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Beteiligung an Energieprojekten

Mitgliederversammlung fand im Foyer der Ostfriesischen Volksbank statt

Leer. Die Ostfriesische Volksbank (OVB) hat im Rahmen ihrer Vertreterversammlung eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 gezogen. „Das zurückliegende Geschäftsjahr verdeutlicht einmal mehr, wofür unsere Bank steht, nämlich für Stärke, Stabilität, Wachstum und Zukunftsfähigkeit“, unterstrich Vorstandsvorsitzender Georg Alder.

Trotz eines von Unsicherheiten geprägten Umfelds setzt die OVB ihren Wachstumskurs fort. Die Bilanzsumme stieg leicht um 1,8 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro. Das Kundenkreditgeschäft legte um 7,9 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro zu. Alder betonte vor den 160 Zuhörern, dass es derzeit weltwirtschaftlich viele Spannungen und Unsicherheiten gibt und zwar: geopolitisch, politisch, wirtschaftlich sowie gesellschaftliche Spaltungen. Dennoch sei die Genossenschaftsbank, die laut dem Vorstandsvorsitzenden ähnlich groß ist wie die Bremer Bank, gut aufgestellt mit einem „familiär geführten Charme“.

Zum ersten Mal stellte das neue Vorstandsmitglied Thomas Lüken den Jahresbericht 2025 vor. „Wir konnten in vielen Bereichen gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 ein Plus verbuchen. „Mehr Gewerbekunden, ein Zuwachs in der See- und Binnenschifffahrt und in der Spezialschifffahrt gab es einige größere Neubauten“, so der 36-jährige Thomas Lüken. Im privaten Kreditgeschäft lag der Schwerpunkt erneut auf Baufinanzierungen. „Hier stabilisierten sich die Bauzinsen.“

Im gewerblichen Bereich lief es im Segment Erneuerbare Energien weiterhin gut. „Wir haben uns an einem Batteriespeicher-Projekt und auch an klassischen Wasserstofftankstellen beteiligt“, trug das neue Vorstandsmitglied vor. Das Einlagenvolumen belief sich zum Jahresende auf 3 Mrd. Euro und blieb damit trotz intensiven Wettbewerbs gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant.

Eigenmittel & Rücklagen weiter stärken

Die positive Entwicklung spiegelt sich in der Ertragslage der Bank wider. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 80,2 Mio. Euro und liegt damit auf einem im Branchenvergleich sehr hohen Niveau. „Oberstes Ziel bleibt es, die Eigenmittel und Rücklagen weiter zu stärken sowie unsere Mitglieder mit einer attraktiven Dividende am Erfolg zu beteiligen“, betonten Lüken und Alder. Die Vertreterinnen und Vertreter folgten dem Vorschlag zur Ergebnisverwendung. Neben einer regulären Dividende von 6 Prozent, beschlossen sie zusätzlich eine Bonuszahlung von 1,5 Prozent für die Mitglieder.

In den 16 Niederlassungen und Geschäftsstellen arbeiten insgesamt 343 Beschäftigte, davon 33 Auszubildende. Mit einer Teilzeitquote von 38,5 Prozent setzt die OVB auf familienfreundliche Arbeitsplätze. Fort- und Weiterbildung wird gefördert und im Geschäftsjahr 2025 fand eine Schulung zum Thema Nachhaltigkeit statt.

Die Vertreterversammlung würdigte die Arbeit des vergangenen Jahres mit der vollständigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Zudem wurden Lars Bunte, Thomas Schulz und Ralf Utermöhlen nach Ablauf ihrer Wahlperiode in den Aufsichtsrat wiedergewählt.

Ex-Tagesschau Sprecher kommt

Schon zu Beginn der Mitgliederversammlung kündigte Georg Alder den Referenten beim Neujahrsempfang 2027 an: „Wir freuen uns, beim Neujahrsempfang am 20. Januar den Ex-Tagesschau Sprecher Constantin Schreiber zu begrüßen.“ Der gebürtige Cuxhavener wird zu der Frage „Wieviel Meinung hält eine Demokratie aus?“Antworten geben.

Die rasende Reporterin…

Interview mit Inge Meyer, Herausgeberin der Zeitung WIRTSCHAFTSCHAFTSECHO

Moormerland-Warsingsfehn. Nach vier Jahren Berufserfahrung machte sich Inge Meyer im Dezember 2002 selbstständig und die erste Ausgabe WIRTSCHAFTSECHO erschien im Januar 2003. Nun liegt die 225. Ausgabe vor und im folgenden Interview schildert sie die Berg- und Talfahrt.

Liebe Inge Meyer, die 225. Ausgabe der Zeitung WIRTSCHAFTSECHO liegt vor uns. Haben Sie mit so vielen Ausgaben gerechnet?

Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Zum Zeitpunkt der Gründung war nicht abzusehen, wohin sich der gesamte Markt entwickelt. Hinzu kam, dass der Online-Markt anzog, die ersten Zeitungsprodukte online gingen. Da waren die Online-Zeitungen interessanter als Print-Produkte, was der Sache eine gewisse Skepsis beigemischt hat. Und dann die vielen Krisenjahre: Wirtschaftskrise, Flüchtlingskrise, Corona und die jetzigen Kriege waren nicht vorauszusehen.

Sie sind immer beim Printprodukt geblieben. Soll das so bleiben?

Ja! Einmal Print, immer print! (lacht) Im Aufbaustudium Kommunikation an der jetzigen Hochschule Lingen von 1996-98 habe ich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, also Print, gewählt, nicht Radio oder Theaterpädagogik. Parallel schrieb ich als freie Journalistin einige Artikel für die Lingener Tagespost, auch die allererste Reportage. Im August 1998 startete ich dann als Journalistin beim Handelsforum in Aurich. Insofern lag die einschlägige Erfahrung im Printbereich vor, worin ich auch erfolgreich war.

Was macht für Sie eine gute Ausgabe WIRTSCHAFTSECHO aus?

Zu einer guten Ausgabe gehören guter Journalismus, eine gute Titelseite, ein gutes Seitenlayout, gute Bilder und eine gute Farbgebung. Mehrfach haben wir im Team das Layout überarbeitet, also ein Relaunch, und zuletzt auch das Zeitungsformat überarbeitet. Das Gesamtkonzept muss stimmen!

Aber zu einer guten Ausgabe gehört auch die Pflege von Kontakten zu den jeweiligen Ansprechpartnern. Und manche Kontakte gibt es schon sehr lange. So begegnete ich z.B. kürzlich bei einem Termin dem Papenburger Bürgermeister i.R. Ulrich Nehe. Wir haben uns kurz ausgetauscht, auch über seinen verstorbenen Bruder, den ehemaligen Wirtschaftsförderer Winfried Nehe. Zu dem Wirtschaftsförderer hatte ich beispielsweise einen sehr langen Kontakt.

Gab es denn diese Kontakte schon vor der Zeitungsgründung?

Ja, die gab es. Während meines Aufbaustudiums „Kommunikation“ waren wir mit mehreren Studierenden an einem Hochschul-Projekt beteiligt. Dazu gehörte, dass wir an der Filmproduktion von Hape Kerkelings „Willi und die Windsors“ in Papenburg teilgenommen haben. Begleitend an der Seite der Filmcrew wurden Dokumentationen, Pressemitteilungen oder Interviews mit den Schauspielern, z.B. Isabell Varell, Brigitte Mira, Charles Brauer oder Katharina Schubert, erstellt. Dies war ein tolles Erlebnis und gehört zu meinen ersten Erfahrungen mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, auch in Zusammenarbeit mit der Stadt Papenburg. Danach haben sich zahlreiche andere Kontakte ergeben.

Dann möchten Sie sicherlich noch weitere 225 Ausgaben der Zeitung herausbringen?

Das ist eine gute Frage. Einerseits wäre ich dann über 70 Jahre alt! Ob man gesundheitlich dann noch fit ist, kann ich nicht sagen. Andererseits hängt dies von technischer Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und ob es genügend sprudelnde Ideen ab, um die Ausgaben zu gestalten. Denn so eine Zeitung ist ein kreativer Prozess. Das lässt sich nicht auf Knopfdruck gestalten.

Sprudelt es denn noch?

Ja (lacht)! Es sprudelt noch! Und wenn ich heute nochmal wählen müsste, wäre es wieder eine gedruckte Wirtschaftszeitung!

Was können Sie tun?

Verkäufer agieren zu weich in Preisverhandlungen!

Was können Sie tun?

Lingen. Viele mittelständische Geschäftsführer und Vertriebsleiter beobachten das gleiche Phänomen: Ihre Verkäufer geben zu schnell Rabatte, treten in Preisverhandlungen zu zögerlich auf oder reagieren zu defensiv, sobald der Kunde den Preis in Frage stellt. Diese Unsicherheit kostet nicht nur wertvolle Marge, sondern schwächt auch die Position Ihres Unternehmens im Wettbewerb. Denn wer Preise senkt, signalisiert dem Kunden häufig, dass noch weiterer Spielraum besteht – und öffnet damit der Preisspirale nach unten Tür und Tor. Vergessen Sie nie: Rabatte sind wie Tattoos – die werden Sie nie wieder los!

Typische Ursachen für Preisnachgiebigkeit

-Unsicherheit oder Angst vor Ablehnung: Viele Verkäufer fürchten, den Auftrag zu verlieren, wenn sie nun keinen Rabatt geben – und geben alleine deswegen nach.

-Fehlende Argumentationssicherheit: Wer den eigenen Preis nicht mit dem Mehrwert und individuellen Nutzen für den Kunden verknüpfen kann, verliert.

-Unklare Spielräume: Ohne klare Preisgrenzen und Verhandlungsalternativen wird zu oft ohne böse Absicht spontan und weich verhandelt.

-Der Wunsch nach Sympathie: Viele wollen ihren Kunden gefallen und schnell den Auftrag als Arbeitsnachweis erhalten. Dadurch sind sie häufig zu nachgiebig.

Drei pragmatische Lösungen

-Stärken Sie das Preis-Selbstbewusstsein: Vermitteln Sie Ihren Verkäufern, dass sie wertvolle Lösungen verkaufen, die ihren Preis wert sind.

-Trainieren Sie praxisnah und nicht theoretisch: Üben Sie realistische Preisgespräche mit klaren Formulierungen, Limits und Ausweichstrategien.

-Schaffen Sie Strukturen statt Bauchgefühl: Klare Preisgrenzen, Argumentationshilfen und konkrete Übungen geben Sicherheit und Haltung.

Verkäufer, die strukturiert und selbstbewusst in Preisverhandlungen gehen, erzielen bessere Margen, werden ernster genommen und steigern ihre Abschlussquote. Sie wollen Veränderung? Dann investieren Sie in ein Vertriebstraining, das auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist.

Ihr Oliver Schumacher

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