Signaltechnik und W wie Windenergie und Wassertechnik werden nahezu alle Branchen angesprochen. Die Kundenliste erstreckt sich von der Küste bis zum Schwarzwald und darüber hinaus international bis nach Thailand, China und Südamerika. Mehr Informationen auch im Internet unter www.schmidt-gmbh.com

 

Mit „Pferdebahn“ und „Tunnel“

Neuer Minigolfplatz auf der Insel Spiekeroog

Von Inge Meyer

Die Insel Spiekeroog ist ein Kleinod, auf der schon Bundespräsidenten, Abgeordnete und Künstler ihren Urlaub verbrachten. Nun eröffnete das Nordseeheilbad Spiekeroog den neuen Minigolfplatz mit inseltypischen Motiven, der nach dem Corona Shut-Down von den Urlaubern bespielt werden darf.

In Höhe von rund 600.000 Euro Investitionskosten erstreckt sich der Minigolfplatz rund um das Inselbad, die Tennishalle und der Kurverwaltung. „Die Planungen dauerten bereits über zwei Jahre und im letzten Herbst sind wir mit dem Bau des neuen Platzes angefangen“, sagt Mirko Schwerdtfeger vom der Nordseeheilbad Spiekeroog GmbH. „Zu Ostern wollten wir eigentlich eröffnen, aber wegen Corona ging das nicht. Das Soft-Opening erfolgte dann im Mai und die Urlauber sind begeistert von der neuen Inselattraktion“, so Schwerdtfeger, der für den Bereich Tourismus zuständig ist.

Von A wie Anker, Bahnschiene, Boßeln, Fische, Festmacher, Hafeneinfahrt, Netze, Nationalpark, Poller, Sanddorn, Wrackteile bis Z wie Zwerge, denn die Osenzwerge haben hier einmal gelebt, tauchen in allen 15 Spielstationen Inselmotive und geschichtliche Ereignisse auf. Sogar der Dünensinger „Eckhart Strate“, den die Inselliebhaber immer gerne zuhörten, taucht an einem Hindernis auf.

Gleich bei der ersten Station geht es mit der „Pferdebahn“ los, denn auf Spiekeroog gab es mal eine Räderbahn, die die Gäste vom Hafen in den Ort brachte. Die Achsen und Schienen wurden im neuen Golfplatz eingebaut. „Das zweite Hindernis, bei dem der Ball unterirdisch verläuft durch einen Tunnel, ist etwas schwer“, erklärt Schwerdtfeger, der selber noch übt. Die weiteren Hindernisse sind teils schön schattig mit altem Baumbestand und auch Sanddorn-Nachbildungen tauchen inmitten von „Natur pur“ auf.

„Uns war wichtig, dass die Hindernisse möglichst eng mit dem Nationalpark Wattenmeer verknüpft sind.“ Das ist den Golfplatz-Gestaltern zusammen mit der Tourismusleitung vom Nordseebad Spiekeroog hervorragend gelungen. Mehr Informationen unter www.spiekeroog.de.

 

 

 

 

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