Festgäste hörten sich den Vortrag von Wilhelm Mestwerdt an

Emden. Der Festredner Wilhelm Mestwerdt machte in seine Rede deutlich, dass wir die Zuwanderung und Flüchtlingen und Migranten für den Arbeitmarkt benötigen. „Das Bildungsniveau ist allerdings bei Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten deutlich niedriger im Vergleich zu Zuwanderern aus zum Beispiel Indien oder Iran“, erklärte der Anwalt. Seiner Meinung bedarf es der Qualifizierung, um den „Brain“ (Verstand/Wissen) aufzufangen und für den Arbeitsmarkt fit zu machen.

Den Ausgang des Wahlsonntags am 23. Februar nannte er ein „Armutszeugnis für die Demokratie“. „Seit den 90-iger Jahren sind zu viele Splitterparteien entstanden. Die SPD hatte 1998 die deutliche Mehrheit und die CDU zuletzt im Jahr 2013. Splitterparteien bringen uns nicht wirklich nach vorne“, betonte Mestwerdt. Auch eine 3-er-Koalition sei keine gute Lösung, um Vertrauen zurückzugewinnen und die Wirtschaft anzukurbeln. „Der kleinste gemeinsame Nenner reicht eben nicht aus.“

Grundsätzlich sei Pessimismus nie ein guter Ratgeber gewesen und Ausländerfeindlichkeit fehl am Platze. „Wenn dann noch die Europa-Achse, zu der Polen-Deutschland-Frankreich gehört, erodiert, wird es schwierig“, so Mestwerdt. Dabei würden die Menschen in der jeweiligen Region eine wichtige Rolle spielen wie das Team vom Arbeitgeberverband. Mehr auch unter www.agv-ostfriesland.de.