Seite 3 von 15

Sparkasse an neuem Standort

Sparkasse LeerWittmund zog in ehemaliges AOK-Gebäude

Borkum. Das Team der Sparkasse LeerWittmund zog in die ehemaligen Räumlichkeiten der AOK um. „Wir sind bereits zum 1.Dezember letzten Jahres hier in den neuen Standort, Lüderitz 2, umgezogen. Es ist fast alles fertig bis auf einige Kleinigkeiten“, informiert Carsten Duprée, Leiter der Borkum Sparkasse.

Zukünftig fahren wir hier auf Borkum zweigleisig, die SB-Zone bleibt am Georg-Schütte-Platz 11 und dies ist die Beratungsfiliale“, erklärt Frank Fastenau, Vorstandsvertreter der Sparkasse LeerWittmund. Die neuen Räumlichkeiten mit drei Beratungszimmern sowie ein Teambüro mit vier PC-Arbeitsplätzen sind hell und freundlich eingerichtet. „Am Georg-Schütte-Platz hatten wir auch einen Raum ganz ohne Fenster, das ist hier am neuen Standort besser, da alle Räumlichkeiten über Fenster verfügen“, fügt Carsten Duprée hinzu. In der neuen Filiale werden neben dem Service für die Borkumer Kunden Gespräche und Terminvergaben vereinbart.

In der Borkumer Sparkasse arbeiten vier Vollzeitkräfte und vier Teilzeitkräfte sowie ein Auszubildender zum Bankkaufmann. Wenn der Kunde die neue Beratungsfiliale betritt, die von montags bis freitags vormittags in der Zeit von 9-12 Uhr sowie montags und donnerstags nachmittags von 15-17 Uhr besetzt ist, stehen zwei Mitarbeiter für Auskünfte und Service zur Verfügung. Zudem befindet sich im Empfangsraum ein SB-Terminal und Kontoauszugsdrucker. Geplant ist, dass am neuen Standort ein Geldautomat aufgebaut werden soll.

Die Sparkasse bietet in den Sommer- und in den Wintermonaten die gleichen Öffnungszeiten an. Auch die Bestückung der SB-Filiale am Georg-Schütte-Platz findet vom neuen Standort aus statt.

Darüber hinaus gibt es eine Teeküche mit Sitzgelegenheit für eine Arbeitspause. Geplant ist, dass der kleine Park mit Sitzgelegenheit demnächst neu gestaltet wird. Bereits seit 1944 gibt es in der Stadt Borkum eine Sparkasse, damals noch unter der Emder Leitung.

Mehr Informationen auch im Internet unter www.sparkasse-leerwittmund.de.

Bildunterschrift

Von links: Carsten Duprée, Monika Poppinga, Blerona Selaj, Rainer Küpperbusch und Severin Kruse sind am neuen Standort eingezogen. Foto: Inge Meyer

„Mit der Stimmtrainerin Inga Paulsen selbstsicher vor der Kamera“

Interview mit Tillmann Haas, dem neuen kaufmännischen Leiter der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog

Spiekeroog. Der neue kaufmännische Geschäftsführer der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog gGmbH auf Spiekeroog, Tillmann Haas, bringt neue Ideen mit und präsentierte vor kurzem die Internatsschule auf einem Wirtschaftsforum in der Wiesmoorer Blumenhalle. In dem folgenden Interview gibt er einen Einblick in seine Tätigkeit.

Herr Haas, Sie waren in leitender Funktion bei der KfW in Frankfurt und haben während der Corona-Krise Unternehmen, die unverschuldet in Not geraten waren, durch Hilfskredite unterstützt. Eine interessante Aufgabe… wieso dann Spiekeroog?

Wir waren in Frankfurt sehr glücklich und ich hatte bei der KfW eine spannende und reizvolle Position. Ich war daher nicht aktiv auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Allerdings haben wir oft unsere Urlaube auf Spiekeroog verbracht und träumten schon immer davon, hier dauerhaft zu leben. Als die Stelle der kaufmännischen Leitung an der Hermann Lietz-Schule ausgeschrieben wurde, sahen wir dies als eine einmalige Gelegenheit, unseren Traum zu verwirklichen und zugleich meine berufliche Laufbahn neu zu lenken.

Von der Finanzwelt in die Pädagogik ist ein großer Sprung.

Wie starteten Sie die neuen Herausforderung?

Mein Fokus lag am Anfang darauf, alles an der Schule kennenzulernen. Das pädagogische Konzept und das engagierte Team aus pädagogischem und nicht-pädagogischem Personal leisten in der individuellen Schülerbetreuung einen exzellenten Job. Die Initiativen, die unser Schulleiter Florian Fock bereits vor mir angestoßen hat, sind genau das, was die Schule sicher in die Zukunft führen wird. Mein Job ist es nun, diese Themen umzusetzen und dafür zu sorgen, dass die Schule mit ihrer Einzigartigkeit noch bekannter wird.

 

Wie könnte diese Zukunft konkret aussehen?

Ein Schwerpunkt ist der klimaneutrale Ausbau des Internatsgymnasiums. Wir arbeiten daran, die Schule vollständig unabhängig von fossiler Energie zu machen und ausschließlich CO2-neutrale Energie zu nutzen. Dazu gehört die Installation einer modernen PV-Anlage, die Modernisierung der Heizungsanlage und der Ausbau unserer Windkraftanlage. Außerdem spielt unsere Internatslandwirtschaft eine zentrale Rolle in der Eigenversorgung der Schule, was nicht nur nachhaltig ist, sondern auch pädagogisch wertvoll. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Professionalisierung des Schülermarketings. Wir haben die Infotage intensiviert und verbessern ständig deren Qualität, um interessierten Familien unser einzigartiges pädagogisches Angebot näherzubringen.

 

Auch in Wiesmoor haben Sie sich kürzlich der hiesigen Wirtschaft vorgestellt.

Welche weitere Messen und Ausstellungen sind geplant, um zukünftige Schüler zu werben?

Wir versuchen immer einen lokalen Bezug mit unseren Wertenherzustellen, den wir im Rahmen unserer Deutschlandtour ansteuern. In Wilhelmshaven haben wir beispielsweise neben der Schulpräsentation eine Schweinswalbeobachtung von einer Meeresbiologin aus dem Schulteam auf der Dachterrasse des Wattenmeerzentrums angeboten. In Frankfurt gab es eine Führung durch das Senckenbergmuseum​. Wir haben mit den Infotagen sehr gute Erfahrungen gemacht. Schüler, die wir über dieses Format gewinnen, treffen eine bewusste Entscheidung und bleiben uns langfristig erhalten.

Denn zusätzlich zu den Lernaktivitäten bieten wir ein abwechslungsreiches Sport- und Freizeitprogramm nachmittags und abends an. Die Teilnehmer können sich auf Aktivitäten wie Fußball, Basketball, Beachvolleyball, Schwimmen, Tanzen und vieles mehr freuen. Abends gibt es spannende Events wie Sternwanderungen, Pizzabacken, Lagerfeuer und Partys. Das Bildungsangebot der Hermann Lietz-Schule spiegelt unsere Werte von Selbstständigkeit, Verantwortung und praktischer Erfahrung wider. Beispielsweise haben unsere Schüler in der 11. Klasse die Möglichkeit, sieben Monate an Bord eines Großseglers über den Atlantik zu segeln und wertvolle Erfahrungen zu sammeln, die weit über den normalen Unterricht hinausgehen. ​​​​

 

Während Corona war an den meisten Schulen allerdings eher Homeschooling als Erlebnis angesagt…auch in der Hermann Lietz-Schule?

Das mag vielleicht ein wenig komisch klingen, aber durch Corona hat sich die Attraktivität unseres besonderen Bildungsangebots auf Spiekeroog sogar erhöht. Wir konnten unseren Internatsbetrieb weitgehend im Präsenzunterricht aufrechterhalten. Nach der Krise kamen dann Schüler extra zu uns, um wieder Spaß und Freude am Lernen zu entdecken. Die akademische Exzellenz ist uns sehr wichtig, aber viel wichtiger sind reale Erfahrungen und Begegnungen im Rahmen unseres außerschulischen Angebots – wie Internatslandwirtschaft, Segeln, Kiten, Bootsbau und Deichbau. Das ist genau das, was die Schüler nach der Corona-Krise brauchten.

 

Praktische Erfahrung, ja… aber wie sieht es mit der Digitalen Bildung aus?

Digitale Bildung ist uns ebenfalls sehr wichtig. Unser pädagogisches Konzept zielt darauf ab, dass die Schüler wissen, wie sie digitale Tools nutzbringend einsetzen – als Gestalter und nicht nur als Konsumenten. Dabei achten wir auf das Suchtpotenzial von digitalen Medien. Bei uns gibt es fest geregelte Medienzeiten, und die meiste Zeit kommen die Schüler ohne Handy oder sonstige digitale Tools aus.

Zum Beispiel hatten wir die renommierte Stimmtrainerin Inga Paulsen bei uns, die den Schülern gezeigt hat, wie man werbewirksame Reels produziert und selbstsicher vor der Kamera spricht. Diese Fähigkeiten sind entscheidend, um in der heutigen digitalen Welt erfolgreich zu sein und sich effektiv auszudrücken.

In den Ferien bieten Sie Lerncamps an, was wird darin vermittelt?

Wir wollen damit unseren Schülern zusätzliche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Aber hier kann auch erstmalig Internatsluft geschnuppert, da auch Schüler, die nicht auf unser Internat gehen von diesem besonderen Bildungsangebot profitieren können. Ein engagiertes Lerncoach-Team, geleitet von Gedächtnisweltmeister Markus Hofmann, macht die Teilnehmer fit für die Schule. Die Schüler lernen Strategien, wie sie sich Schulstoff schneller merken können und wieder Spaß am Lernen finden. Getreu unserem Schulmotto: Ist die Flamme für den Spaß am Lernen erst einmal entfacht, flackert sie meist ein Leben lang. Und für diese Flamme brennen wir!

.

Wenn Kunden Verkäufer ausnutzen

Wenn Kunden Verkäufer ausnutzen …

Viele Verkäufer erteilen ihren Kunden spontan Zusagen oder Versprechen, welche sie eigentlich gar nicht geben wollten oder sollten. So gelingt es einigen Kunden, ihre Ansprechpartner um den Finger zu wickeln: Plötzlich gibt es höhere Rabatte oder an sich kostenpflichtige Reparaturen auf Kulanz.

Sagen Verkäufer Ja, meinen aber Nein, bedeutet dies schnell Stress – und zwar für den Anbieter, nicht für den Kunden.

Wer keine klaren Ziele hat, gibt vorschnell nach

Ansprechpartner des Kunden müssen stets ihre Ziele und Spielräume kennen. Gerade wenn ihnen diese nicht eindeutig bewusst sind, laufen sie Gefahr, schnell Kompromisse zu machen. Welcher Verkäufer will schon gerne mit einem Kunden in einen möglichen Konflikt gehen und ihm klare Grenzen aufzeigen? Da gibt man doch lieber im Zweifelsfall mal ein paar Euro mehr nach, um den langersehnten Auftrag nun endlich zu bekommen. Oder drückt ein Auge zu, wenn es auch mal darum geht, sich kulant zu zeigen. Man möchte ja auch kein Unmensch sein – und bald wieder gute Geschäfte mit dem Kunden machen.

Was passiert in Ihrem Unternehmen, wenn Mitarbeiter über das Ziel „hinausschießen“? Nichts? Oder gibt es dann ein Gespräch und konkrete Hilfestellung, wenn mal wieder ein solcher Fall auftreten sollte?

Antwortreflex stoppen

Gerade Verkäufer sind es gewohnt, schnell zu antworten. Erst recht dann, wenn sie ihren Job schon sehr lange machen. Aber: Wer sofort reagiert, läuft Gefahr, so zu reagieren, wie immer – und im Zweifelsfall vorschnell Zusagen zu erteilen. Formulierungen wie „Ich frage mal meinen Chef“ oder „Ich gucke mal, was sich da machen lässt“ sind oft nachteilig. Denn wer das zu seinen Kunden sagt, stiftet beim Kunden Hoffnung. Denn wenn nichts mehr gehen würde, müsste der Verkäufer ja nicht noch Rücksprache halten oder darüber nachdenken, oder? Aber wer will schon als Unflexibler dastehen und dem Kunden sagen „Es geht nichts mehr“, wenn man doch indirekt gesagt hat „Es wird was gehen, ich kläre mal, was“?

Daher ist es meist besser, im Zweifelsfall klar und sofort den außergewöhnlichen Kundenwunsch mit einer guten Begründung abzusagen.

Ausnahmen werden schnell zur Regel

Woher sollen Kunden wissen, was „normal“ ist, und was eine „extra Leistung“ ist? Betonen Anbieter dies nicht, leiten Kunden schnell ein Gewohnheitsrecht ab. Kundenappelle wie „Die 5 Prozent, die ich letztes Mal bekommen habe, kriege ich doch wieder, oder?“ zeigen, dass Abnehmer oft ein gutes Gedächtnis haben. Wurde nicht schon vorab betont, dass diese 5 Prozent aus einem speziellen Grund eine Ausnahme sind, ist es für viele Anbieter schwer, ohne Zugeständnis aus der aktuellen Verhandlungssituation herauszukommen.

Klarheit des Verkäufers ist nicht nur gut für ihn selbst sowie für seinen Arbeitgeber, sondern auch zum Vorteil der Kundenbeziehung. Denn Kunden lieben es zu wissen, woran sie sind.

Oliver Schumacher ist Verkaufstrainer seit 2009.

https://oliver-schumacher.de/

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén