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Seit 90 Jahren „Logistik im Blut“

Bundeskanzler Friedrich Merz besuchte den Familienbetrieb Akkermann Transporte

Moormerland-Neermoor. Klaas Akkermann gründete sein Fuhrunternehmen im Jahr 1936 und seitdem ging es stetig voran: Das Familienunternehmen Akkermann Transporte GmbH beschäftigt 100 Personen und der Fuhrpark umfasst 65 LKW auf insgesamt 180.000 Quadratmeter Betriebsfläche.

Grund genug, dass der Bundeskanzler Friedrich Merz am 29. April beim Besuch der Seehafenstadt Emden den „Akkermänner & Akkerfrauen“ einen Besuch im Gewerbegebiet Neermoor an der A 31 abstattete. Seit 1989 ist der Mittelständler auf Fahrzeuglogistik spezialisiert und laut des Geschäftsführers Klaus Akkermann zählen alle Fahrzeughersteller, beispielsweise BMW, Daimler und Volkswagen sowie die Autovermietung Sixt, zur Kundschaft. „Wir machen rund 30.000 Fahrzeuge fertig für die jeweiligen Stationen in Deutschland. Das sind sowohl offene als auch geschlossene Fahrzeugtransporte“, informierte Klaus Akkermann, der das Familienunternehmen zusammen mit Claudia Akkermann und Jörg Akkermann leitet. Mittlerweile zählen auch Wohnwagen und Reisemobile zu den Transportgütern.

Beim Rundgang über das Betriebsgelände stellte Seniorchef Reinhard Akkermann den azurblauen Transporter vor, mit dem vor 90 Jahren alles begann. „;Mit dem Fahrzeug bin ich letzte Woche noch 120 Kilometer gefahren“, sagte Reinhard Akkermann dem Bundeskanzler Friedrich Merz. Ganz nach dem Motto „Tradition bewahren und in die Zukunft investieren“ setzt das Familienunternehmen auf Wachstum. 2021 kam der Bereich Schüttgutlogistik dazu und mehrere neue Hallen wurden bezogen. Außerdem kam eine 400 kW große Ladezone im letzten Jahr dazu.

In der vierten Generation…

Es ist schon etwas Besonderes, wenn ein Familienbetrieb das 90-jährige Jubiläum feiert und die vierte Generation bereits voll integriert ist. Merz nahm sich beim Rundgang Zeit, um sich von Imke Akkermann, Fachwirtin für Güterverkehr, und Maike Akkermann das Transportunternehmen erklären zu lassen. Maike Akkermann absolvierte an dem Tag des Kanzlerbesuchs ihre schriftliche Abschlussprüfung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen erfolgreich in Emden. Mehr Informationen unter www.akkermann-transporte.de.

Foto: Inge Meyer

Bildunterschrift:

Von links: Jörg Akkermann, Gerrit Voss und Klaus Akkermann begrüßten viele Gäste bei der Jubiläumsveranstaltung.

Runder Tisch Fachkräftegewinnung

Fachkräftegewinnung und -qualifizierung 3.0: Generation Z im Fokus

Lingen. Wie können Unternehmen die Generation Z besser verstehen, ansprechen und langfristig als Fachkräfte gewinnen? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich der dritte „Runde Tisch Fachkräftegewinnung und -qualifizierung 3.0“, zu dem die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen (Ems) gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Lingen eingeladen hatte. Rund 85 Personalverantwortliche und HR-Managerinnen und -Manager aus der Region nutzten die Veranstaltung im Kino Lingen, um sich über aktuelle Erkenntnisse und erfolgreiche Strategien zur Fachkräftegewinnung auszutauschen.

Unter dem Titel „Gen Z verstehen – Zukunft gewinnen“ stand zunächst ein Studierendenprojekt der Hochschule Osnabrück im Mittelpunkt. Prof. Dr. Dagmar Schütte hatte dieses gemeinsam mit Andrea Klemz von der Unternehmensberatung LEADING FORWARD durchgeführt und beleuchtete das Leistungs- und Führungsverständnis der Generation Z sowie deren Erwartungen an Arbeitgeber.

Prof. Dr. Dagmar Schütte stellte die zentralen Ergebnisse der Studie vor und zeigte auf, welche Werte und Rahmenbedingungen für junge Menschen heute bei der Berufswahl besonders wichtig sind. Andrea Klemz ergänzte die wissenschaftlichen Erkenntnisse um praktische Handlungsempfehlungen und erläuterte, wie Unternehmen die Generation Z zielgruppengerecht ansprechen und für sich gewinnen können. Ein weiterer Programmpunkt widmete sich den Unterstützungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit bei der Gewinnung von Nachwuchskräften. Dabei wurden konkrete Angebote vorgestellt, mit denen Unternehmen bei der Fachkräftesicherung unterstützt werden können.

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Andi Rakete. Gemeinsam diskutierten Andrea Klemz (LEADING FORWARD), Thea Esders (Studierende am Campus Lingen und Mitwirkende am Forschungsprojekt), Stefanie Brink (Krone Group), Sandra Brögber (DRK), Kristin Diekmann (Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Lingen) sowie Caroline Ohmann (Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen) über die Erwartungen der Generation Z an Arbeitgeber und erfolgreiche Ansätze zur Fachkräftegewinnung und -bindung. Dabei wurden die zuvor vorgestellten Erkenntnisse aus wissenschaftlicher, unternehmerischer und persönlicher Perspektive eingeordnet. Ein besonderer Dank gilt dem Team des Kino Lingen sowie Inhaberin Amelie Ringenberg, die die Veranstaltung in besonderem Maße unterstützten und damit wesentlich zu ihrem gelungenen Verlauf beitrugen.

 

 

Was können Sie tun?

Verkäufer agieren zu weich in Preisverhandlungen!

Was können Sie tun?

Lingen. Viele mittelständische Geschäftsführer und Vertriebsleiter beobachten das gleiche Phänomen: Ihre Verkäufer geben zu schnell Rabatte, treten in Preisverhandlungen zu zögerlich auf oder reagieren zu defensiv, sobald der Kunde den Preis in Frage stellt. Diese Unsicherheit kostet nicht nur wertvolle Marge, sondern schwächt auch die Position Ihres Unternehmens im Wettbewerb. Denn wer Preise senkt, signalisiert dem Kunden häufig, dass noch weiterer Spielraum besteht – und öffnet damit der Preisspirale nach unten Tür und Tor. Vergessen Sie nie: Rabatte sind wie Tattoos – die werden Sie nie wieder los!

Typische Ursachen für Preisnachgiebigkeit

-Unsicherheit oder Angst vor Ablehnung: Viele Verkäufer fürchten, den Auftrag zu verlieren, wenn sie nun keinen Rabatt geben – und geben alleine deswegen nach.

-Fehlende Argumentationssicherheit: Wer den eigenen Preis nicht mit dem Mehrwert und individuellen Nutzen für den Kunden verknüpfen kann, verliert.

-Unklare Spielräume: Ohne klare Preisgrenzen und Verhandlungsalternativen wird zu oft ohne böse Absicht spontan und weich verhandelt.

-Der Wunsch nach Sympathie: Viele wollen ihren Kunden gefallen und schnell den Auftrag als Arbeitsnachweis erhalten. Dadurch sind sie häufig zu nachgiebig.

Drei pragmatische Lösungen

-Stärken Sie das Preis-Selbstbewusstsein: Vermitteln Sie Ihren Verkäufern, dass sie wertvolle Lösungen verkaufen, die ihren Preis wert sind.

-Trainieren Sie praxisnah und nicht theoretisch: Üben Sie realistische Preisgespräche mit klaren Formulierungen, Limits und Ausweichstrategien.

-Schaffen Sie Strukturen statt Bauchgefühl: Klare Preisgrenzen, Argumentationshilfen und konkrete Übungen geben Sicherheit und Haltung.

Verkäufer, die strukturiert und selbstbewusst in Preisverhandlungen gehen, erzielen bessere Margen, werden ernster genommen und steigern ihre Abschlussquote. Sie wollen Veränderung? Dann investieren Sie in ein Vertriebstraining, das auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist.

Ihr Oliver Schumacher

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