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„In Wellenbewegung muss es immer wieder nach oben gehen“

Interview mit dem Zehnkämpfer Frank Busemann über Leistungssport

Emden/Dortmund. Frank Busemann war ein erfolgreicher Zehnkämpfer in der Weltklasse Leichtathletik, gewann die Silbermedaille bei der Olympiade 1996 in Atlanta und holte Bronze bei der Weltmeisterschaft im Jahr 1997 in Athen. Aufgrund chronischer Beschwerden im Fuß, in der Leiste und im Ellenbogen, beendete der heute 51-jährige Medaillengewinner seine Karriere im Jahr 2003.

Im folgenden Interview gibt der Sohn eines Hauptschullehrers, der gebürtig aus Recklinghausen kommt, einen Einblick, wie Sport, Gesundheitsförderung und immer wieder neue Anreize in fast jede Firmenphilosophie inkludiert werden kann.

Als Zehnkämpfer haben Sie einige Wettbewerbe gewonnen.

Welche Spiele waren am herausfordernsten und wie haben Sie sich vorbereitet?

1998 habe ich mich bei der Meisterschaft in Ratingen (Westfalen) verletzt und trotzdem weitergemacht. Das war sehr herausfordernd. Bei der WM 1999 habe ich mir direkt vor dem Start einen Faszienriss zugezogen und habe in der dritten Disziplin aufgeben müssen. Grundsätzlich wurde ich immer von meinem Vater trainiert, bis auf die letzten zwei Jahren. Das ging dann im Oktober in der Regel los und die Saison war im darauf folgenden Jahr in den Sommermonaten.

Bei welcher Niederlage ging es Ihnen richtig schlecht und wie kann man gegenlenken, um nicht in ein Loch zu fallen?

Nach den Olympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000 landete ich auf dem 7. Platz und dann kam schon die Frage: Warum tue ich mir und meiner Gesundheit das an? Aus diesem Loch kam ich wieder heraus, weil ich wusste, dass die Karriere endlich ist. 2003 musste ich aufgrund diverser Verletzungen diese aber beenden.

Nun hat Sport oder körperliche Betätigung nicht mehr den Stellenwert im Alltag wie vor 30 Jahren, das Handy mit unzähligen Nutzungsstunden kamen dazwischen, Krankheiten wie Adipositas stehen auf der Tagesordnung und der Stand der Suchtkranken stieg auf Rekordhöhe in Deutschland. Wie kann jede Frau und jeder Mann Eigenvorsorge betreiben und inwieweit haben Unternehmen das ebenfalls erkannt, dass betriebliche Gesundheitsvorsorge wichtig ist?

Wer früh anfängt, um die Gesundheit zu erhalten, muss später nicht kostenintensiv gegenlenken. Als ehemaliger Sportprofi berate ich die Barmer Ersatzkasse seit einigen Jahren, um Arbeitnehmer und Arbeitgeber für Gesundheitsvorsorge und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Ähnlich wie im Leistungssport, wo immer neue Ziele gesetzt werden, muss auch ein Unternehmen immer wieder Anreize geben, damit es in Wellenbewegung immer wieder nach oben geht und Leistungsfähigkeit und Motivation gefördert werden.

Sport fördert auch die Demokratie, ist ein Raum für soziale Teilhabe, ein Austausch, Werte und Regeln einzuhalten, egal welche Herkunft, Kultur oder soziale Schicht. Dennoch gibt es Demos oder Boybotts, zuletzt bei den Olympischen Winterspielen in Cortina/Italien, es gibt Anschläge, Bomben- und Morddrohungen. Sie selber waren bei den Anschlägen in Atlanta dabei, als zwei Menschen starben und 111 Personen verletzt wurden.

Wie kann es sein, dass der Demokratie-Gedanke und die Gemeinschaft so sehr in den Schatten rücken?

Da wir in einer Demokratie leben, haben die Menschen natürlich immer ein Mitspracherecht, was ja auch gut ist. Leider ist es mit den Olympischen Spielen in Deutschland derzeit etwas schwierig, weil viele Bedenken geäußert werden. Aber Frankreich hat im letzten Jahr gezeigt, dass Spiele in einem demokratischen Europa sinnvoll und begeisternd sind. Und Deutschland ist mit Politik und Bevölkerung derzeit wieder offener dafür und das ist schön und wichtig.

Eine letzte Frage:

Was würden Sie einer Krankenkasse oder einem Arbeitgeber raten, um die Balance zwischen physischer und psychischer Gesundheit in diesen Zeiten zu stabilieren?

Dazu könnte man locker eine Diplomarbeit schreiben (grinst). Im Fokus steht die Work-Life Balance und das Ziel eine Gesellschaft zu schaffen, die Bock auf Leistung hat, aber mit regelmäßigen Ruhepausen. Nur so kriegen wir es hin, dass unser Wohlstand gerettet wird und an die nächste Generation übergeht. Sich auf den Leistungen der Eltern auszuruhen, ist der falsche Weg. Und dabei müssen Krankheitsbilder früh erkannt werden! Bildunterschrift: Frank Busemann (links) hier im Gespräch mit Tim Schulz von der Barmer Ersatzkasse. Foto: Inge Meyer

Dieter schrieb die Kolumne über 25 Jahre

Dieter Nannen verfasste den Finanzmarkt

Moormerland/Leer/Remels. Fast 25 Jahre lang verfasste Dieter Nannen, Bankdirektor in Ruhestand, den Finanzmarkt für diese Zeitung Wirtschaftsecho als Kolumnist. Ob zum Beispiel über Aktienmärkte, Bargeldabschaffung, Bitcoins, Leitzinserhöhungen oder –senkungen, Sparbuch oder die Arbeit der Zentralbank – die von ihm geschriebenen Leitartikel waren immer brandaktuell und wurden gerne gelesen.

Der Kontakt kam zustande, weil die Verfasserin im Jahr 2002 ein Konto bei der Ostfriesischen Volksbank (OVB) eröffnete und sich der damalige Bankvorstand anbot, hinsichtlich des Finanzmarktes unterstützend Beiträge abzuliefern. Außerdem kannten sich die ehemalige Redakteurin des Handelsforums, Inge Meyer, und Dieter Nannen bereits über das Projekt „Marktplatz Ostfriesland“.

Schon während der Schulzeit habe ich mich für die Arbeit der Journalisten bei der Ostfriesen-Zeitung interessiert. Da meine Mutter nach dem Krieg Witwe war und Haushalt mit Kindererziehung unter einen Hut bringen musste, sagte sie mir dann nach der Schulzeit: Ich habe schon mit Bankdirektor Mülder gesprochen, du kriegst die Lehrstelle bei der Bank.“ Das Interesse am Journalismus kühlte nicht ab, aber beruflich kam es nicht in Frage. Die Banklehre erfolgte in der Raiffeisenbank in Ihrhove. Übrigens: Sein damaliger Chef, Bankdirektor Wilhelm Mülder, war der Großvater von Guido Mülder, der seit dem letzten Jahr im OVB-Vorstand sitzt.

Später war ich auch in Haren an der Ems und weiteren Genossenschaftsbanken im Emsland tätig“, so der 83-jährige Rentner, der immer in Remels wohnte und kürzlich mit seiner Frau Ingrid in eine Seniorenwohneinrichtung in Leer zog.

Zeitlebens lies ihn Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nicht los: Er verfasste Beiträge für den jährlichen OVB-Geschäftsbericht, begrüßte die Journalisten zum jährlichen Bilanzpressegespräch und gab auch mal Interviews – zuletzt in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Alex Siemer. Aus dem Interview ging seine zweiten Leidenschaft deutlich hervor: Spardosen sammeln in allen Formen und Farben! Im Ehrenamt war er u.a. in der Schuldnerberatung tätig, eine oftmals nicht einfache face-to-face Kommunikation.

Auch für diese Zeitung verfasste er über den Finanzmarkt-Leitartikel hinaus Interviews, besuchte Existenzgründer oder erfolgreiche Tüftler und nahm an Pressegesprächen in ganz Ost-Friesland teil. Obwohl er Seiteneinsteiger war, verfasste er seine Beiträge immer auf einem hohen journalistischen Niveau. Die Zusammenarbeit hat immer Spaß gemacht. Wir sagen: DANKE Dieter für die langjährige gemeinsame Arbeit!

Was können Sie tun?

Verkäufer agieren zu weich in Preisverhandlungen!

Was können Sie tun?

Lingen. Viele mittelständische Geschäftsführer und Vertriebsleiter beobachten das gleiche Phänomen: Ihre Verkäufer geben zu schnell Rabatte, treten in Preisverhandlungen zu zögerlich auf oder reagieren zu defensiv, sobald der Kunde den Preis in Frage stellt. Diese Unsicherheit kostet nicht nur wertvolle Marge, sondern schwächt auch die Position Ihres Unternehmens im Wettbewerb. Denn wer Preise senkt, signalisiert dem Kunden häufig, dass noch weiterer Spielraum besteht – und öffnet damit der Preisspirale nach unten Tür und Tor. Vergessen Sie nie: Rabatte sind wie Tattoos – die werden Sie nie wieder los!

Typische Ursachen für Preisnachgiebigkeit

-Unsicherheit oder Angst vor Ablehnung: Viele Verkäufer fürchten, den Auftrag zu verlieren, wenn sie nun keinen Rabatt geben – und geben alleine deswegen nach.

-Fehlende Argumentationssicherheit: Wer den eigenen Preis nicht mit dem Mehrwert und individuellen Nutzen für den Kunden verknüpfen kann, verliert.

-Unklare Spielräume: Ohne klare Preisgrenzen und Verhandlungsalternativen wird zu oft ohne böse Absicht spontan und weich verhandelt.

-Der Wunsch nach Sympathie: Viele wollen ihren Kunden gefallen und schnell den Auftrag als Arbeitsnachweis erhalten. Dadurch sind sie häufig zu nachgiebig.

Drei pragmatische Lösungen

-Stärken Sie das Preis-Selbstbewusstsein: Vermitteln Sie Ihren Verkäufern, dass sie wertvolle Lösungen verkaufen, die ihren Preis wert sind.

-Trainieren Sie praxisnah und nicht theoretisch: Üben Sie realistische Preisgespräche mit klaren Formulierungen, Limits und Ausweichstrategien.

-Schaffen Sie Strukturen statt Bauchgefühl: Klare Preisgrenzen, Argumentationshilfen und konkrete Übungen geben Sicherheit und Haltung.

Verkäufer, die strukturiert und selbstbewusst in Preisverhandlungen gehen, erzielen bessere Margen, werden ernster genommen und steigern ihre Abschlussquote. Sie wollen Veränderung? Dann investieren Sie in ein Vertriebstraining, das auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist.

Ihr Oliver Schumacher

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