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Aumann überzeugte Jury erneut und gewann

Preisverleihung des Gründerpreis Nordwest bei Orgadata in Leer

Leer. Bereits zum 9. Mal fand in diesem Jahr die Verleihung des Gründerpreises Nordwest statt, dieses Mal bei der Firma Orgadata in Leer. 83 Firmen hatten sich im Vorfeld um den Preis beworben. Zehn Firmen, davon vier Kleingründer, kamen in die engere Auswahl und wurden im Vorfeld von der Jury vor Ort besucht.

Die Jury hatte eine Vielzahl unterschiedlichster Firmenformen und Konzepte zu begutachten. Neben der Internet-Plattform Triviar, auf der Kurse und Workshops in kürzester Zeit erstellt und vermarktet werden können, oder der Sportsponsoringplattform „equalchamps“, die für Leistungssportlerinnen gedacht ist , waren unter den Top Ten die Firma Tiny House Koopmann aus Molbergen oder die Firma L&S Schlauchtechnik, die Service rund um Schlauch- und Verbindungstechniken anbietet. Die Ida Destille aus Ostrhauderfehn ist die einzige aktive Whisky- und Kornbrennerei in Ostfriesland, deren Produkt bereits mit einer DLG Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Die Firma Desenrasco GmbH aus Leer bietet nachhaltig und fair produzierte Schuhe aus Portugal an, die Firma Bellarie innovative Hundeartikel aus dem Material Feuerwehrschlauch.

Der dritte Preis wurde an die Alphasolid IT GmbH aus Haren vergeben. Inhaber Sascha Bolmer unterstützt mit seinem Team und speziellen IT-Techniken, Unternehmen im Bereich IT-Sicherheit, in dem z.B. Hacker-Angriffe simuliert und so Schwachstellen erkannt werden. Der zweite Preis wurde an Matthias Aumann vergeben. Aumann war bereits wenige Jahre zuvor mit seiner Unternehmensgründung „Aumann Grün“ Gewinner des Gründerpreises gewesen und konnte erneut die Jury überzeugen.

Der 1. Preis wurde an die Firma AF-Systemtechnik GmbH aus Meppen verliehen. Die beiden Inhaber Frank Triphaus und Andreas Schnelte sind Schalt- – und Anlagenbauer und planen und produzieren individuelle Schaltanlagen für die Gebäudetechnik oder Smart-Home-Systeme. Sie arbeiten sowohl für Industriebetriebe, den Wohnungsbau oder auch Privatpersonen und das deutschlandweit.

Zu den Laudatoren des Abends gehörten neben Initiator Jürgen Brüna, Gisela Robben vom SonntagsReport, Bernd Hilbrands von der Firma Orgadata und Felix Hapig von der Kanzlei Dr. Hapig und Kollegen. Neu dabei war Yvonne Jostes von der Sparkasse Emsland, die den Platz in der Jury von ihrem Vorgänger Hans Kohnen übernahm, der in den Ruhestand geht.

Wachstum durch Digitalisierung und Energieeffizienz

 

Ingenieurbüro Elke Heine & Team zog in das ehemalige „Teehaus“ ein

Leer. Das Ingenieurbüro Elke Heine zog mit ihrem Team in größere Büroräume im Juli in das ehemalige „Teehaus“ in Leer ein. „Hier verfügen wir über mehrere Büroräume auf zwei Etagen. Das Team besteht mittlerweile aus neun Mitarbeitern, darunter zwei Auszubildende für das Berufsbild zum Bauzeichner“, informiert Bauingenieurin Elke Heine.

Zukünftig können in dem großzügig gestalteten Besprechungsraum auch Seminare und Vorträge angeboten werden, die Elke Heine schon seit Jahren über ein Bildungsportal im kommunalen Bereich in Hannover, Münster und online hält. Zu den Auftraggebern aus dem gesamten Bundesgebiet gehören Investoren, Wohnungsbaugesellschaften, der Bund, Kommunen und Unternehmen.

Die Themen Energieeffizienzberatung und Digitalisierung von Bestandsgebäuden sind zwei Standbeine des Ingenieurbüros. „In diesem Bereich haben wir eine starke Nachfrage und sind durch das Einstellen von zusätzlichen Beschäftigten stetig gewachsen“, so die Bauingenieurin. Bestandsgebäude werden erfasst und für die Gebäudebewirtschaftung zu intelligenten 3D-Modellen modelliert. Für die Gebäudebewirtschaftung steht Elke Heine auch als Beraterin den Auftraggebern zur Seite.

Für die Energieeffizienzberatung sind alle nötigen Eintragungen für das BAFA, die KfW oder auch das BLE vorhanden. Das Team berät zum Thema Energieeffizienz sowohl für Wohngebäude als auch Nichtwohngebäude. Ein Großteil der Aufträge sind Energetische Sanierungsfahrpläne für die Gebäude, welche über das BAFA gefördert werden. Aber auch über Energieaudits, welche für KMUs förderfähig sind, werden die Einsparmöglichkeiten in der Produktion und der Prozesse beleuchtet. Ebenso unterstützt das Ingenieurbüro bei der Umsetzung der Maßnahmen und der Antragstellung der Fördermittel.

Ein weiteres Standbein des Büros ist die Planung im Neubau und Bestand mit der Arbeitsmethode BIM (Building Information Modeling). Ganz frisch ist noch ein Auftrag für die Planung eines Verwaltungsgebäudes in der Nähe. „Wir sind gerade in der Vorplanungsphase und freuen uns schon sehr darauf, auch endlich ein BIM- Projekt in der Region zu präsentieren.“ Zudem ist Heine auch als Sprecherin für die Regionalgruppe Nordwest der Buildingsmart e.V. und steht als Ansprechpartnerin für Interessierte aus der Baubranche zum Thema BIM mit fachlichem Rat zur Verfügung.

Darüber hinaus ist das Ingenieurbüro Mitglied der Emsachse e.V. und regelmäßig auf Fachmessen als Aussteller – wie beispielsweise im September auf dem IT-Produktionsforum im Zollhaus Leer – präsent. Mehr Informationen auch im Internet unter www.ingenieurbuero-heine.de.

Hausmesse im Neubau – Systemlösungen im Markt platziert

TS Aluminium in Großefehn eröffnet eigene Beschichtungshalle

Großefehn. Vor vier Jahren hat die Firma TS Aluminium ihr 40-jähriges Jubiläum in Großefehn gefeiert, seitdem hat sich viel im Unternehmen getan. Auf dem benachbarten rund 2.000 Quadratmeter großen Grundstück steht nun eine Beschichtungshalle. „Nun kann die Produktion schneller und individueller reagieren als vorher. Wir waren auf sechs unterschiedliche Beschichter angewiesen“, berichtet Geschäftsführer Rainer Trauernicht, der stolz ist, dass seine Firma alles aus einer Hand anbieten kann: Konstruktion, Fertigung, Beschichtung, Montage und Logistik.

In der neuen Pulverbeschichtungsanlage können Profile mit einer Länge von bis zu sieben Metern bearbeitet werden. Momentan sind das täglich 160 Traversen im Zweischicht-Betrieb, wobei die höchstmögliche Stückzahl bei 180 Stück liegt. In einer Schicht sind 20 Mitarbeiter beschäftigt, die Produktion erfolgt jeweils nach Auftrag oder Priorität. Alles muss individuell angepasst werden – da jeder Auftrag andere Vorgaben enthält.

Um den Neubau mit der Produktionshalle zu verbinden, wird ein Fahrerloses-Transportfahrzeug (FTF) eingesetzt, das auf W-LAN-Basis durch verschiedene QR-Codes auf dem Boden durch die Hallen gesteuert wird. Das Fahrzeug hat vier Achsen und kann sich selbst drehen.Hiermit werden bis zu fünf Roh-Traversen in die Halle transportiert. In verschiedenen Stationen (Vorbehandlung, Trockenofen, Pulverkabine, Pulvereinbrennofen) werden die Traversen bearbeitet. Die Produktion findet vollautmatisiert mit einem speziellen Logistik-Programm statt. Beim Produktionsprozess setzt das Familienunternehmen auf Wärmerückgewinnung, Abwasserbehandlung und Wasseraufbereitung, um die Umwelt zu schonen.

Erstmals wurde eine Hausmesse initiiert. TS Aluminium unterstützt seine Handelspartner beispielsweise mit dem Online-Portal „Sonne-am-Haus.de“, einem Marketing-Club, mit eigenem Bildmaterial und Logos, Webinar-Schulungen, der Möglichkeit zu 3D-Visualisierungen und Konfiguration von Dächern für Endkunden sowie der Gestaltung von eigenen Ausstellungsflächen.

1500 Fachhändler und Verarbeiter arbeiten mit TS-Alumininium. Der Betrieb hat neben dem Hauptsitz in Großefehn einen weiteren Standrot in Burgstädt sowie einen weiteren Standort in Polen. Die deutschen Standorte mit über 160 Beschäftigten erwirtschaften rund 50 Millionen Euro Umsatz, der polnische Standort mit 21 Mitarbeitern rund drei Millionen Euro.

Bei TS-Aluminium ist man immer auf der Suche nach neuen Marktnischen und so wurde z.B. das „Unmögliche möglich“ und eine Kombination aus Lamellendach mit Glas entwickelt, das als Produktbeispiel auf dem Gelände zu sehen ist. Das System fügt sich in die Fläche eines Flachdachs ein und bildet die Möglichkeit drehbarer Lamellen, natürlicher Belüftung als auch Glasflächen nutzen zu können und sogar einer Schneelast von 350 kg standzuhalten. Mit diesen besonderen Systemlösungen stehen die Großefehntjer gut am Markt dar. Und um immer kurzfristig zu liefern, hat das Unternehmen ein Hochregallager mit 1400 Plätzen und aktuell einen stark erhöhten Bestand, um Lieferengpässe vermeiden zu können.

(21) , Christian Wiktorowitz Leiter der Beschichtung, Harald de Witt, Vertriebsleiter, Gerhard Schütz, Prokurist und Rainer Trauernicht, Geschäftsführer von TS Aluminium

(22) Die Produktionshalle von TS-Aluminium


			

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