Seit 2001 gehörte Hannelore Meyer vom Edeka-Markt zum Einzelhandelsverband

Emden/Detern. Rund 40 Mitglieder nahmen an der Jahresveranstaltung des Einzelhandelsverband Ostfriesland e.V. im Klub zum guten Endzweck in Emden teil. Der Hauptgeschäftsführer Jörg Thoma begrüßte die Teilnehmer und machte gleich zu Anfang deutlich: „Die Mischung zwischen Gastronomiebetrieben und Einzelhandelsgeschäften kommt gerade in unserer touristisch geprägten Region gut an.“

Mittlerweile verbucht das Einzelhandelsgeschäft in den Sommermonaten sogar mehr Umsatz als zur Weihnachtszeit“, sagte Norbert Harm, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Ostfriesland. Zwar seien 29 Prozent der IHK-Betriebe unzufrieden und 30 Prozent der befragten Geschäftsinhaber wollten Personal abbauen, aber es würden sich auch neue Einzelhändler in den Innenstädten ansiedeln.

Dennoch sei die Schließung der Geschäfte in den Innenstädten anhand der Leerstände deutlich sichtbar. Ob es nun am Sortiment, am fehlenden Nachfolger oder am demografischen Faktor liegt, lässt sich im Einzelfall schwer beantworten. Wichtig ist: „Ein besonderes Einkaufs-Flair zu gestalten, damit auch die Urlauber sich in den Innenstädten auf der ostfriesischen Halbinsel wohlfühlen!“

Es gibt wenig Einzelhändlerinnen, die fast von Anfang an zum Einzelhandelsverband dazugehören: Hannelore Meyer von ehemals Edeka in Detern gehörte dazu. „1999 habe ich mich mit meinem Mann mit einem Lebensmittelmarkt in Detern selbstständig gemacht, anfangs noch unter Spar“, sagte Hannelore Meyer bei der Mitgliederversammlung, die seit 2001 als einzige Frau dabei ist. Erst als Delegierte für den Handel und später als 2. Vorsitzende wurde sie nun von Jörg Thoma und Norbert Harm für die langjährige Mitgliedschaft geehrt. „Als alleinige Frau habe ich mich in den Gremien immer sehr geschätzt gefühlt“, betonte Hannelore Meyer, die in den Ruhestand ging. Seit zwei Jahren leiten Lukas und Jule Schwarz den Edeka-Markt in Detern.

Altersvorsorge & Krankenversicherung

Als zukunftsgerichteter Einzelhandelsverband für Kaufleute bietet der Verband seinen Mitgliedern umfangreiche Information und Beratung, konkrete Hilfe im Einzelfall, Erfahrungsaustausch und Fachgespräche an. Außerdem gibt es ein eigenes Versorgungswerk für den Einzelhandel im Bezirk Ostfriesland e.V..

Andreas Hempen von der Signal Iduna hielt vor den Kaufleuten einen Vortrag bei der Mitgliederversammlung. Diesbezüglich stellte der Versicherungsspezialist maßgeschneiderte Lösungen für Altersversorgung, betriebliche Krankenversicherungen und sämtliche Sach- und Haftpflichtversicherungen.

Die Betriebliche Altersvorsorge ist mittlerweile ein gängiges Produkt. Neu ist die Betriebliche Krankenversicherung für die Beschäftigten im Einzelhandelsverband“, stellte Diplom-Ingenieur (FH) Andreas Hempen vor, der selber an der Fachhochschule Emden vor Jahrzehnten studierte. Dabei geht es um Gesundheit, Mitarbeiterbindung, Ausfallkosten zu reduzieren im Krankheitsfall, Benefits, Nettolohnentlastung und natürlich um die Lohnausfallkosten zu reduzieren. „

Auch das Versicherungsprodukt der Signal Iduna „Unfall-Privat-Plus“, die beispielsweise nur 1-2 Bettzimmer im Krankenhaus, ein monatliches Pflegegeld von maximal 1.500 Euro pro Monat bei unfallbedingter Pflegebedürftigkeit von Pflegegrad 1-5 vorsieht, stellte der Referent vor. „Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie in der GKV oder PKV sind“, so der Fachmann.

Norbert Harm (links) und der Hauptgeschäftsführer Jörg Thoma (rechts) bedankten sich bei Hannelore Meyer, die seit 2001 in den Gremien des Einzelhandelsverbandes Ostfriesland mitwirkte, mit einem Blumenstrauß. Foto: Inge Meyer