Kategorie: Hauptartikel Seite 1 von 2

Stabil durch die Krise

Genossenschaftsbanken in Weser-Ems stellten Jahresergebnis vor

Von Ilka Himstedt

Rastede. Johannes Freundlieb und Axel Schwengels vom Genossenschaftsverband Weser-Ems (GVWE) zogen bei einer digitalen Pressekonferenz am 2. März trotz Corona eine grundsätzlich positive Bilanz des Jahres 2020. Trotz der Pandemie erzielten die 56 Mitgliedsbanken gute Ergebnisse und erwiesen sich als Stabilitätsanker der Region. Denn Corona bedeutete: Mehr Kredite, mehr Einlagen – und somit ein Wachstum trotz der Krise! Allerdings seien auch die Genossenschaftsbanken nicht unverwundbar, so die beiden Verbandsdirektoren mit Hinweis auf den Niedrigzins.

Die Genossenschaftsbanken erwiesen sich als zuverlässiger Kreditgeber und sorgten so für Liquidität der Wirtschaft, erklärte Johannes Freundlieb. So stieg die Summe der Kundenkredite um 8,1 % auf 24,61 Milliarden Euro und das Kundenvolumen um 8,8 % auf 63,72 Milliarden Euro. Die langfristigen Kredite mit einer Laufzeit von fünf Jahren und länger sind gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Milliarden Euro auf 20,35 Milliarden Euro (plus 8,5 Prozent) gestiegen.

Das größte Kreditwachstum in absoluten Zahlen ist im Bereich der Immobilien zu verzeichnen: Die Kredite stiegen um 513 Millionen Euro an, was einem Plus von 33 % entspricht. Auf Platz zwei rangiert die Land- und Forstwirtschaft mit einem Plus von 145 Millionen Euro (3,7 %), auf Platz drei liegt das Baugewerbe, das sich mit einem Plus von 118 Millionen Euro 11 % von der Corona-Pandemie weitgehend unberührt zeigt.

Einen Anstieg gab es auch bei den Einlagen und zwar um sage und schreibe 10 % auf 22,28 Milliarden Euro, da in schlechten Zeiten das Geld eher zusammengehalten werde. Die Förderbeiträge für soziale oder kulturelle Projekte sanken dagegen um 7,4 % auf 2,5 Millionen Euro, denn viele Veranstaltungen und Aktionen konnten nicht durchgeführt werden. So ergibt sich für 2020 bei gleichleibend rund 6.000 Beschäftigten eine Bilanzsumme von 33,38 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung zum letzten Jahr von 9,56 %.

Die durchschnittliche Bilanzsumme erhöhte sich in 2020 von 525,34 Millionen Euro auf 596,07 Millionen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung verringerte sich dagegen um 0,08 Prozentpunkte auf 0,9 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Mit 0,85 Prozent ging das Betriebsergebnis nach Bewertung gegenüber dem Vorjahr um 0,25 % zurück. Doch trotz Rückgang seien die Zahlen robust, so Axel Schwengels, denn: „Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems haben in den vergangenen Jahren vorausschauend gewirtschaftet, und verfügen deshalb über eine gute Eigenkapitalbasis, mit der sie für mögliche Kreditausfälle gewappnet sind.“

Allerdings erwarte man mit zunehmenden Lockerungen und dem Erfolg der Impfkampagne eine Erholung der Wirtschaft. Nicht ganz so optimistisch sei man jedoch in Bezug auf die Niedrigzinspolitik. Ohne erhöhten Freibetrag und Nachjustierung bei Staffelung der Strafzinsen fehle den Banken Spielraum bei der Kreditvergabe. Da der Einlagenüberschuss Kosten verursache, die in der Breite nicht über negative Zinsen für Bankeinlagen an Kunden weitergegeben werden können. Dies gehe jedoch zu Lasten der Erträge der Banken und könne sich nachteilig auf die Kreditvergabe auswirken. Trotzdem werden die Genossenschaftsbanken in Weser-Ems künftig vermehrt Nachhaltigkeitsziele in die individuellen Unternehmensstrategien aufnehmen. Zentraler Ausgangspunkt und Orientierung wird dabei das im vergangenen Jahr entwickelte Nachhaltigkeitsleitbild sein. Inzwischen wurden bereits drei entsprechende Pilotprojekte erfolgreich in Weser-Ems durchgeführt.
Bildunterschrift:
Die Verbandsdirektoren Axel Schwengels (l.) und Johannes Freundlieb präsentierten im Rahmen einer Online-Pressekonferenz gute Jahresergebnisse für die Genossenschaftsbanken in Weser-Ems.

Foto: Markus Hibbeler

Hydraulikservice jederzeit und überall

 

Pirtek Hydraulikservice Weser-Ems bietet Qualität und Kompetenz

Von Inge Meyer

Leer-Nüttermoor. Mit über 80 Standorten im gesamten Bundesgebiet ist Pirtek ein kompetentes Netzwerk in Sachen Hydraulikservice. Egal ob auf der Baustelle, in der Fabrik oder auf der Autobahn, wenn irgendwo ein defekter Hydraulikschlauch für Stillstand sorgt, dann sind Pirtek-Servicetechniker 24 / 7 und in kürzester Zeit zur Stelle.

Für unsere Region ist das Team der Pirtek Hydraulikservice Weser-Ems GmbH aus Leer-Nüttermoor Retter in der Not. 2006 wurde die Firma von Diplom-Ingenieur Arnold Harms gegründet und 2018 an den langjährigen Mitarbeiter Jan Bosker übergeben. Trotzdem blieb Harms dem Betrieb unterstützend erhalten, gibt aber nun endgültig den Staffelstab in jüngere Hände. Und das mit einem richtig guten Gefühl. Denn der 31-jährige Bosker und seine Mitarbeiter sind absolute Profis in Sachen Hydraulikschläuche und verknüpfen hochwertige Produkte mit Know-How und einem erstklassigen Service. So werden defekte Schläuche oder Leitungen zum Beispiel an Baukränen, Förderbändern oder Spritzgussmaschinen direkt vor Ort angefertigt und eingebaut. Das minimiert teure Stillstandzeiten und spart Kosten.

Für den `Rund um die Uhr-Service` stehen bei Pirtek in der Eisenstraße sechs mobile Werkstattwagen bereit. Außerdem hat Jan Bosker über tausend Armaturen, Ersatzteile sowie Schlauchrohlinge im sämtlichen Größen auf Lager. Darüber hinaus können Hydraulikreparaturen auch in der großzügigen Maschinenhalle gleich am Eingang zum Nüttermoorer Gewerbegebiet erledigt werden,das gilt übrigens auch für elektrobetriebene Maschinen und Fahrzeuge. Aber das Hauptgeschäft von Pirtek liegt auf der Straße. Denn es hat sich rumgesprochen, dass Pirtek immer zuverlässig gute und schnelle Arbeit leistet.

Foto Übergabe: Bereits 2018 gab Arnold Harms (links) den Betrieb in die kompetenten Händen von Jan Bosker. Jetzt verabschiedet sich der 64-jährige Diplom-Ingenieur endgültig von der Pirtek Hydraulikservice Weser-Ems GmbH. Foto: Himstedt

Der Profi für Einzelanfertigungen

Bürgermeister Huber besucht Firmennachfolger Stephan Theis in Augustfehn

Von Inge Meyer

Augustfehn. Der Bürgermeister der Gemeinde Apen, Matthias Huber, und Wirtschaftsförderer Henning Jürgens unternahmen einen Betriebsrundgang bei der Firma Inogs GmbH im Gewerbegebiet Augustfehn. „Für uns ist die Firmennachfolge von Bruns Edelstahlfabrikation durch Herrn Theis ein Sechser im Lotto“, sagte Matthias Huber und übergab einen Blumenstrauß an Stephan Theis, der alle 19 Beschäftigte und drei Auszubildende übernahm.

Der erste Kontakt zu der Firma Rudolf Bruns GmbH erfolgte über die IHK-Nachfolgebörse „nexxt change“ im Jahr 2017. Nach umfassenden Gesprächen mit dem Seniorchef Bruns, den Banken, der Gemeinde und anderen Institutionen stand fest, dass das auf Edelstahl ausgerichtete Produktionsunternehmen gut am Markt da steht, aber es muss investiert werden. „Bruns hat früher fast nur Großküchentechnik gemacht. Heute produzieren wir für den Schiffbau und die Lebensmittelbranche“, erläuterte Stephan Theis, der das Traditionsunternehmen zum 2.Februar 2021 rechtlich übernahm und den Firmennamen „Inogs GmbH“ auswählte.

Bei einem Rundgang mit dem Geschäftsführer Theis sowie dem langjährigen Betriebsleiter Hansi Wattjes und Innendienstleiter Hans-Ulrich Wolfertz schauten sich der Bürgermeister und der Wirtschaftsförderer die Einzelanfertigungen aus Edelstahl für Großkunden an: zum Beispiel Pommes-Warmhaltestationen für Fast-Food-Ketten, Rauchwagen für Hersteller von Wurst- und Geflügelspezialitäten, Ständer mit Hygienespender und vieles mehr. „Wir produzieren nicht auf Masse, sondern nur Einzelanfertigungen aus Edelstahl für den Kunden spezifisch zugeschnitten und das bundesweit“, bringt es der Oldenburger Theis auf den Punkt, der vorher als Vertriebsleiter bei einer Bremer Firma arbeitete.

Und Platz für Innovationen gibt es auf dem insgesamt 11.000 qm großen Areal mit knapp 3.000 qm Hallenfläche genügend. „Bereits im letzten Jahr haben wir rund 300.000 Euro in Maschinen und Technik investiert“, so Theis. Zudem setzt der Profi für Einzelanfertigungen auf den Nachwuchs aus eigenen Reihen und bildet drei Metallbauer aus.

Mit der Nachfolge haben sie die Chance genutzt, dass dieser Betriebsstandort gesichert wird“, betonte Matthias Huber beim Rundgang. Theis habe nicht nur alle Mitarbeiter übernommen, er habe auch schon neue wieder eingestellt. „Wir schalten jetzt demnächst unseren Internetauftritt frei. Außerdem streben wir das DIN ISO -Qualitätsmanagement noch in diesem Jahr an, um beispielsweise auch in der Sparte Automotive gelistet zu werden“, betont der neue Chef.

Von links:

Stephan Theis, Matthias Huber und Hansi Wattjes hier beim Edelstahl-Grill

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén