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Stüwe bezieht neuen Standort

Familienunternehmen investiert in Zukunft, Nachhaltigkeit & Wachstum

Lingen. Das Unternehmen Elektro Stüwe hat seinen neuen Betriebsstandort im Gewerbegebiet Biene an der B 70 bezogen. Bereits vor der offiziellen Neueröffnung mit Tag der offenen Tür besichtigten Oberbürgermeister Dieter Krone, Ortsbürgermeisterin Katharina Mehring, der stellvertretende Vorsitzende des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses Stefan Wittler sowie Dietmar Lager von der Wirtschaftsförderung den Neubau und gratulierten Geschäftsführer Bodo Stüwe zum erfolgreichen Umzug.

„Mit Elektro Stüwe hat sich ein leistungsstarkes Unternehmen bewusst für den Wirtschaftsstandort Lingen entschieden. Die Investition in den neuen Standort zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsorientiert und nachhaltig sich das Unternehmen aufstellt“, betonte Oberbürgermeister Dieter Krone. Besonders erfreulich sei, dass mit dem Neubau zugleich ein modernes Arbeitsumfeld geschaffen wurde.

Geschäftsführer Bodo Stüwe zeigte sich mit der Standortwahl sehr zufrieden: „Der Standort hat sich schon jetzt absolut bewährt. Ich bin genau da, wo ich hin wollte.“ Zwar habe es mehrere gute Optionen gegeben, „aber dieser Standort hatte am Ende das gewisse i-Tüpfelchen.“ Besonders die gute Erreichbarkeit sowohl aus Richtung Geeste als auch aus Richtung Lingen sei ein großer Vorteil – für Kunden ebenso wie für die Mitarbeitenden.

Der Umzug selbst wurde innerhalb von nur zwei Tagen umgesetzt. „Da haben wirklich alle mit angepackt“, berichtet Stüwe. Mit mehr als 30 Bullis seien Material und Ausstattung transportiert worden. „Ein großes Lob an alle Mitarbeiter – alle haben mitgezogen, das hat richtig Spaß gemacht.“

Auf dem rund 8.500 Quadratmeter großen Grundstück an der Meppener Straße entstand eine moderne Betriebsstätte mit großzügiger Montage- und Lagerhalle sowie einem vorgelagerten Bürokomplex. Die neue Halle bietet optimale Bedingungen für Lagerung und Beladung, während die Außenflächen ausreichend Platz für den Fuhrpark, Container und Bauwagen schaffen. Zum Unternehmen gehören derzeit rund 60 Mitarbeitende. Etwa zehn im Büro und rund 50 auf den Baustellen, ergänzt durch Subunternehmer und Helfer. Auch die Ausbildung spielt weiterhin eine wichtige Rolle: Aktuell beschäftigt Elektro Stüwe acht Auszubildende, fünf weitere starten im Sommer.

 

Von links: Stellvertretender Vorsitzende des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses Stefan Wittler, Dietmar Lager von der Wirtschaftsförderung, Oberbürgermeister Dieter Krone, Geschäftsführer Bodo Stüwe und Ortsbürgermeisterin Katharina Mehring.

Foto: privat

 

Aussichtsplattform mit Weitblick

Alter Leuchtturm von 1576 wird für eine Mio. Euro saniert

Borkum. „Am 26.September gibt esam Alten Leuchtturm rund um das Toorn-Haus ein Fest mit Umtrunk und Musik. Es ist der 450. Geburtstag“, informiert Markus Stanggassinger vom Bauamt der Stadt Borkum. Seit dem letzten Jahr wird das Denkmal für gut eine Million Euro mit Fördergeldern saniert, davon trägt der Heimatverein der Insel Borkum rund 260.000 Euro Eigenanteil.

„Wegen des strengen Winters können wir den Fertigstellungstermin noch nicht sagen. Zum Leuchtturm-Fest wird es nicht klappen. Ob es überhaupt noch vor Weihnachten klappt, wissen wir nicht“, sagt Klaas Bakker, Vorstandsmitglied im Heimatverein der Insel Borkum. Der ehemalige Elektroingenieur unterstützt auf der Baustelle wo er kann, da es für den Heimatverein auch ein großes unter Denkmalschutz stehendes Projekt ist. Rund 600 Mitglieder zählt der Heimatverein auf der Insel.

Eine historische Treppe mit 175 Stufen, rund 33 Meter Durchmesser, knapp 40 Quadratmeter Fläche auf der Aussichtsplattform, eine alte Glockenläutenanlage, Schallluken und Holzfenster – wurden bereits entfernt, auf Statik oder Schimmelbefalls geprüft, um das dann wieder in filigraner Handwerkskunst allen Borkumern und Urlaubern zugängig zu machen. Noch heute befindet sich im Eingangsbereich ein Tor, welches den direkten Übergang in die gegenüberliegende Kirche möglich machte.

„Auf beide oberen Etagen kommt eine Klimaanlage“, erklärt Bakker. Von der knapp 40 Quadratmeter großen Aussichtsplattform haben die Besucher dann zukünftig einen wunderschönen Ausblick. Laut Bakker und Stanggassinger wird es nur geführte Rundgänge nach der Komplettfertigstellung geben, und die Karten sind dann zukünftig in der Kurverwaltung oder Online zu kaufen. Zum 450-jährigen werden ab 11 Uhr zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik erwarten. Mehr Informationen auch unter www.borkum.de.

Bildunterschrift:

Von links: Markus Stanggassinger und Klaas Bakker testen die historische Treppe im Alten Leuchtturm. Foto: Inge Meyer

 

Hape for President?

Kerkeling kein Spaßkandidat

Geestland. Ende September will die CDU/CSU als stärkste Fraktion im Deutschen Bundestag einen Kandidatenvorschlag für das Amt des Bundespräsidenten vorlegen. Das nächste Staatsoberhaupt wird am 30. Januar 2027 gewählt. Die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März des kommenden Jahres.

Wenn sich die Union mit dem Koalitionspartner SPD auf einen gemeinsamen Kandidaten (oder eine Kandidatin) verständigen sollte, könnte die Sache schon gelaufen und mal wieder nach parteipolitischer Arithmetik entschieden sein.

Doch wäre das wirklich so gut? Oder wäre es nicht Zeit für einen Bundespräsidenten von außerhalb des Parteienlagers?

Im Sommer 2026 drehte sich das Kandidatenkarussell noch langsam. Auf ihm sitzt Ilse Aigner, die Präsidentin des Bayrischen Landtages. Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaates und CSU-Vorsitzender, hatte die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin und spätere Landesministerin aus seinem Kabinett vorgeschlagen. Manche politische Beobachter mutmaßen, dass Söder so auf charmante Weise eine innerparteiliche Rivalin loswerden will.

Nicht von Parteien Gnaden, aber aufgrund einer Online-Petition sitzt ebenfalls der Entertainer und Komiker Hape Kerkeling auf diesem Karussell. Besagte Petition trug Ende Juli immerhin rund 143.000 Unterschriften. Die Initiatoren der Petition meinen es ernst. Der Künstler sei „kein Spaßkandidat“. Vielmehr könne er Menschen auf Augenhöhe mitnehmen und „Brückenbauer für eine verunsicherte Gesellschaft“ sein. Ein Bundespräsident müsse die Herzen erreichen. Gleichzeitig müsse er eine moralische Instanz sein, argumentieren die Organisatoren. Kerkeling könne das gewährleisten, wie er zum Beispiel mit seiner ergreifenden Rede in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald im April 2026 sowie seinem sozialen Engagement bewiesen habe. Der Haken: Kerkeling fühlt sich nach eigenen Worten geehrt, möchte jedoch nicht antreten. Zumindest nach dem derzeitigen Stand.

Worte & Taten gegen die Spaltung

Nichtsdestotrotz ist das Nachdenken über einen Kandidaten oder eine Kandidatin ohne Verflechtung mit dem Parteienbetrieb, der von einer möglichst breiten Mehrheit in der Bundesversammlung gewählt werden sollte, nicht abwegig. Zumal Quereinsteiger im höchsten Amt des Staates wie Roman Herzog oder Joachim Gauck bisher eine gute Figur gemacht haben.

Für einen Kandidaten von außerhalb des parteipolitischen Lagers spricht auch, dass sich die Aufgaben des Bundespräsidenten – vom Repräsentieren abgesehen – in Grenzen halten. Dem Grundgesetz zufolge vertritt der Bundespräsident den Bund völkerrechtlich. Er beglaubigt und empfängt die Gesandten, ernennt und entlässt den Bundeskanzler, die Bundesminister, Bundesrichter sowie hohe Bundesbeamte und Offiziere. Außerdem unterschreibt der Bundespräsident die Gesetze.

Der Bundespräsident kann zwar theoretisch den Bundestag auflösen. Das ist in der Geschichte der Bundesrepublik bisher aber lediglich dreimal (1972, 1983 und 2005) vorgekommen.

Um so wichtiger ist das Repräsentieren im „Jobprofil“ eines Bundespräsidenten. Er muss die richtigen Worte finden, die die Menschen und die Gesellschaft ein Stück weit zusammenführen und die Spaltung des Landes verringern können, ohne dass ihm parteipolitische Hintergedanken vorgeworfen werden. Und er muss mit den richtigen Taten Akzente für eine offene und solidarische, tolerante und respektvoll miteinander umgehende Gesellschaft setzen. Menschen wie Hape Kerkeling ist das zuzutrauen.

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