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Neubau mit „regenerativer Handschrift“

Firma Noordtec GmbH & Co. KG zieht nächstes Jahr in neues Gebäude um

Westerstede. Der Bürgermeister der Stadt Westerstede, Michael Rösner, und Wirtschaftsförderer Jörg Nappe besuchten Marcus Reher und Gerhard Willms, Geschäftsführer der Firma Noordtec GmbH & Co.KG in Westerstede. „Uns war klar, dass die Idee mit der Selbstständigkeit funktionieren könnte. Herr Reher und ich verfügen zusammen über 35 Jahre Berufserfahrung und kennen das Geschäft. Die Firmengründung erfolgte dann nach erfolgreicher Investorensuche im März 2017“, so Gerhard Willms.

Entwicklung, Bau, 24/7-Service zur Energie-Infrastruktur wie Compressed Natural Gas CNG, Liquified Natural Gas LNG, Wasserstoff, Marktraumumstellung MRU hat man sich auf die Fahnen geschrieben. „Vor drei Jahren sind wir mit sieben Personen gestartet. Nun sind wir rund 60 Mitarbeiter, die meisten davon Servicetechniker, alle zusammen mit sehr viel Berufs- und Projekterfahrung.“ Der Fuhrpark umfasst rund 40 Fahrzeuge, die vorwiegend in Deutschland, in Belgien und in den Niederlanden unterwegs sind. Mittlerweile bildet das Unternehmen auch zum Anlagenmechaniker aus.

„Die Transformation der Energielandschaft hinsichtlich Erneuerbarer Energie, Verkehrswende, Energiespeicher ist die Basis unseres Geschäfts. Wir sehen hier langfristig gutes Potential, der Wandel ist politisch gewollt, unumkehrbar und nicht marktlimitierend“, erklärt Marcus Reher. „Trotzdem müssen wir uns Störfaktoren und Marktschwankungen stellen, beispielsweise die aktuelle Coronakrise.“

Auf der Referenzliste stehen namenhafte Firmen wie EON, EWE, Shell, Total, Volkswagen und viele andere. „Nächstes Jahr bauen wir zwei H2-Tankstellen und eine Bio-LNG-Verflüssigung“, so Willms und Reher. Noordtec ist hier einer der wenigen Anbieter von LNG-Tankstellentechnik, wo Flüssigerdgas bei tiefkalten minus 150 °C vertankt wird.

Da die angemietete Halle mit Bürotrakt zu eng wird, hat sich die Geschäftsleitung zusammen mit dem Investor für einen Neubau in der Burgstraße entschlossen. „Wir freuen uns sehr, dass der Standort für die zwei neuen Hallen mit Bürogebäude in Westerstede ist“, sagte Westerstedes Bürgermeister Michael Rösner bei einem Betriebsbesuch. Im ersten Schritt kaufte die Geschäftsleitung eine 10.000 qm große Fläche, weitere 5.000qm sind verbindlich reserviert für eine mögliche spätere Erweiterung. „Wir investieren mehrere Millionen Euro. Das ist ein tolles Signal, zu allererst für unsere gute Mannschaft. Die sind alle top motiviert und bärenstark“, so Reher.

Der Neubau von Noordtec wird eine deutliche „regenerative Handschrift“ tragen mit PV-Anlage, Erdwärme und Ladestationen für E-Autos. Der Baustart erfolgt im Frühjahr nächsten Jahres. Der Umzug soll dann noch in 2021 erfolgen. Mehr Informationen unter www.noordtec.de.

 

Von links:

Die beiden Geschäftsführer Marcus Reher und Gerhard Willms zeigten dem Bürgermeister der Stadt Westerstede, Michael Rösner (rechts), und dem Wirtschaftsförderer Jörg Nappe den innovativen Betrieb.

 

Tipps & Termine

Steueränderungen & Nothilfeprogramme

Seit 30 Jahren endet das jährliche Programm des Wirtschaftsförderkreis Harlingerland mit dem Vortragsabend zum Thema „Steueränderungen im Neuen Jahr“. Da aber viele Selbstständige vor allem Fragen zu den Hilfs- und Unterstützungsprogrammen und weniger zu direkt steuerlichen Themen haben, ist der diesjährige Schwerpunkt der Onlineveranstaltung am 23. November um 19 Uhr verändert und der aktuellen Situation angepasst worden.

Inhalt der Veranstaltung ist dieses Mal: Überbrückungshilfen, Nothilfeprogramm für November, Umsatzsteuersatzänderungen zum 1. Juli und 1. Januar 2021, Bundeszuschuss / Überbrückungshilfe / Liquiditätskredite / AN-Bonus sowie Steueränderungen durch CORONA und das alt bekannte Thema „Kassenführung/TSE“. Dabei haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Eine schriftliche Anmeldung, per Email an: info@wirtschaftsfoerderkreis.de ist zwingend erforderlich!

Anschließend erhalten Sie die Einwahldaten! Technische Voraussetzungen für die Teilnahme: https://support.zoom.us/hc/de/articles/201362023-Systemanforderungen-f%C3%BCr-PC-Mac-und-Linux

 

WohnBauMesse 2021

Rund 700 Bauplätze wird die Stadt Lingen in den nächsten Jahren ausweisen. Dabei sollen neben der klassischen Einfamilienhausstruktur auch neue Konzepte und Ideen zum Tragen kommen. Während der WohnBauMesse 2021 am 20. und 21. Februar will die Stadt Lingen alle Neubaugebiete vorstellen und neue Wohn- und Baukonzepte präsentieren. Beispielentwürfe sollen inspirieren und zum Austausch zwischen Bauinteressierten, Architekten und Stadtplanern anregen. Neben der Architektur sollen auch Themen wie neue Möglichkeiten der Energieversorgung, aktuelle Förderprogramme sowie städtebaulich innovative Projekte im Fokus stehen.

Für die WohnBauMesse am 20. und 21. Februar 2021 in der Halle IV in Lingen sucht die Stadt Lingen interessierte Architekten und Stadtplaner. Diese haben die Gelegenheit anhand von vier fest gelegten Grundstücken einmal aufzuzeigen, wie Bauen und Wohnen jenseits der gängigen Strukturen auch aussehen kann – sei es in einem Einfamilien-, Doppel-, Ketten- und/oder Reihenhaus. Die ausgewählten Entwürfe werden auf der WohnBauMesse einem breiten Publikum präsentiert. Neben den Profis sind aber auch die jungen Kreativen gefragt: Kinder dürfen ihr Traumhaus malen oder zeichnen. Mehr Informationen bei Frau Gerling unter der Rufnummer 0591/ 9144-247 oder per Mail an: m.gerling@lingen.de

 

COVID 19 – Digitalisierungsbeschleuniger oder Innovationshemmnis?“

Die BVL Regionalgruppe Weser-Ems lädt am 24.11.2020 ab 17:00 Uhr ein, dann findet das virtuelle Vortragsprogramm statt. Das Thema der Veranstaltung lautet „COVID 19 – Digitalisierungsbeschleuniger oder Innovationshemmnis?“. Eine Anmeldung zu dem 119. Treffen ist erforderlich. Für Mitglieder ist die Teilnahme an der Veranstaltung kostenlos. Mehr Informationen auch unter der Rufnummer 0421/ 17384 oder per Mail an: mitgliederservice@bvl.de

 

„PromotieDagen Live“

Erstmals wurde die deutsch-niederländische Unternehmermesse „PromotieDagen“ am 10. November in der Zeit von 12 bis 16.30 im Internet aufgrund von Covid 19 veranstaltet. Auch viele deutsche Firmen waren wieder mit einem Messestand vertreten, jedoch nur im World Wide Web unter „PromotieDagen Live“. „Mir hat die Online-Veranstaltung gut gefallen und in einer Talkrunde durfte ich als Gesprächspartner teilnehmen“, informiert Bettina Fabich von DENIES aus Oldenburg, die bereit seit 15 Jahren auf dieser Messe in Groningen vertreten ist.

Unter dem Thema „Geschäfte machen in Deutschland“ kamen die unterschiedlichen Aspekte zur Sprache: Niederländer verkaufen zum Beispiel ihre Produkte und Dienstleistungen globaler und nicht so detailliert mit „Technischer Produktbeschreibung“ wie Deutsche. Niederländer sehen „Geschäfte machen“ mehr als Beziehungspflege, Deutsche sehr sachorientiert. Gut angenommen wurde auch das sogenannte „Netzwerkkarussell“, bei der die teilnehmenden Aussteller alle vier Minuten mit einem Geschäftspartner netzwerken konnten.

Mehr Informationen über die erfolgreiche deutsch-niederländische Zusammenarbeit unter www.denies.de.

Mit „Sicherheit“ gegen Corona auftreten

Erstes Webinar für Selbstständige in Moormerland

Moormerland. Erstmals veranstaltete die Gemeinde Moormerland Anfang November ein Webinar zu dem Thema „Weiche Faktoren in Krisenzeiten“ mit der Referentin Christine Warnke aus Oldenburg. Rund 16 Selbstständige nahmen an dem Vortrag teil, in dem zahlreiche Hilfestellungen in Corona-Zeiten gegeben wurden.

Zum einen setzt sich die Identität als Arbeitgeber und auch als Arbeitnehmer wie folgt zusammen: über meine Arbeitsleistung, Körper & Gesundheit, materielle Sicherheit sowie soziale Beziehungen und Werte & Normen. Wenn ich nun an Corona erkranke, geht es mit der Gesundheit bergab, ich kann nicht arbeiten, die materielle Sicherheit bröckelt auch und soziale Beziehungen bleiben ohnehin mit dieser Krankheit auf der Strecke. „Wenn beispielsweise meine Gesundheit eingeschränkt ist, ich aber ein gutes finanzielles Polster habe, kann sich das ausgleichen“, machte die Organisationsberaterin klar.

Zum andern kann ich die Krise als Chef meistern, in dem diese vier Phasen durchlaufen werden: Erst kommt der Schock, dass es jetzt diese Krankheit gibt, dann kommt die Realisation, denn Corona bleibt und wir müssen damit leben und arbeiten und dann geht es ganz schnell an die Bearbeitung. „Wenn sie als Kapitän den Kurs nicht wissen, laufen sie nicht in den richtigen Hafen ein und erst recht nicht ihre Beschäftigten“, brachte es Warnke auf den Punkt. Es muss ein Krisenplan her, in diesem Fall oft ein Hygieneplan und Mitarbeiter-Notfallplan, und es muss in der vierten Phase dingfest gemacht werden, ob ich mich als Chef mit meiner Firma neu orientieren muss. Klassisches Beispiel hier: Ein Internetshop als Alternative zum stationären Handel.

Die Referentin beantwortete einige Fragen: Wie kann ich mit den übertriebenen Ängsten meiner Beschäftigten umgehen, die Angst vor Kurzarbeit, Jobverlust und Überschuldung haben sowie vor der Erkrankung überhaupt? „Wichtig ist, dass sie als Arbeitgeber Sicherheit und Besonnenheit ausstrahlen. Denn wenn sie nicht sicher sind, sind es ihre Beschäftigten auch nicht.“ Um diese Sicherheit zu finden, sollte man sich externe Hilfe holen, da der Zeitfaktor eine Rolle spielt, und nicht beratungsresistent sein. Wenn es beispielsweis zur Neuorientierung in einem Unternehmen kommt, haben die Mitarbeiter davor in der Regel auch Angst, denn Veränderungen sind nicht immer gemütlich. Ein Tipp hier: „Nehmen sie diejenigen gut mit, die mitgehen möchten!“

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