Autor: Inge Meyer Seite 2 von 3

Neue KÜS Prüfstelle in Schirum

Erfahrene Prüfingenieure arbeiten in der neuen Halle

Aurich-Schirum. Die beiden Geschäftsführer Johannes Bley und Juri Breise eröffneten die neue KÜS-Prüfstelle im Gewerbegebiet Aurich-Schirum am 1. Dezember letzten Jahres. „Nach gut einem Jahr Bauzeit konnten wir die neue Halle mit Bürotrakt in Betrieb nehmen. In der Eröffnungswoche lief die Prüfstelle von Anfang an gut an“, sagt Johannes Bley, der kürzlich auf sein 30-jähriges Jubiläum mit dem Kfz-Sachverständigenbüro Bley zurückblickte.

Gewerbliche und private Fahrzeugbesitzer finden nun ein komplettes Prüfangebot vor, das mit einem umfangreichen Service einhergeht. „In der Halle ist die technische Ausstattung auf dem neuesten Stand für Pkw, Lkw, Busse, Zweiräder, Kleintransporter sowie für große Wohnmobile, Wohnwagen und Anhänger“, erläutert Geschäftsführer Juri Breise.

In der zentral gelegenen KÜS-Prüfstelle Aurich – direkt an der Ampelkreuzung in Schirum – werden die Kunden von den erfahrenen Prüfingenieuren Gerwin Weerts und Thomas Ahrens betreut. Terminreservierungen sind online oder nach telefonischer Absprache möglich. Weiterhin besteht die Möglichkeit auch ohne Termin vorbeizukommen, die Papiere samt Schlüssel abzugeben oder einzuwerfen und das Fahrzeug dann am Abend wieder abzuholen. „Der Kunde kann alternativ auch im Servicecenter bei Kaffee oder einem Kaltgetränk warten.“ Und: „Vom Wartebereich aus ist die Prüfhalle zudem einsehbar, so dass die Kunden die Durchführung der Abnahme verfolgen können“, so Juri Breise weiter.

Mehr Informationen erhalten Sie im Internet unter www.kues-aurich.de oder unter der Rufnummer 04941/66619. Terminvereinbarungen sind hierüber ebenfalls möglich.

Bildunterschrift:

Von links: Johannes Bley und Juri Breise waren mit dem Start der neuen KÜS Prüfstelle sehr zufrieden. Foto: Inge Meyer

Das Licht ging an im Rathauspark…

Specken Illumination lieferte Weihnachtsbaum & Wasserturm

Langeoog. Advent, Advent – (k)ein Lichtlein brennt! Das wurmte die Inselbewohner der Gemeinde Langeoog schon lange, denn bis Weihnachten 2023 war diese stark verbesserungsfähig. Um neue Weihnachtsbeleuchtung zu kaufen, wurden eifrig Spenden bei verschiedensten Events gesammelt. „Der Langeooger Sportverein TSV hat bei Public-Viewing-Abenden Getränke und Snacks verkauft. Da ist viel Geld zusammengekommen“, teilt Thomas Pree von der Kurverwaltung Langeoog mit.

Eine eigene TSV-Kultursparte wurde gegründet und es kamen weitere Geldmittel von Spendern, Sponsoren und Unterstützern zusammen, so dass die Planung für die Investition eine neue Weihnachtsbeleuchtung an den Start ging. „Im Internet sind wir dann auf Familie Specken gestoßen, die Weihnachtsbeleuchtung seit über 45 Jahren verkauft“, so der Marketingleiter Thomas Pree weiter. In der Adventszeit 2024 erleuchtete der schöne Weihnachtsbaum von der Firma Specken Illumination „Made aus Bollingen“ erstmals auf Langeoog.

Auf den Geschmack gekommen, ging es dann in die „zweite Weihnachtsrunde“: Das Wahrzeichen von Langeoog, der Wasserturm, wurde bei den Saterländern als weitere Weihnachtsbeleuchtung in Einzelanfertigung in Auftrag gegeben. Per Laternenumzug, Musik, Glühwein und Bratwurst ging es dann von der Lale-Andersen-Statue quer durch den Ort zum Festplatz und per Countdown mit Knopfschaltung erleuchtet der wunderschöne Wasserturm. „Das hat alles gut geklappt, viele Vereine von der Inselgemeinde haben sich beteiligt. Für Einheimische und Touristen war der Advent-Event im letzten Jahr etwas Besonderes“, betont Thomas Pree, der den Nachmittag moderierte.

Im Rathauspark angekommen, gab es einen musikalischen Empfang mit dem Langeoog-Chor „de Likedeeler“. Durch den Nachmittag führte Thomas Pree von der TSV-Kultursparte als Moderator. Das leibliche Wohl war mit Kinderpunsch (für Kinder kostenlos), Glühwein und Bratwurst sichergestellt- Mehr Informationen auch im Internet unter www.langeoog.de. Mehr Informationen auch auf der Internetseite www.weihnachtsbeleuchtung.com.

„Es gibt eine hervorragende Infrastruktur für GründerInnen“

Interview mit Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone

Es gibt eine hervorragende Infrastruktur für GründerInnen“

Lingen. Erstmalig wurde der Gründerpreis Nordwest am 19. November in Halle IV in der Stadt Lingen verliehen. Trotz Krisenzeiten, Klimaveränderungen, Krankheiten und erheblicher Konjunkturschwankungen gibt es nachwievor GründerInnen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. In dem folgenden Interview gibt Dieter Krone, der seit 2010 Oberbürgermeister in Lingen ist, Antworten auf die Motivation und Ziele der Gründerszene.

 

1) Wie stehen die Chancen für GründerInnen trotz der vielen weltweiten Katastrophen?

Trotz aller Krisen ist die Gründerszene lebendiger denn je. Wir erleben in Lingen und der gesamten Region Weser-Ems viele Menschen, die ihre Ideen mutig in die Tat umsetzen. Gerade in schwierigen Zeiten entstehen oft die innovativsten Konzepte, weil sie aus einem echten Bedarf heraus kommen. Die aktuellen Herausforderungen – ob Energie, Digitalisierung oder Fachkräftemangel – eröffnen neue Märkte und Chancen. Es braucht Mut, aber auch die Zuversicht, dass unsere Region dafür ein stabiles Fundament bietet.

2) Drei gute Gründe, warum man heute trotzdem ein Start-up gründen sollte

Erstens die Selbstbestimmung, denn wer gründet, gestaltet seine Zukunft aktiv und schafft eigene Werte. Zweitens die Innovation. Viele Start-ups treiben Wandel und Fortschritt voran, insbesondere in den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Und drittens sind es Netzwerke und Unterstützung: Heute gibt es in unserer Region eine hervorragende Infrastruktur für Gründerinnen und Gründer – vom Campus Lingen über die Wirtschaftsförderungen bis hin zu Preisen wie dem Gründerpreis Nordwest. Dazu kommen Anlaufstellen wie das Seedhouse Lingen, vielfältige Förderprogramme wie das Gründungsstipendium oder EXIST sowie eine immer bessere Vorbereitung in Schulen und Hochschulen auf den Weg in die Selbstständigkeit. Wer eine gute Idee hat, findet bei uns starke Partner und verlässliche Unterstützung.

3) Welche Fähigkeiten und Tugenden sollen GründerInnen mitbringen ?

Gründungswillige brauchen vor allem Leidenschaft, Ausdauer und Lernbereitschaft. Der Weg in die Selbstständigkeit ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wichtig ist die Fähigkeit, mit Rückschlägen umzugehen und trotzdem an die eigene Idee zu glauben.

Ebenso entscheidend ist ein gutes Team mit unterschiedlichen Kompetenzen – niemand kann alles allein leisten. Offenheit für Neues, die Bereitschaft, Hilfe anzunehmen, und das Vertrauen, im richtigen Moment auch Aufgaben zu delegieren, sind zentrale Erfolgsfaktoren. Ein starkes Netzwerk ist dabei genauso wichtig wie der Glaube an die eigene Idee und das „Brennen“ für das eigene Vorhaben.

Verzichten müssen viele Gründerinnen und Gründer zunächst auf Sicherheit, denn ein festes Einkommen, geregelte Arbeitszeiten oder Urlaubsplanung gehören selten dazu. Dafür gewinnen sie Freiheit, Gestaltungsspielraum und die Möglichkeit, etwas Eigenes aufzubauen.

Zudem gibt es deutlich mehr Unterstützung als früher: Neben klassischen Programmen wie Gründungszuschüssen bieten regionale Initiativen, die gezielt Begleitung, Coaching und Fördermittel anbieten Der Gründerpreis Nordwest ist ein starkes Zeichen, dass Unternehmergeist in unserer Region Wertschätzung erfährt.

 

4) Hat sich die Sichtweise auf Unternehmensgründungen geändert – und gibt es heute eine neue Fehlerkultur?

Definitiv. Früher galt die Selbstständigkeit oft als Risiko, heute als Chance. Wir erleben ein gesellschaftliches Umdenken: Scheitern wird nicht mehr als Makel gesehen, sondern als Teil des Lernprozesses. Diese „Fehlerkultur“ ist ein wichtiger Baustein einer modernen Gründerszene.

Viele junge Menschen wollen nicht einfach nur einen sicheren Arbeitsplatz, sondern Sinn stiften, gestalten und Verantwortung übernehmen. Das spüren wir nicht nur am Campus Lingen, wo Studierende frühzeitig mit praxisnahen Projekten und Gründungsideen in Berührung kommen, sondern ganz deutlich in der täglichen Arbeit unserer Wirtschaftsförderung. Dort wird sichtbar, dass der Unternehmergeist in unserer Region stetig wächst – über Branchen und Altersgruppen hinweg.

5) Wie viele Studierende gibt es am Campus Lingen und wieviele Gründungen?

Am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück studieren derzeit rund 2.300 Studierende in etwa 24 Studiengängen. Der Anteil praxisorientierter Projekte ist hoch, und die Hochschule fördert aktiv unternehmerisches Denken.

Ein Beispiel dafür sind die Campus Convention, die regelmäßig innovative Ideen und Forschungsprojekte sichtbar macht sowie die Blockwochen zum Thema Unternehmertum und der Studiengang „Entrepreneurship“. In den letzten Jahren sind mehrere erfolgreiche Gründungen aus dem Umfeld des Campus hervorgegangen – von Start-ups im Medienbereich über nachhaltige Produktideen bis hin zu digitalen Geschäftsmodellen. Diese Dynamik zeigt, dass der Campus und das Netzwerk drumherum ein echter Innovationsmotor für die gesamte Region sind.

 

Bildunterschrift: Oberbürgermeister Dieter Krone

 

 

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén