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86 Gründungs- und Start-up Beratungen

Wirtschaftsförderung begleitet 86 Gründungs- und Start-up-Beratungen

Lingen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen (Ems) hat im Wirtschaftsausschuss (WGA) über ihre Aktivitäten in der Gründungs- und Start-up-Beratung berichtet. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 86 Gründungs- und Start-up-Beratungen durchgeführt.

Gründungen und Unternehmensnachfolgen sichern Arbeitsplätze, stärken unsere Wirtschaft und bringen neue Impulse für den Standort Lingen“, betont Oberbürgermeister Dieter Krone. „Dass wir im vergangenen Jahr 86 Beratungen durchführen konnten, zeigt, wie groß der Bedarf ist – und wie wichtig es uns ist, Gründerinnen und Gründer sowie Nachfolgerinnen und Nachfolger verlässlich zu begleiten.“

Das Beratungsangebot reicht von der ersten Ideenbesprechung über die Businessplanberatung bis hin zur Fördermittelberatung. Ein Teil der Beratungen erfolgte in Kooperation mit der Volkshochschule, unter anderem im Rahmen von Businessplan-Workshops. Neben klassischen Existenzgründungen spielt auch die Unternehmensnachfolge eine wichtige Rolle. Fünf Nachfolgeprozesse wurden 2025 begleitet, um bestehende Betriebe zu sichern und Know-how am Standort zu halten.

Flankiert wird die individuelle Beratung durch konkrete Veranstaltungsformate: Am 19. November 2025 fand der Existenzgründungstag EXEL in Lingen statt, einen Tag zuvor die Preisverleihung des Gründerpreis Nordwest, der ebenfalls in Lingen ausgerichtet wurde.

Auch das Start-up- und Innovationsökosystem in Lingen wächst weiter. Die Wirtschaftsförderung treibt dessen Ausbau aktiv voran und begleitet Start-ups intensiv auf ihrem Weg. Ziel ist es, innovative Geschäftsideen frühzeitig zu unterstützen und nachhaltige Wachstumsstrukturen am Standort zu schaffen. Ein zentraler Bestandteil dieses Ökosystems ist das Seedhouse Lingen. Hier wurden bislang vier Start-ups in insgesamt fünf Batches betreut bzw. befinden sich aktuell in der Betreuung.

Darüber hinaus profitieren Start-ups und Gründende von ergänzenden Angeboten wie der Möglichkeit, sich zu vergünstigten Konditionen im Coworking Space „AnDock“ einzubuchen. So entstehen nicht nur flexible Arbeitsmöglichkeiten, sondern auch wertvolle Netzwerkeffekte zwischen jungen Unternehmen, etablierten Betrieben und weiteren Akteuren der regionalen Wirtschaft.

Unser Ziel ist es, Lingen dauerhaft als gründungsfreundlichen Wirtschaftsstandort zu positionieren“, so Krone weiter. „Mit klaren Angeboten und messbaren Ergebnissen.“ Interessierte, die sich selbstständig machen oder ein Unternehmen übernehmen möchten, können sich direkt an die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen (Ems) wenden. Die Beratung ist individuell, praxisnah und kostenfrei.

„Das ist ein echtes Highlight“

Beim Nautischen Essen war Gitta Connemann aus Hesel

Emden. Mit 283 Gästen war das Nautische Essen im Klub zum guten Endzweck am 6. März gut besucht. Die Hauptrednerin war Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die eine beeindruckende Rede hielt.

Ich freue mich, dass Emden den Hafen-Dialog mit Dörpen seit Jahresbeginn fördert. Das war in der Vergangenheit so mit der Lieferung von Zellulose und das soll auch zukünftig so bleiben“, sagte die CDU-Politikerin Gitta Connemann aus Hesel. Zum einen ging sie damit auf Rohstofflieferungen für die Nordland Papierfabrik ein. Zum anderen betonte sie auch, dass die 14. Nationale Maritime Konferenz für die drittgrößte Seehafenstadt im Norden in der Zeit vom 29.-30. April 2026 großartig sei.

Im Seehafen Emden werden nicht nur Autos und Militärgut umgeschlagen, sondern demnächst auch wieder Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft ausgerüstet. Gitta Connemann begrüßte Jan Meyer von der Papenburger Meyer Werft, der zu den Gästen zählte und sagte: „Das ist ein echtes Highlight, dass die Schiffe ab dem kommenden Jahr 2027 wieder in Emden ausgestattet werden und nicht in Eemshaven.“ Damit werden viele Arbeitsplätze in Emden und im nördlichen Emsland erhalten bleiben und über 500 Mitarbeitende sind in der Regel an Bord eines Luxuskreuzers, wenn ein neues Meyer-Schiff ausgerüstet wird.

Connemann betonte, dass das Großbürgschaftsprogramm im Werftensektor aufgenommen wurde. „Damit steht ein dreistelliger Millionenbetrag zur Verfügung. Bund und Länder werden bis zu 80 Prozent einer Finanzierung leisten können“, sagte Connemann vor der maritimen Verbundwirtschaft.

Auch die 14. Nationale Maritime Konferenz sei ein Highlight für die Seehafenstadt Emden unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers Friedrich Merz. „Das ist eine riesige Chance, die Infrastrukturprojekte in Emden anzuschieben und umzusetzen. Wenn uns das nicht gelingt, Gelder auf die Straße zu bringen, geht auch ein Stück Vertrauen verloren“, mahnte die Heselerin, die sich Jahrzehnten als Politikerin für die Region engagiert.

Betriebliche Gesundheitsförderung BGF

Fehlzeiten und Präsentismus sind teuer!

Für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Unternehmen gibt es viele gute Gründe. So stärkt sie die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden. Gleichzeitig reduziert sie Belastungen, die Unternehmen teuer zu stehen kommen können. Schließlich zählen Fehlzeiten und Präsentismus (Arbeiten trotz Krankheit) zu den größten versteckten Kostenfaktoren.

BGF setzt hier an. Sie hilft beim deutlichen Reduzieren von Fehlzeiten, schafft weniger Fluktuation durch mehr empfundene Wertschätzung und erreicht eine höhere Produktivität. Unternehmen, die BGF ernst nehmen, senden somit ein klares Signal: „Wir kümmern uns um die Menschen, die unsere Wertschöpfung tragen.“

Wichtig für Entscheidungsträger sind auch: BGF ist zusätzlich ein Organisationsentwicklungsinstrument, indem sie zum Beispiel als Frühwarnsystem für Belastungen, Konflikte und Überforderung dient. Sie fungiert also ein Baustein moderner Unternehmensführung. Und eine weitere Erkenntnis: Der größte Effekt entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen wie etwa Rückenschule, Obstkorb oder Yoga, sondern durch eine systematische Verankerung: Belastungen müssen klar analysiert, zum Arbeitsalltag tatsächlich passende Maßnahmen entwickelt, Führungskräfte eingebunden sowie Erfolge und Fortschritte sorgfältig und kontinuierlich evaluiert werden.

Folglich ist BGF unverzichtbar, weil sie Gesundheit schützt, Kosten senkt, Kultur stärkt und Unternehmen zukunftsfähig macht. Sie ist ein strategischer Hebel, der sowohl wirtschaftliche als auch menschliche Vorteile schafft – und damit zu den wirksamsten Investitionen moderner Organisationen zählt.

BGF ist allerdings nur ein Aspekt, mit dem sich Unternehmen als gute Arbeitgeber profilieren können. Die Liste möglicher Punkte ist lang. Auf ihr stehen neben fairer und transparenter Vergütung, Weiterbildungsangeboten und partizipativen Entscheidungsprozessen unter anderem flexible, moderne Arbeitszeitmodelle anstelle starrer Präsenzkultur, die sich an den unterschiedlichen Lebensphasen der Beschäftigten orientieren.

Es darf aber nicht völlig aus dem Blick geraten, dass die Volkswirtschaft durch hohe Krankenstände auch deshalb belastet wird, weil manche Arbeitnehmer ihrer Firma nicht genügend Loyalität entgegen bringen. Sie lassen sich zum Beispiel zu schnell oder sogar anlasslos krankschreiben. Der Krankenstand in Deutschland liegt seit mehreren Jahren auf einem ungewöhnlich hohen Niveau und hat sich – laut den aktuellsten verfügbaren Analysen – auf einem Plateau von rund 5,4 Prozent eingependelt. Das bedeutet: An jedem Tag des Jahres 2025 waren durchschnittlich 54 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben, so Zahlen des IGES-Institutes.

Arbeitgeber können einen großen Teil dazu leisten, dass sich diese Situation entschärft, wie eben durch Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Hier darf nicht immer damit gerechnet werden, dass alle Beschäftigten eine solche Haltung der Arbeitgeber-Seite zu schätzen wissen. Missbrauch der Arbeitnehmerrechte und Illoyalität trotz aller Mühe, die sich Unternehmen machen – das alles gibt es und das gehört zur Wahrheit dazu. Eine Diskussion darüber ist legitim, weil entsprechend handelnde Mitarbeiter den Interessen ihrer Firma ebenso schaden wie denen ihrer Kollegen.

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