Baumaßnahmen für das Haus Fresena sind abgeschlossen

Weener. „Wir freuen uns, dass wir mit den neuen Kapazitäten sowohl für das Krankenhaus als auch für das Haus Fresena zukunftsfähige Strukturen geschaffen haben, die den Menschen in der Region zugutekommen.“, so Daniela Kamp, Geschäftsführerin der Klinikum Leer gGmbH, bei der symbolischen Schlüsselübergabe Ende November.

Durch die bauliche Erweiterung in Form eines modernen dreigeschossigen Gebäudes auf dem Gelände des Krankenhaus Rheiderland hat die Suchtkrankenhilfe Ostfriesland nun mehr Kapazität sowohl in Sachen Wohnraum als auch bezüglich des sozialtherapeutischen Angebotes. „Wir eröffnen schrittweise Übergänge in ein eigenständigeres Leben – eng begleitet, realitätsnah und mit einer stabilen Tagesstruktur.“, ergänzt Henning Fietz, Geschäftsführer der Suchtkrankenhilfe Ostfriesland gGmbH. „Unser Dank gilt dem Klinikum Leer als Eigentümer und Vermieter der Liegenschaft für die seit 15 Jahren gelebte, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ohne diese Partnerschaft wäre die Erweiterung nicht möglich gewesen.“

Bereits im Mai 2025 wurde ein Anbau direkt am Krankenhaus Rheiderland fertiggestellt. Darin bezog Anfang Juni das MVZ Fachbereich Allgemeinmedizin neue Praxisräume, im ersten Obergeschoss entstanden zusätzliche Räume für den Qualifizierten Entzug. Außerdem wurden im zweiten Obergeschoss acht Mitarbeiterwohnungen geschaffen. Parallel dazu konnte das Haus Fresena bereits elf neue Bewohnerappartments im Sockelgeschoss in Betrieb nehmen. Durch die Fertigstellung der zweiten Baumaßnahme wuchs die Kapazität vom Haus Fresena als einzige sozialtherapeutische Wohnstätte für chronisch mehrfachbeeinträchtige Abhängigkeitskranke in Ostfriesland von vorher 30 auf nun 52 Plätze an.

Noch steht die Entscheidung des Landes aus, aber sowohl die Geschäftsführung des Klinikums als auch der Suchtkrankenhilfe und die Mitglieder des Allgemeinen Krankenhausvereins für das Rheiderland blicken zuversichtlich in Richtung Hannover, denn ein Fachkrankenhaus in Weener würde die medizinisch psychiatrische Grundversorgung stärken, Wartezeiten reduzieren und die Schnittstellen zwischen somatischer Versorgung, Entzugsbehandlung und Eingliederungshilfe spürbar entlasten.

BU: (v.l.n.r.): Katrin Gawenda, Heike Kliegelhöfer, Karl-Heinz Kromminga, Architekt Dipl.-Ing. Karsten Woltermann, Henning Fietz, Geschäftsführerin Daniela Kamp und Jakobus Baumann hier vorm Neubau Foto: Privat