Energieeffizienz ist auf Dauer nur durch Energieeinsparung möglich

Von Diplom-Volkswirt Horst Zech

Lingen/Oldenburg. Ja, bei dem wieder gut besuchten 34. Oldenburger Rohrleitungsforum 2020 in der Fachhochschule für Bauwesen hatte niemand gedacht, dass im Jahr 2021 diese Veranstaltung nicht stattfindet. Aber trotz der Coronapandemie hat die Branche gut zu tun, die ausführenden Firmen sind ausgelastet. Allerdings ist die Abarbeitung der Aufträge schwieriger und kostenintensiver geworden. Dies liegt zum einen an den zusätzlichen Auflagen zur Arbeitssicherheit in der Pandemie und zum anderen weiterhin am Fachkräftemangel.

Die Arbeitssicherheit spielt sich nicht nur bei den Angestellten im Büro ab, sondern auch direkt auf den Baustellen, denn auch hier müssen die Corona-Regeln  eingehalten werden. Den Angestellten in den Büros fällt es da schon leichter sich pandemiegerecht zu verhalten. Planer, Verkäufer usw. können sich in diesen Zeiten ihre Akquisitionen größtenteils mit Web-Konferenzen gestalten, ein Teil der Belegschaft kann sogar von zu Hause aus arbeiten.

Die digitalen Technologien werden in den kommenden Jahrzenten ohnehin unser Leben bestimmen. Die Pandemie zwingt uns lediglich diese Entwicklung noch schneller anzugehen. Hier ist durch entsprechende Digitalisierung einiges möglich, aber eben nicht alles.

Der Fachkräftemangel hat sich aber nicht entschärft. Die Branche versucht gutes Personal zu halten, denn neue Fachkräfte sind schwer zu finden. Auch die Themen Klimawandel und Energiewende bleiben aber trotz der Pandemie erhalten. Der Klimaschutz steht nach wie vor im Vordergrund. Die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes soll durch weitere Modernisierungen angegangen werden.

Brennstoffzellentechnologie ist die Zukunft

Dies ist zumindest durch eine bessere Energieeffizienz und durch Energieeinsparung möglich. Nachdem von der Politik das Heil in batteriebetriebenen Fahrzeugen zu vermuten war, rückt nun das Thema Wasserstoff weiter ins Bewusstsein. Es wurde schon lange daran geforscht und entwickelt, aber durch die Energiewende hat die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie für Verkehr, Industrie und Energieversorgung wieder Zukunft. Unter zur Hilfenahme von Wasserstoff, lässt sich Strom auch speichern. Der Wasserstoff kann sogar dem Erdgas beigemischt werden und es wird damit zum Teil grün.

Erdgas hat heute eine Brückenfunktion für die Industrie und den Gebäudebestand. Es wird nicht nur für die Wärmeerzeugung eingesetzt, sondern dient auch der chemischen Industrie als Grundstoff. Für den Transport und die Verteilung des Erdgases dienen nach wie vor  Rohrleitungen. Sie ermöglichen die sichere Lieferung von Erdgas über weite Strecken. Ein vermaschtes Gasverteilungsnetz bringt den Energieträger bis zum Endverbraucher. Wo erforderlich, müssen die Rohrleitungen den Aufgaben entsprechend angepasst werden. Hier warten weitere Herausforderungen und interessante Aufgaben und wir sollten gespannt sein, was die Branche dieses Jahr noch alles leisten wird. Auf dem 35.Rohrleitungsforum vom 27.-28. Januar 2022 werden wir es in Form von Vorträgen und Gesprächen erfahren.

Rückfragen an Horst Zech vom BMIRO GmbH unter der Rufnummer 05963 9829348 oder per E-Mail an: h.zech@bmiro.de