Autor: Inge Meyer

Beginn einer Kreuzfahrtschiffbau-Ära

Am 6. Mai 1986 wurde das erste Kreuzfahrtschiff Homeric übergeben

Papenburg.Die Geschichte des ersten Kreuzfahrtschiffes der MEYER WERFT, die Homeric, bot sogar Stoff für die Geschichtsbücher. Zur, von der Reederei geforderten Probefahrt, ging es vor 40 Jahren über die Ems hin und zurück. Eine neue Ära war angebrochen.

Nur zwei Jahre später kehrte das Schiff der Reederei Home Lines zurück über die Ems nach Papenburg zur MEYER WERFT. Die Homeric wurde um 40 Meter verlängert. „Das war eine fantastische Aufgabe. Wir sind natürlich auf die Kundenwünsche eingegangen. Was ganz wichtig war, die Demonstration, dass wir diesen Umbau, also Schiffschneiden, 40 Meter dazwischen bauen und das Ganze noch vier Tage vor dem Termin abzuliefern, zu schaffen. Das war auch wieder ein Erfolgserlebnis, ein Signal für die ganzen anderen Kunden, die sehen konnten, dass wir mit solchen Problemen fertig werden konnten“, so Jochen Zerrahn, damals Leiter der Produktion auf der MEYER WERFT.

Die Werft verbuchte das gewonnene Know-how, das Wissen um die eigenen Stärken, aber auch negative Erfahrungen aus dem Bau als Gewinn und erreichte die Spitze der Kreuzfahrtschiffbauer. „Das ist es, was von unseren Bestandskunden geschätzt wird. Aber auch bei Neukunden ist dies immer wieder ein Argument, hier in Deutschland bei der MEYER WERFT ein Kreuzfahrtschiff zu bestellen. Werthaltige Arbeit, Qualität und Zuverlässigkeit. Natürlich wir haben in den letzten Jahren Schwierigkeiten gehabt, die auch alle ihre Gründe hatten. Aber ich denke, da werden wir mit vereinter Kraft gestärkt daraus hervorgehen und auch in den nächsten 30 oder 40 Jahren weiterhin Kreuzfahrtschiffe hier bauen“, so die Werft-Crew der ersten Stunde des Kreuzfahrtschiffbaus.

Die Homeric war bis zur Ausmusterung 2020 auf den Weltmeeren unterwegs, zuletzt unter den Namen Marella Dream. Der erste Luxuskreuzer ging im Sommer 2022 ging sie auf ihre letzte Reise zum Abwracken in die Türkei.

Foto: Die Homeric war 204 Meter lang und 29 Meter breit und 1.132 Passagiere passten an Bord.

„Zurückschauen – nach vorne gehen!“

900 Jahre rund um die St. Petri Kirche in Westerstede

Westerstede. Seit der Eröffnung des Jubiläumsjahrs am 22. Februar in der St. Petri Kirche in Westerstede, finden jeden Monat Jahrhundertgottesdienste, Konzerte, Tipps, Begegnungen und Veranstaltungen statt.

So gibt es zum Beispiel den Jahrhundertgottesdienst zum 13. Jahrhundert unter dem Motto „Ein Kirchspiel wächst zusammen“ am 26. März um 11 Uhr. Teil 1 der Gründungsgeschichte unter der Leitung von Dr. Christian Andrae „Vom Geist der frühen Jahrhunderte im Hinblick auf Kirche und Reformation“ findet am 31. März ab 17 Uhr statt.

Zur Corona Epidemie findet ein Jahrhundertgottesdienst zum 14. Jahrhundert unter dem Motto „Seuchen erleiden – Glauben vertiefen“ am 23.April um 11 Uhr statt. Denn die Pest ist die erste große Pandemie in Europa gewesen. Zugleich vertieft sich der Glaube: Mystik findet ungehörte Worte für das, was Menschen innerlich stark macht, dies prägte schon Martin Luther.

Im Rhodo-Eröffnungsmonat Mai steht dann der Teil 2 der Gründungsgeschichte auf dem Programm am 5. Mai ab 17 Uhr. Es geht um Geschichten rund um den Bau und Umbau der St. Petri Kirche. Auf die aktuelle Frage „Ein Fluchtort in den Kriegen?“ gibt es in dem Jahrhundertgottesdienst um 10 Uhr Antworten. In brutalen Kriegen, zum Beispiel zwischen Friesen und Ammerländern – geht es vor allem um Macht. Welche Rolle spielt die Kirche damals und heute?

Sämtliche Programmpunkte finden interessierte Leserinnen und Leser auch unter www.kirche-westerstede.de oder in dem Programmheft zum Jubiläumsjahr.

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