Kategorie: Thema

Energiestandort an der Ems

Rund 2.000 Gäste beim Bürgerempfang in der EmslandArena

Lingen. Grüner Wasserstoff, der IT-Campus und die digitale Entwicklung der Stadt, Investitionen in Sicherheit und Infrastruktur sowie die positive Finanzlage: Diese Themen standen im Mittelpunkt der Rede von Oberbürgermeister Dieter Krone beim Bürgerempfang der Stadt Lingen (Ems) in der EmslandArena. Rund 2.000 Gäste begrüßte das Stadtoberhaupt am 11.Januar. Musikalisch begleitet wurde der Empfang von RoMeO – Rock meets Orchestra – der Musikschule des Emslandes unter der Leitung von Musikdirektor Martin Nieswandt.

Krone betonte die Bedeutung demokratischer Stabilität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Gleichzeitig dankte er den vielen Engagierten in Lingen, die sich in Vereinen, Verbänden und Institutionen für das Gemeinwohl einsetzen. Lingen stehe wirtschaftlich sehr solide da und könne daher wichtige Entwicklungen konsequent vorantreiben.

Ein Schwerpunkt der Rede lag auf der Transformation des Energiestandortes. Krone verwies auf die Konverterstation von Amprion, die in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. Dadurch würden in wenigen Monaten 1,8 Gigawatt grüner Strom nach Lingen geführt. Dieser CO-freie Strom sei die Grundlage für die Produktion von Grünem Wasserstoff durch die Elektrolyseanlagen von RWE und BP. Insgesamt lösten die Vorhaben am Standort Investitionen von über drei Milliarden Euro aus. „Wir bauen hier nicht nur eine Anlage – wir bauen eine komplette Wasserstoff-Wertschöpfungskette: von der Produktion über die Speicherung bis hin zur Anwendung“, so Krone.

In der Entscheidungsphase befinde sich zudem ein Batteriegroßspeicher, der zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen könne. Eine Investorenentscheidung werde in Kürze erwartet. Auch die Strategie zur Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur hob der Oberbürgermeister hervor. Lingen verfüge heute über mehr als 4.000 Betriebe und rund 30.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Erweiterungen und Neuansiedlungen in verschiedenen Gewerbegebieten stärkten den Standort an der Ems und machten ihn widerstandsfähiger gegenüber Konjunkturschwankungen.

Ein weiteres Zukunftsprojekt sei der Aufbau eines innovativen Forschungs- und Entwicklungsstandortes – insbesondere durch den IT-Campus Lingen. Der Stadtrat habe den Bebauungsplan einstimmig beschlossen, der erste Baustein „Vision Dock“ nehme bereits Form an. Umgesetzt werde das „Vision Dock“ durch ein Projektteam um Frank Exeler, das rund 40 Millionen Euro investieren wolle. „Der IT-Campus ist für mich ein Zukunftsversprechen – an Fachkräfte, an Studierende, an Start-ups und an unsere mittelständischen Unternehmen“, betonte der Oberbürgermeister. Doch Digitalisierung dürfe niemals ausgrenzen, deshalb werde ein neuer Digitallotse als Ansprechpartner für Hilfestellungen und Beratungen im Rathaus eingeführt.

Der Haushalt 2026 sei mit Blick bis 2029 nahezu ausgeglichen beziehungsweise mit Überschüssen geplant, bei der Gewerbesteuer seien aktuell rund 50 Millionen Euro erzielt worden. Gleichzeitig mahnte er zur Umsicht und erinnerte an die schwierige Haushaltslage 2010. Die gute Finanzlage ermögliche wichtige Investitionen in Lebensqualität: unter anderem in Kitas und Schulen, Sportanlagen und Jugendangebote. Auch die Innenstadtentwicklung bewertete Krone positiv. Eine Belegungsquote von 97 Prozent und ein Rekordergebnis von über 12,2 Millionen Passanten in der Innenstadt unterstrichen die Attraktivität. Weitere Veränderungen seien am Alten Hafen mit neuer Gastronomie und einer Marina sichtbar. Beim Thema Wohnen berichtete Krone von 620 neuen Wohneinheiten im Stadtgebiet sowie weiteren 1.700 Bauvoranfragen oder -anträgen.

„Walt Disney wäre stolz darauf gewesen“

12. Gründerpreisverleihung fand in Halle IV am Campus in Lingen statt

Lingen. Insgesamt 85 Unternehmen aus der Region Weser-Ems und drei Schulen reichten ihre Bewerbungsunterlagen für den Gründerpreis Nordwest ein. „Von 85 Bewerbungen kamen 47 aus dem Landkreis Emsland und darunter viele aus Lingen“, fügte Jürgen Brüna, Initiator des Gründerpreis Nordwest, in der Begrüßung vor Weihnachten hinzu.

Zwölf Firmen – darunter zwei Kleingründungen und zwei Unternehmensnachfolgen – sowie zwei Schulgründungen kamen in die engere Auswahl, darunter sechs Lingener Startups. Diese Betriebe besuchte die Jury vor Ort. „Das Lingener Gründerzentrum existiert schon seit 2002. Es ist tatsächlich immer wieder erstaunlich, wieviel Mut Gründerinnen und Gründer haben, etwas Neues auszuprobieren“, sagte Dieter Krone, Oberbürgermeister der Stadt Lingen, in seinem Grusswort vor den rund 150 Gästen aus Wirtschaft und Politik.

Laudator Felix Hapig würdigte den Top-Gewinner des Gründerpreises Nordwest: Die Firma Space Magic GmbH, die im Obergeschoss des Caro-Einkaufscenters in Aurich ansässig ist, erhielt den 1. Preis in Höhe von 2.500 Euro. „Mit Space Magic, Weltraum-Entertainment, ist einer der größten Indoor-Freizeitparks im Nordwesten geschaffen worden, und rund 100 Beschäftigte haben dort einen Job gefunden“, sagte Rechtsanwalt Felix Hapig. Er selber besuchte den Freizeitpark mit seinen Kindern, aß im „Walt Disney“-Restaurant und testeten die doch sportlich anspruchsvollen Einrichtungen der Galaxie. „Walt Disney wäre stolz darauf gewesen“, fügte Hapig hinzu. Seit der Eröffnung im März 2024 verbucht Space Magic schon 10.000 Besucher nach einem Jahr. Bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen ist „Space Magic“ richtig angesagt.

Den 2.Preis erhielt die Werbeagentur saftladen content & design GmbH & Co.KG aus Lingen. Das Preisgeld betrug 1.000 Euro. „Ich selber habe mich im Jahr 2010 mit einer Werbeagentur in Aurich selbstständig gemacht und freue mich umso mehr, die Lautdatio für die beiden Gründerinnen Anna Wilmes und Lea Wintermann von der Agentur saftladen zu halten“, sagte Katrin de Buhr von DESIGNSTUUV Werbeagentur. Das achtköpfige Team habe Mut bewiesen, gründete sich in Corona-Zeiten und bildet zum Mediengestalter aus.

Den dritten Platz mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro erhielt das Team von der Firma OM Stuhr GmbH & Co.KG mit Sitz in Cloppenburg. Der Sonderpreis für Unternehmensnachfolge erhielt die „Filmpalast Cine-World GmbH & Co.KG“ in Lingen und ein weiterer Sonderpreis erhiet die „Northern German Barbecue GmbH“ in Wilhelmshaven. Der Sonderpreis ging an die „Schülergenossenschaft DruckFest“ von der BBS Lingen Wirtschaft.

Von links:

Laudator Felix Hapig gratulierte den Gründern Steve Schröder und Christoph Vogels von der Firma Space Magic GmbH, die auf den 1. Platz landeten. Rechts im Bild ist Jürgen Brüna. Foto: Inge Meyer

Neubauten am See

Direkt am See entstehen Wohnhäuser im niederländischen Stil

Apen. „Für die Gemeinde Apen ist dies ein Leuchtturmprojekt“, sagte Matthias Huber, Bürgermeister der Gemeinde Apen, schon vor Jahren. Denn bereits vor zehn Jahren erwarb Peter Stock die Fläche am See. Nun sind die ersten Mieter in die neuen Häuser eingezogen.

Auch das zweite Haus wird vor Weihnachten fertiggestellt und das dritte Gebäude dann im ersten Quartal nächsten Jahres – jedes Haus mit vier verschiedenen Silhouetten. „Die Gewerbeflächen eignen sich beispielsweise gut für Handels- oder Dienstleistungsbetriebe sowie für Gesundheitsberufe“, fügt Investor Peter Stock hinzu, der 80 Voll- und Teilzeitkräfte beschäftigt. In allen Wohnungen sind nachhaltige Materialien mit Fichte oder Tanne verbaut worden und einen Gemeinschaftsgarten gibt es auch.

Zudem gibt es zahlreiche Parkplätze am Neubau. Mehr Informationen unter der Internetadresse www.zimmerei-peter-stock.com.

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